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Klaas-Jan Huntelaar-FC Schalke 04-Frust
Klaas-Jan Huntelaar nimmt fürs Achtelfinale den FC Barcelona ins Visier © getty

München - Klaas-Jan Huntelaar geht nach dem Achtelfinal-Einzug schon wieder auf die Jagd. In der Schalker Kabine herrscht Uneinigkeit.

Schalke 04 mischt im Millionenspiel weiter mit und erreicht als vierter Bundesligist das Achtelfinale der Champions League.

Die Königsblauen setzten sich im Gruppenfinale beim NK Maribor dank eines Treffers von Joker Max Meyer (62.) 1:0 durch und kamen damit auch aufgrund der Hilfe des FC Chelsea (3:1 gegen Sporting Lissabon) als Gruppenzweiter weiter (DATENCENTER: Champions League).

In der Halbzeit herrschte offenbar Uneinigkeit darüber, ob sich die Spieler über den Zwischenstand des Parallelspiels informieren wollen.

Der FC Bayern München beendete die Gruppenphase beim Startelf-Comeback von Bastian Schweinsteiger derweil mit einem 3:0 gegen ZSKA Moskau. Thomas Müller, Sebastian Rode und Mario Götze erzielten die Treffer. Die Münchner standen bereits vor der Begegnung als Gruppensieger fest.

SPORT1 hat die Stimmen von "Sky", dem "ZDF" und von der Pressekonferenz:

Benedikt Höwedes (Kapitän FC Schalke 04):

zum Spiel:

"Es war klar, dass das ein Geduldspiel werden würde und dass Maribor nur auf Konter lauern würde. Dafür haben wir das sehr gut gemacht. Wir haben nicht viele große Chancen zugelassen. Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Möglichkeiten. Max (Meyer, Anm. d. Red.) hat das gut gemacht. Ich glaube, es ist absolut verdient, dass wir den Platz als Sieger verlassen haben. Jetzt können nur noch starke Gegner auf uns treffen - Real Madrid, es wäre schön, wenn wir so jemand aus dem Weg gehen könnten."

zum Parallelspiel in der Gruppe:

"Ich war zu keinem Zeitpunkt über den Spielstand bei Chelsea informiert. In der Halbzeit wurde es kurz gesagt, aber das haben nicht alle gehört."

Dennis Aogo (FC Schalke 04): "Wir haben in der Halbzeit natürlich das Ergebnis von Chelsea mitbekommen. Ich habe es mitbekommen, ich habe natürlich gefragt. Es war ein gefährliches Spiel. Man musste immer aufpassen, nicht zu sehr aufzumachen, weil wir mit einem Gegentor völlig raus gewesen wären. Deshalb waren wir natürlich überglücklich, als wir das 1:0 gemacht haben und haben das irgendwie über die Zeit gerettet. Wir haben in den vergangenen Spielen gezeigt, dass wir in der Defensive sehr gut stehen. Das war auch heute unser Plan. Wir wussten, dass wir hinten raus unsere Chancen bekommen würden, je länger das Spiel 0:0 steht."

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04): "Wir haben es taktisch super gemacht und das war heute der Schlüssel, um erfolgreich zu sein."

zum möglichen Achtelfinal-Gegner:

"In Barcelona ist es wärmer als in Slowenien, von daher nehmen wir das."

Max Meyer (FC Schalke 04): "Erst hatte ich eine Chance, die geblockt wurde, beim zweiten Mal war der Ball dann drin. Das kann man nicht planen. Die Champions League ist keine Kirmes-Veranstaltung. Es war auch nicht einfach, hier in Maribor zu gewinnen. Es war einfach wichtig, dass wir weitergekommen sind."

Horst Heldt (Sportvorstand FC Schalke 04): "In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften versucht, nicht in Rückstand zu geraten. Man kann nicht einschreiten, deshalb ist es unangenehm, oben zu sitzen und nichts machen zu können. Und die Uhr läuft dann auch nicht so richtig runter, wie man sich das vorstellt. Wir haben es zum dritten Mal in Folge ins Achtelfinale geschafft und das haben wir auch vorher als Ziel ausgegeben. Das Leben wäre tatsächlich auch weitergegangen, wenn wir ausgeschieden wären, aber wir wollten es und wir haben es geschafft."

Roberto Di Matteo (Trainer FC Schalke 04): "Es war ein hochverdienter Sieg für uns. Es war wichtig für die Evolution dieser Mannschaft, dass wir weiterkommen. Wir wussten, dass wir in der ersten Halbzeit das Spiel wahrscheinlich nicht entscheiden werden und dass es bis zur letzten Minute gehen würde. Max hat das super gemacht, als er reingekommen ist. Ich habe immer gesagt, dass man aus einer guten Organisation nach vorne spielen kann. Das haben wir in den letzten Spielen gezeigt. Wir haben wieder kein Gegentor bekommen, das gibt der Mannschaft natürlich auch Selbstbewusstsein. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München): "Ich habe mich sehr gefreut, zum ersten Mal seit Mai wieder von Anfang an zu spielen. Die Verletzung hat mich natürlich zurückgeworfen, aber ich bin froh, dass ich noch Fußball spielen kann. Ich habe mich gut gefühlt und die Mannschaft hat gut funktioniert. Dann wird es für einen einzelnen Spieler leicht."

Sebastian Rode (FC Bayern München): "Thomas Müller hat schon auf dem Platz gesagt: Irgendetwas stimmt da nicht, dass immer Bastian Schweinsteiger die Vorlagen gibt und ich dann das Tor mache. Wir gehen in jedes Spiel so rein, dass wir gewinnen wollen. Wir wollen die aktive Mannschaft sein. Moskau hatte die Chance zum Weiterkommen, sie haben hier aber sehr destruktiv gespielt. Am Ende haben wir dann ganz verdient gewonnen."

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Wir haben mit großer Seriosität gespielt. Alle haben es gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit Bastis Leistung. Ich bin sehr stolz auf den gesamten Kader. Wir haben in der Champions League nur ein Spiel verloren. Wir waren in jedem Spiel besser als unser Gegner."

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