Video

Dortmund - Nach dem Achtelfinal-Aus gegen Juventus Turin geht BVB-Kapitän Mats Hummels mit seinem Team hart ins Gericht. Auch Trainer Jürgen Klopp ist frustriert. Die Stimmen.

Vorne harmlos, hinten anfällig: Borussia Dortmund hat im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin deutlich den Kürzeren gezogen.

Bei der 0:3-Heimniederlage präsentierte sich der BVB nicht in der Verfassung, um das 1:2 von vor zwei Wochen noch umzubiegen. Den ersten Torschuss gab das Team von Trainer Jürgen Klopp erst in der 63. Minute ab. Nach dem Schlusspfiff zeigten sich die Spieler wie auch der Coach entsprechend ernüchtert.

Beim 1:0 des FC Barcelona über Manchester City avancierte Marc-Andre ter Stegen derweil zum Helden. Der Keeper wehrte einen Strafstoß ab und zog mit den Katalanen zum achten Mal in Folge ins Viertelfinale ein.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und ZDF zusammen.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Das war ein Spiel zum Vergessen. Das frühe Gegentor war das Schlimmste, was passieren konnte. Juve war nicht nur clever, sondern hat es auch fußballerisch richtig gut gemacht. Wir sind kaum zu Abschlüssen gekommen. Wir waren insgesamt ein bisschen zu zögerlich, das hat sich durch das Spiel gezogen. Wir sind immer dem Ball hinterher gelaufen. Dann hat man im Viertelfinale nichts verloren. Wir sind zu Recht rausgeflogen. Jetzt schauen wir uns das Ganze von zu Hause an."

Mats Hummels (Kapitän Borussia Dortmund): "In der ersten Halbzeit war es ganz okay. Die zweite Halbzeit war unterirdisch, wir hatten zehn, 15 unbedrängte Ballverluste. Das war eine ganz schwache Leistung, wir sind verdient rausgeflogen. Auch wenn jeder Schuss von denen ins Tor ging, kann man nicht davon sprechen, dass wir heute gleichwertig gewesen wären mit Juve. Das ist heute ein kleiner Niederschlag. Aber die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass Borussia Dortmund immer wieder gekommen ist. Ich hoffe, das gilt auch für die Champions League. Wir hatten in dieser Saison nicht die Verfassung, um in der Champions League etwas zu reißen."

Roman Weidenfeller (Torhüter Borussia Dortmund): "Damit können wir nicht zufrieden sein. Nach der Gruppenphase war auch in der Champions League ein Stück weit der Wurm drin. Es läuft einfach nicht mehr so zusammen, wie es vorher zusammengelaufen ist. Wir kamen auch nie in die Situationen, um schießen zu können. Und wer nicht schießt, der kann auch nicht treffen. Vor dem 0:1 habe ich den Ball nicht gesehen, und Tevez hat bekanntlich einen Riesenbumms. Ich habe den Ball nicht richtig gesehen. Aber es war auch ein Hammer, der hat genau gepasst. Juve hat absolute Topspieler. Wenn die die Möglichkeit bekommen, dann zappelt der Ball auch im Netz."

Kevin Kampl (Mittelfeldspieler Borussia Dortmund): "Nach dem 1:0 hat Juve das sehr gut gemacht. Das ist sehr schwer, gegen diese erfahrene Mannschaft zu spielen. Der letzte Pass kam nicht an. Wir haben zu wenig auf das Tor geschossen. In der einen oder anderen Situation hätten wir aus 25 Metern einfach mal drauf schießen müssen. Juventus ist so erfahren, dass sie jede Chance ausnutzen."

Massimiliano Allegri (Trainer Juventus Turin): "Wir wollten offensiv spielen, um die Borussia zu überraschen. Da hat es uns natürlich in die Karten gespielt, dass wir so früh in Führung gegangen sind."

Carlos Tevez (Stürmer Juventus Turin): "Die Mannschaft hat ein großes Spiel gespielt. Ich mache nur meine Arbeit. Die Mannschaft hat letztlich gewonnen. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg."

Stephan Lichtsteiner (Abwehrspieler Juventus Turin): "Leicht war es nicht. Es war ein großer Vorteil, dass wir nach drei Minuten das 1:0 schießen. Das hat uns natürlich sehr, sehr viel Selbstvertrauen gegeben und Dortmund in diesem Moment viel Vertrauen weggenommen. Wir wollten sofort hoch pressen, und wenn wir das nicht schaffen, sofort tief stehen und vor allem das Zentrum  zumachen. Das ist uns geglückt, und mit einem solchen Kunstschuss von Carlos ist natürlich alles einfacher."

Luis Enrique (Trainer FC Barcelona): "Es war ein Spiel mit vielen Chancen. Wir haben unser Ziel erreicht, haben gewonnen und sind in die nächste Runde eingezogen."

Manuel Pellegrini (Trainer Manchester City): "Wir hätten zwei Tore erzielen müssen und mussten deshalb auf Risiko spielen. Joe Hart hat uns glücklicherweise lange im Spiel gehalten, aber wir hatten auch unsere Chancen."

Marc-Andre ter Stegen (Torhüter FC Barcelona): "Es geht beim Elfmeter nur um den Schützen und mich. Für den Schützen ist es immer schwierig, aber heute hatte ich einfach das Glück. Ich bin froh, dass es so gelaufen ist. Wir haben ein tolles Spiel gemacht, das ist das Wichtigste. Sicherlich wären heute mehr Tore drin gewesen, aber Joe Hart hat ein wahnsinniges Spiel gemacht und überragend gehalten. Das war weltklasse."

Joe Hart (Torhüter Manchester City): "Wir sind jetzt zwei Mal in Folge gegen Barcelona ausgeschieden. Wenn man etwas erreichen will in diesem Wettbewerb, muss man solch große Mannschaften einfach mal schlagen."

Ivan Rakitic (Mittelfeldspieler FC Barcelona): "Joe Hart hat ein großartiges Spiel gemacht, aber wir waren auch gut und haben verdient gewonnen."

Audio
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel