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Karim Bellarabi Bayer Leverkusen Benfica Lissabon
Karim Bellarabi (l.) gab am 11. Oktober 2014 sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft © getty

Lissabon - Nach dem Weiterkommen zählt für Bayer nur Platz 1. Eine Pleite gegen Benfica könnte böse Folgen haben.

Mit kühlem Kopf und heißem Herzen will Bayer Leverkusen den zweiten Matchball in der Champions League verwandeln und erstmals seit der Saison 2004/05 wieder als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions League einziehen.

"Wir sind Erster und wollen das bleiben. Und nebenbei geht es ja auch noch um ein paar Euro", formulierte Bayer-Sportchef Rudi Völler den klaren Auftrag an die Werkself für das Gruppenfinale am Dienstag beim portugiesischen Tabellenführer Benfica Lissabon (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im Sportradio SPORT1.fm).

Platz zwei als vermeintlicher Fluch

Dabei sind die eine Million Euro, die ein Sieg zusätzlich in die Kassen spülen würde, nach dem vorzeitigen Achtelfinaleinzug aus Bayer-Sicht zweitrangig.

"In der vergangenen Saison sind alle Gruppenzweiten im Achtelfinale gescheitert. Das zeigt, wie wertvoll ein erster Platz sein kann, der mit einem eventuell leichteren Gegner im Achtelfinale und Heimrecht im zweiten Spiel verbunden ist. Wir haben jetzt noch einen Matchball, und den wollen wir mit aller Macht nutzen", betonte Geschäftsführer Michael Schade.

Wir wollen alle Spaß und Freude haben, werden die Aufgabe aber mit dem nötigen Ernst angehen", sagte Trainer Roger Schmidt auf der Pressekonferenz am Montagabend.

Rolfes' Abschiedstour beginnt

In der portugiesischen Hauptstadt muss Bayer auf Vize-Kapitän Lars Bender verzichten, dem am Samstag in München bei der 0:1-Niederlage gegen Bayern München erneut eine Bauchmuskelblessur zu schaffen machte.

Mit Blick auf das brisante Spitzenspiel am kommenden Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach verzichtete Schmidt auf den Nationalspieler.

Für den 25-Jährigen wird Kapitän Simon Rolfes in der Startelf stehen, der am Wochenende überraschend seinen Rücktritt vom Profifußball zum Saisonende angekündigt hatte.

Bayer muss den Hebel umlegen

Zuvor will Rolfes aber mit Bayer, das bereits am Sonntag von München aus nach Lissabon geflogen ist, noch einmal in der Königsklasse für Furore sorgen.

"Wir wollen Gruppenerster bleiben und dann mal schauen, was kommt", sagte der 32-Jährige augenzwinkernd.

Damit der letzte Betriebsausflug in diesem Jahr erfolgreich endet, muss Bayer aber im Gegensatz zur 0:1-Pleite gegen Monaco im vorletzten Gruppenspiel und der Niederlage bei den Bayern einen entscheidenden Hebel umlegen.

"Was wir in Lissabon anders machen müssen? Das Tor machen", sagte Ömer Toprak trocken und brachte es damit auf den Punkt.

Trainer Schmidt ist gewarnt

Das weiß auch sein Coach, der allerdings durch die beiden 0:1-Niederlagen gegen Monaco gewarnt ist.

Schmidt lässt sich nicht vom 3:1 im Hinspiel gegen das Gruppenschlusslicht aus Portugal blenden, denn Benfica gewann seine letzten sechs Heimspiele bei nur zwei Gegentoren.

"Wir wollen natürlich den zweiten Matchball verwandeln, aber im Fußball ist alles möglich", sagte Schmidt.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Benfica: Julio Cesar - Maxi Pereira, Benito, Jardel, Andre Almeida - Cristante - Perez, Talisca - Lima - Salvio, Gaitan
Leverkusen: Leno - Jedvaj, Toprak, Spahic, Wendell - Rolfes, Castro - Bellarabi, Calhanoglu, Son - Kießling

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