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Cristiano Ronaldo (2.v.l.) gewann mit Manchester United und Real Madrid die Champions League

Auch Flitzer können Cristiano Ronaldo nicht stoppen. Der Weltfußballer führt Real zum 15. Sieg in Folge. Toni Kroos will mehr.

Auch mehrere audringliche Flitzer und 36..000 heißblütige Fans konnten Cristiano Ronaldo und die Rekordjäger von Real Madrid nicht beeindrucken.

Beim 1:0-Sieg der Königlichen beim FC Basel traf der Weltfußballer, vor dem sich schon vor dem Anpfiff zwei auf den Platz stürmende Fans aufbauten, wie selbstverständlich zum Siegtreffer (35.) und zog nach seinem 71. Tor in der Champions League mit Vereinsikone Raul gleich. Für Real war es der 15. Pflichtspielsieg in Folge. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dennoch war nach dem glanzlosen Dreier von überbordender Euphorie keine Spur.

"Wir haben nicht ganz auf unserem üblichen Niveau gespielt, langsamer als sonst", stellte Coach Carlo Ancelotti fest.

"Dass wir nun 15 Siege aneinander gereiht haben, ist ein toller Erfolg für den Klub", sagte der Italiener: "Gegen Basel war es aber nicht einfach."

Mehr Arbeit als Kunst

Tatsächlich sah es im St. Jakob-Park eher nach Fußball-Arbeit als nach Kunst aus, was das Team um Weltmeister Toni Kroos vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw darbot.

"Wir hatten ein hartes Spiel erwartet und das war es auch", sagte Kroos anschließend: "Sie hätten ein Remis erreichen können."

Er wolle sich aber auch nicht für den Erfolg entschuldigen, fügte der 24-Jährige an.

Dass die Siegesserie nicht riss, lag einmal mehr an Ronaldo. Doch auch dem Portugiesen war nach seinem 56. Treffer im 56. Champions-League-Spiel für Real nicht so richtig zum Feiern zu Mute.

Schließlich hatte sein Erzrivale Lionel Messi am Vortag gleich drei Mal für den FC Barcelona getroffen und war mit 74 Treffern in der Königsklasse davongezogen.

Äußerst anstrengendes Programm

Zudem hatte Ronaldo in Basel auch abseits des Sportlichen ein äußerst anstrengendes Programm absolvieren müssen.

Schon vor dem Anpfiff rannten etliche Fans auf den Rasen, um den Weltstar aus nächster Nähe zu bewundern.

Während der Partie stürmten erneut zwei Chaoten den Rasen und richteten offensichtlich wenig freundliche Worte an den portugiesischen Superstar.

Trotz all dieser Störfeuer wahrte das "weiße Ballett" seine unbefleckte Weste und kann als einzige der 32 Mannschaften auf fünf Siege in der Gruppenphase verweisen, die Bilanz eines ganz heißen Titelfavoriten.

Kroos will lange dabei sein

"Wir haben große Ziele, wollen in der Liga oben bleiben und in der Champions League so lang wie möglich dabei sein", sagte Kroos: "Aber jeder weiß, dass in den K.o.-Spielen viel passieren kann. Es gibt auch andere Supermannschaften."

Sogar in der eigenen Stadt. Lokalrivale Atletico, letzjähriger Finalgegner in der Königsklasse, bewies beim 4:0 gegen Olympiakos Piräus seine starke Form.

Matchwinner war ein alter Bekannter aus der Bundesliga: Ex-Bayern-Star Mario Mandzukic traf dreifach.

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