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Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München stellt sich der Presse
Karl-Heinz Rummenigge ist seit 2002 Vorstandsvorsitzender des FC Bayern © Getty Images

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge findet das Disziplinarverfahren gegen Pep Guardiola falsch - glaubt allerdings nicht an ein allzu hartes Urteil.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München kritisiert die Europäische Fußball-Union (UEFA) wegen ihrer Ermittlungen gegen Trainer Pep Guardiola.

"Ich glaube, man hätte besser die Kirche im Dorf gelassen", sagte er am Donnerstag in München.

Der Verband wirft Guardiola unsportliches Verhalten vor, weil er auf der Pressekonferenz vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Porto (6:1) ein T-Shirt mit der Aufschrift "#JusticiaParaTopo" trug.

Pep Guardiola trug ein Shirt mit der Aufschrift: "#JusticiaParaTopo"
Pep Guardiola trug ein Shirt mit der Aufschrift: "#JusticiaParaTopo" © Twitter @fcbayern

Guardiola wollte mit der Botschaft an den bei der WM in Brasilien unter ungeklärten Umständen verstorbenen argentinischen Journalisten Jorge Lopez erinnern.

Die UEFA sah darin einen Verstoß gegen Artikel 11, Absatz 2 ihres Verhaltenskodexes. Danach sind "Bekundungen nichtsportlicher Art im Rahmen von UEFA-Veranstaltungen" verboten. Guardiola habe "eine Sportveranstaltung für eine sportfremde Manifestation" genutzt, hieß es.

"So sind leider die Statuten", sagte Rummenigge, der an eine milde Strafe glaubt: "Ich höre, dass man das bei der UEFA mittlerweile etwas gelassener sieht."

Der Fall wird am 21. Mai von der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA behandelt.

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