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München - Nach dem bitteren Ausscheiden bei Atletico Madrid äußern sich die Leverkusener Spieler selbstkritisch. Roger Schmidt macht für das Aus auch die Atmosphäre verantwortlich. Die Stimmen.

Am Ende musste das Nervenspiel entscheiden.

Und die Spieler von Bayer Leverkusen hatten im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League nicht so starke Nerven wie die von Atletico Madrid.

Zur tragischen Figur wurde auch Stefan Kießling, der den letzten Elfmeter für Bayer verschoss und damit das Aus besiegelte.

Zuvor schon war Hakan Calhanoglu gescheitert, schwach und unpräzise schoss er den Ball Atletico-Torwart Jan Oblak praktisch in die Hände

Nach dem bitteren Aus zeigten sich die Leverkusener enttäuscht und suchten nach Gründen für die Niederlage. Auch die beiden deutschen Legionäre Per Mertesacker und Mesut Özil sind mit dem FC Arsenal unglücklich.

SPORT1 fasst die Stimmen bei Sky zusammen.

Simon Rolfes (Kapitän Bayer Leverkusen):

"Es ist immer bitter, wenn man im Elfmeterschießen ausscheidet. Madrid war die gesamte Partie die aktivere Mannschaft, das hat sich dann auch im Elfmeterschießen gezeigt. Wir sind nicht selbstbewusst genug aufgetreten, haben zu wenig aus unserem Ballbesitz gemacht. So ist Fußball: Es gibt immer wieder Enttäuschungen, aber wir müssen jetzt aufstehen."

Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen):

"Man hat gesehen, dass einige traurig waren und nachgedacht haben. Aber wir haben viel getan, kassieren dann ein Scheißtor, das eigentlich nicht fallen darf. Im Elfmeterschießen ist es dann 50:50. Da haben wir leider verloren. Wir wussten, dass sie nur auf die zweiten Bälle gehen und ein Foul ziehen wollten. Es war nicht auf dem Niveau, wie es vorher erwartet wurde. Trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit unsere Möglichkeiten gehabt. Wenn wir davon ein Tor machen, sieht es ganz anders aus. Der Mut hat uns gefehlt, wir haben uns auch ein bisschen einschränken lassen von den Fans, von dem aggressiven Dasein von Atletico. Wir waren zwar darauf vorbereitet, aber manchmal hat man solche Spiele, in denen nichts nach vorne klappt. Aber dann musst du auch aus dem Nichts ein Tor machen."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen):

"Klar hat es ein bisschen mit den Nerven zu tun, wenn man im Elfmeterschießen ausscheidet. Sicherlich ist es einfacher, wenn das Elfmeterschießen im eigenen Stadion stattgefunden hätte. So haben die Pfiffe meine Spieler vielleicht etwas verunsichert. Hakan sollte seinen Fehlschuss schnell abhaken. Die Mannschaft hat einen großartigen Kampf abgeliefert."

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen):

"Wenn du nach einem Elfmeterschießen der Verlierer bist, ist es sehr, sehr bitter. Klar ist es ein Lotteriespiel, es war ein harter Kampf über 120 Minuten. Da ist es normal, dass die Beine etwas schwer sind. Und dann ist es nicht so einfach, Madrid hat ja auch nicht alle reingeschossen. Calhanoglu ist normalerweise ein sicherer Schütze, der den Torhüter ausguckt. Diesmal hat es nicht geklappt. Wir waren in der Vorwärtsbewegung leider nicht so stark, wir hatten kaum Torchancen. Dann versuchst du dich natürlich, ins Elfmeterschießen zu retten. Da war ich eigentlich sehr optimistisch, weil wir das in dieser Saison schon zweimal im Pokal geschafft haben. Wir haben einen Elfmeter zu viel verschossen, das hat mit einer Reifeprüfung überhaupt nichts zu tun, das ist völliger Schwachsinn." 

Mario Suarez (Atletico Madrid):

"Wir sind wahnsinnig müde, aber wir haben sehr gute Arbeit geleistet. Für uns ist der Trainer ein Idol. Wir hoffen, dass er weiter mit uns arbeitet."

Per Mertesacker (FC Arsenal):

"Die insgesamt bessere Mannschaft ist weiter. Sie haben es aufgrund des Hinspiels verdient. Aber wir haben alles versucht."

Mesut Özil (FC Arsenal):

"Es ist so hart, aus der Champions League auszuscheiden, nach so einem Resultat und so einem Spiel."

Dimitar Berbatow (AS Monaco):

"Das war Fußball pur. Es war extrem spannend, und wir haben das als Mannschaft klasse verteidigt. Aufgrund des Hinspiels ziehen wir verdient ins Viertelfinale ein."

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