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Porto und München - Der Trainer des FC Bayern äußert höchsten Respekt vor Gegner Porto und analysiert deren Spielweise. Bei Lahm legt er sich fest, Erinnerungen an 1987 gibt es kaum.

Pep Guardiola blickte immer wieder zu Frederike.

Auch bei der Übersetzerin fürs Porugiesische sollten seine Worte ganz genau ankommen, da wollte der Trainer des FC Bayern München ganz sicher gehen.

Er hatte schließlich einiges zu sagen vor dem Viertelfinale in der Champions League (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVETICKER und im Sportradio SPORT1.fm) beim FC Porto. Eindringliche Warnungen vor allem.

"Die individuelle Qualität von Porto ist sehr hoch. Deswegen brauchen wir eine richtig gute Leistung", sagte Guardiola auf der Pressekonferenz am Dienstag. "Wir brauchen zwei sehr gute Spiele, um weiterzukommen."

Und weiter: "Sie wollen unbedingt den Ball. Sie haben viel Qualität. Sie machen ein gutes Angriffspressing. Sie sind keine Kontermannschaft. Sie wollen selbst unbedingt spielen", so Guardiolas Analyse zur Spielweise des FC Porto.

Verletzte kein Thema mehr

Gleichzeitig legte sich Guardiola fest, Philipp Lahm werde in Porto wieder im zentralen defensiven Mittelfeld auflaufen.

Zu den Verletzungsproblemen und dem Fehlen von Arjen Robben, Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger und David Alaba wollte sich der Coach dagegen nicht mehr äußern.

"Die Spieler, die hier sind, können spielen, die, die in München sind, nicht. Schauen Sie auf die Liste", kommentierte Guardiola eine Nachfrage zu Bayerns Ausfällen.

Die Liste derer, die nicht auflaufen können, wird möglicherweise noch länger: Stürmer Claudio Pizarro fehlte im Abschlusstraining mit muskulären Problemen. Sein Einsatz: fraglich.

Müller kennt Madjers Hackentor nicht

Wie Guardiola konnte auch Torhüter Manuel Neuer konnte detailliert auf Portos Stars eingehen, lobte den ballfertigen Altstar Ricardo Quaresma und berichtete über den Außenverteidiger Danilo: "Er geht mit nach vorne, bei Standards müssen wir gut aufpassen."

Erinnerungen an das verlorene Finale im Pokal der Landesmeister 1987 (1:2 gegen Porto in Wien) beschäftigen die Bayern dagegen vorab überhaupt nicht. "Die meisten Spieler waren damals noch gar nicht auf der Welt", erklärte Guardiola - und Thomas Müller, Jahrgang 1989, ergänzte: "Ich habe da gar nichts mitbekommen. Dass wir 1:2 verloren haben, weiß ich gerade noch."

Das legendäre Hackentor von Rabah Madjer "kenne ich ehrlich gesagt gar nicht", räumte Müller ein.

Auf SPORT1-Nachfrage kündigte er stattdessen an, seinen von der WM geerbten Ruf als "Portugalschreck" verteidigen zu wollen: "Das ist ein Ruf, den man aufrecht erhalten will und das ist auch mein Ziel am Mittwochabend."

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