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Schalke 04 muss gegen den FC Chelsea eine 0:5-Heimpleite hinnehmen

Gelsenkirchen - Schalke mit Coach Roberto Di Matteo geht gegen dessen Ex-Klub Chelsea unter. Schon nach wenigen Sekunden beginnt der Schalke-Horror.

Das Wiedersehen mit seiner alten Liebe FC Chelsea wurde für Roberto Di Matteo zur großen Enttäuschung, mit seinem neuen Klub Schalke 04 droht dem Trainer schon in zwei Wochen das Aus in der Champions League.

920 Tage nach seinem Triumph in der Königsklasse mit den Londonern erlebte der Italiener mit dem Bundesligasiebten ein 0:5 (0:3)-Debakel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber.

Achtelfinal-Teilnahme in großer Gefahr

Nach der ersten Heimniederlage unter ihrem neuen Coach ist die Achtelfinal-Teilnahme für die Gelsenkirchener in größter Gefahr.

Möglicherweise reicht sogar ein Sieg am 10. Dezember zum Vorrundenabschluss beim Außenseiter NK Maribor nicht mehr zu Platz zwei in der Gruppe G. Sogar Rang vier und das Verpassen der Europa League sind möglich.

Schalke hoffnungslos unterlegen

Di Matteo, der fast auf den Tag genau vor zwei Jahren von Chelsea gefeuert worden war, sah eine hoffnungslos unterlegene Schalker Mannschaft. Schon nach 90 Sekunden und dem 0:1 durch John Terry hatte der Bundesligist jeglichen Mut gegen das Starensemble von Jose Mourinho verloren.

Willian (29.) und Jan Kirchhoff, der den Ball ins eigene Tor köpfte (44.), sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Dann trafen auch noch Didier Drogba (76.), der Finalheld von 2012, und Ramires (78.).

Kirchoffs Eigentor war der kuriose Höhepunkt der Blamage: Während der einzige Gegenspieler Gary Cahill bei der Aktion zu Boden fiel, stiegen drei Schalker - Kirchhoff, Felipe Santana und Benedikt Höwedes - zum Kopfball nach oben. Keeper Ralf Fährmann war chancenlos gegen die missglückte Aktion seines Vordermanns.

Neues System greift nicht

Di Matteo hatte erneut das System umgestellt: Aus der beim 3:2 gegen den VfL Wolfsburg erfolgreichen Fünfer-Abwehrkette wurde wieder eine Viererreihe - diesmal mit Weltmeister Benedikt Höwedes auf der linken Seite. Im Sturm war Torjäger Klaas-Jan Huntelaar auf sich allein gestellt.

Eric Maxim Choupo-Moting, zuletzt zweite Spitze und Doppel-Torschütze gegen die Wölfe, rückte ins Fünfer-Mittelfeld zurück. So hatte Schalke zuvor noch nie gespielt.

Chelsea interessierte die Taktik der Gelsenkirchener herzlich wenig: Die Blues drückten dem Spiel von der ersten Minute an ihren Stempel auf. Nach 60 Sekunden konnte Torwart Ralf Fährmann einen Schuss von Diego Costa noch abwehren.

Terry schockt die Schalker früh

Keine 30 Sekunden später war der Ball schon im Netz. Höwedes hatte nach der Ecke von Cesc Fabregas das Kopfballduell gegen Terry verloren.

Schalke kam kaum zum Luftholen, hatte aus dem Nichts aber plötzlich die Chance zum Ausgleich: Gary Cahill, neben dem in der zweiten Hälfte eingewechselten Didier Drogba der einzige aus der Champions-League-Sieger-Elf von 2012 auf dem Platz, fälschte Choupo-Motings Schuss an die Latte ab (13.).

Nach etwa 20 Minuten zogen sich die Gäste ein wenig zurück, die Gelsenkirchener hatten mehr Platz zum Kombinieren, in den Strafraum stießen sie aber nicht vor.

Pfiffe schon zur Halbzeit

Viel variantenreicher, schneller und zielstrebiger ging das Team von Startrainer Jose Mourinho, der nach 2004 mit dem FC Porto und 2010 mit Inter Mailand endlich auch mit Chelsea die Champions League gewinnen will, zu Werke.

Nach Zuspiel von Fabregas spielte Willian mit Eden Hazard Doppelpass und überwand Fährmann, der zu langsam reagierte.

Angesichts der bemitleidenswerten Angriffsbemühungen der Gastgeber häuften sich die Pfiffe, die sich nach Kirchhoffs Kopfball-Eigentor noch verstärkten.

Der Ex-Mainzer blieb nach der Pause draußen. Doch an den Kräfteverhältnissen änderte sich wenig. Chelsea machte nicht mehr als nötig, Schalke war hoffnungslos überfordert.

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