München - Borussia Dortmund empfängt zum Gruppen-"Endspiel" in der Champions League den RSC Anderlecht. Jürgen Klopp äußert sich in der PK. LIVE-TICKER.

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Komfortabler könnte die Situation für Borussia Dortmund kaum sein.

Der Einzug ins Achtelfinale der Champions League und die UEFA-Prämie von 3,5 Millionen Euro sind bereits gesichert. Für den BVB geht es im Heimspiel am Dienstag gegen den RSC Anderlecht (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im Sportradio SPORT1.fm) noch um Platz eins in der Gruppe D.

Die T-Frage überstrahlt in Dortmund allerdings das Gruppen-"Endspiel" gegen den 33-maligen belgischen Meister. Spielt Roman Weidenfeller oder spielt er nicht? Die Degradierung der 34-Jahre alten BVB-Institution hat eine unerwartete Eigendynamik entwickelt.

Klopp sagte in der Pressekonferenz, für die Partie gegen Anderlecht eine Entscheidung getroffen zu haben. Mitteilen wollte er sie aber nicht.

Stattdessen betonte er: "Wenn jemand spielt, hat es nicht mit seinem Verdienst zu tun. Alles wird der Mannschaft untergeordnet."

Der BVB-Coach erklärte zudem, warum es kein Einzelgespräch mit Weidenfeller gegeben habe und deutete an, dass er sich (noch) nicht langfristig entschieden habe.

Die Pressekonferenz aus Dortmund mit Jürgen Klopp und Marcel Schmelzer gibt es zum Nachlesen bei SPORT1 im LIVE-TICKER.

+++ Offenbar keine langfristige Entscheidung +++

Klopp hat Weidenfeller die Entscheidung vor dem Hoffenheim-Spiel nicht unter vier Augen mitgeteilt und begründet. Wurde das nachgeholt. "Nein", sagt Klopp. Und führt aus: "Die Fragen habt ihr nie gestellt, wenn ich einen Feldspieler nicht gebracht habe. Ich führe ständig Gespräche mit den Spielern, etwa darüber, was die besser machen können." Der BVB-Coach betont noch einmal, dass es im Abstiegskampf nur um eines geht: "Alles wird der Mannschaft untergeordnet. Ihr macht ein Ding draus, als würden wir beim Kaffekränzchen sitzen. Erik Durm hat beispielsweise auch nicht gespielt. Es geht in dieser Phase nur um die Punkte. Wenn der Spieler reden will, kann er immer zu mir kommen. Nicht vor dem Spiel, aber gerne danach. Das hat Roman nicht eingefordert, daher hat es nicht stattgefunden. Wenn ich jetzt sagen würde, Mitch ist bis Juni die Nummer eins, hätte ich natürlich mit ihm gesprochen. Das ist aber nicht der Fall. Deswegen jetzt so ein Fass aufzumachen, ist nicht nötig."

+++ Hoher Stellenwert +++

Die Partie gegen Anderlecht hat einen hohen Stellenwert "was die Entwicklung unseres Spiel angeht", sagt Klopp. Wichtig sei, an der guten Leistung aus der zweiten Hälfte gegen Hoffenheim anzuknüpfen. Darüber hinaus gehe es um Platz eins. "Jetzt sind wir so weit und wollen den Platz nun auch verteidigen."

+++ Nachfrage zum Torwart +++

Klopp möchte es immer noch nicht verraten, wer morgen im Tor stehen wird. "Sonst hätte ich das vorhin schon getan, so weit habe ich die Frage schon verstanden", sagt Klopp. Die Journalisten entgegnet: "Ich brauche das für einen Beitrag."

+++ Respekt vor dem Gegner +++

Anderlecht ist Dritter. Nach unten wie nach oben kann dem RSC nichts mehr passieren. "Das ist nicht ganz leicht", sagt Klopp. "Anderlecht hat eine außergewöhnlich talentierte Mannschaft, die ohne Druck spielen kann. Das kann zu allem führen. Das Hinspiel in Anderlecht war alles andere als leicht. Und das wird es morgen auch nicht."

+++ Gutes Zeichen bei Hummels +++

Hummels hat gegen Hoffenheim sein Comeback gegeben. Das habe er gut weggesteckt, sagt Klopp. Er hat keine Beschwerden mehr. "Es ist alles gut", sagt Klopp.

+++ Wichtige Ergänzung von Klopp +++

"Ich vertraue Roman Weidenfeller zu 100 Prozent. Aber Mitch eben auch."

+++ T-Frage: Weidenfeller oder Langerak? +++

Hat sich Klopp entschieden, wer im Tor steht? "Ja." Wenn jemand spiele, "hat es nicht mit dem bisherigen Verdienst zu tun." Langerak am Freitag zu bringen, sei eine Entscheidung für ein Spiel gewesen. "Wenn euch das alle so sehr beschäftigt, tut mir das leid."

+++ Welches Personal steht zur Verfügung? +++

Kehl steht nicht zur Verfügung. Ihn hat es gegen Hoffenheim an der Rippe und am Oberschenkel erwischt. Sokratis und Ji sind keine Optionen. "Alle anderen", sagt Klopp, "stehen zur Verfügung.

+++ Keine weiteren Fragen an Schmelzer +++

Jetzt spricht Klopp.

+++ Hoffenheim-Sieg nur ein kleiner Schritt +++

Der 1:0-Sieg gegen Hoffenheim am Freitag war nur ein erster Schritt. "Das Anderlecht-Spiel wollen wir nutzen, um uns weiter zu entwickeln", sagt Schmelzer.

+++ Anderlecht ist Dritter. Überrascht? +++

"Das überrascht mich nicht, und ich denke nicht, dass das Spiel in Anderlecht für uns so einfach ist wie es das Ergebnis widerspiegelt", sagt Schmelzer über den 3:0-Erfolg im Hinspiel. Der BVB sei einfach effektiv gewesen.

+++ Die Nachfrage musste ja kommen +++

Wieso ist es denn so wichtig, Herr Schmelzer? Auch hier fasst sich der Linksverteidiger kurz. "Weil man dann nicht auf die besten Mannschaften trifft, die in den anderen Gruppen Erster geworden sind."

+++ Wie wichtig ist Platz eins? +++

Schmelzer fasst sich kurz: "Sehr wichtig. Reicht das?"

+++ Rückkehr zur Wembley-Viererkette +++

"Es war ein schönes Gefühl", sagt Schmelzer. "Von daher sind die Automatismen vorhanden, auch wenn lange nicht so gespielt wurde."

+++ Die PK beginnt +++

Zuerst beantwortet Schmelzer die Fragen der Journalisten.

+++ Abschlusstraining in Brackel +++

Vor der PK gab es noch eine Trainingseinheit in Dortmund. Vielleicht sind Klopp und Schmelzer deshalb nicht pünktlich.

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