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München - Für Pep Guardiola ist das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Barcelona etwas ganz Besonderes. Sammer hatte es im Gefühl, Neuer erinnert an 2013. Reaktionen zur Auslosung.

Der FC Bayern trifft im Halbfinale Champions League auf den FC Barcelona.

Und als eine der ersten Reaktionen hat Trainer Pep Guardiola seine Tochter über das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub informiert. "Ich habe mit meiner Tochter vereinbart, dass ich ihr eine SMS schicke und ihr mitteile, wer der Gegner ist", sagte Guardiola auf SPORT1-Nachfrage.

Die Bayern treten am 6. Mai zunächst auswärts bei dem Team an, mit dem ihr Trainer zweimal die Champions League gewann. Das Rückspiel findet am 12. Mai in München statt. Im zweiten Halbfinale hat Real Madrid gegen Juventus Turin zunächst Heimrecht.

SPORT1 fasst die Reaktionen zur Auslosung zusammen:

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Ich kehre zurück nach Hause. Das ist natürlich speziell. Alles andere wäre gelogen. Barcelona ist eine Top-Mannschaft. Wir müssen zwei Mal so spielen wie gegen Porto. Thiago allein kann das Duell für uns nicht gewinnen. Wir brauchen die ganze Mannschaft. Luis Enrique hat eine große Qualität als Trainer. Ich bin nicht überrascht, dass er es geschafft hat. Er verdient den Erfolg. Er ist ein Supertyp und ein Supermensch."

Matthias Sammer (Vorstand Sport FC Bayern): "Irgendwie hatte ich das schon im Gefühl. Diese Geschichten schreibt nur der Fußball. Ich freue mich darauf. Barcelona haben wir zu akzeptieren und zu respektieren. Die Chancen stehen 50:50. Was gibt es Schöneres im Fußball als solch große Spiele? Wir müssen uns nicht verstecken. Entscheidend ist immer noch, dass die Spieler auf dem Feld das Spiel prägen. Sie werden trainiert von zwei großartigen Trainern. Aber die spielen nicht mit."

Luis Enrique (Trainer FC Barcelona): "Das werden besondere Spiele gegen die Bayern. Es ist das erste Mal, dass ich auf Guardiola treffe und er auf den Verein. Man weiß vorher nie, ob es besser ist, sich in einer oder zwei Partien gegenüberzustehen. Wir haben zehn Spiele in der Champions League gespielt und neun gewonnen. Wir wollen beide Spiele, zu Hause und auswärts, gewinnen."

Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern): "Das ist eine schwierige Aufgabe, aber zum Glück haben wir das Rückspiel zuhause. Das könnte ein Vorteil sein. Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die Fußball spielen wollen. Barcelona ist momentan sehr gut drauf. Ich sehe die Chancen bei 50:50."

Juan Bernat (FC Bayern): "Ein sehr schönes Los. Wir treffen da auf ein sehr großes Team mit einer der besten Angriffsreihen Europas. Wir haben nach dem 6:1 im Rückspiel gegen Porto großes Vertrauen in uns und werden alles daran setzen, nach Berlin ins Finale zu kommen."

Thiago (FC Bayern): "Jeder andere Gegner wäre auch sehr schwer gewesen, es ist aber eine Ehre im Camp Nou zu spielen. Wir werden alles daran setzen, um weiterzukommen und in Berlin um die Krone Europas zu spielen."

Für Thiago, der 2013 vom FC Barcelona zu den Bayern wechselte, ist es neben dem Wiedersehen mit seinem Ex-Verein auch ein Aufeinandertreffen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Rafinha, der bei Barca im Mittelfeld spielt. Beide verfolgten die Auslosung gemeinsam:

Manuel Neuer (Torwart FC Bayern): "Es war klar, dass wir einen großen Gegner bekommen. Im Halbfinale gibt's keine leichten Kontrahenten mehr, jetzt geht's zur Sache. Auch wenn wir im Halbfinale 2013 gute Erfahrungen mit dem FC Barcelona gemacht haben und zweimal klar gewinnen konnten, so werden doch jetzt die Karten wieder neu gemischt und wir benötigen schon zwei Tages-Topformen, um ins Endspiel zu kommen."

Franz Beckenbauer (Ehrenpräsident FC Bayern, bei Sky): "Ich halte den FC Barcelona von seiner Kompaktheit her für den schwersten Gegner. Er ist der Favorit. Ein kleiner Vorteil für die Bayern ist sicherlich, dass das Rückspiel in München stattfindet."

Paul Breitner (Markenbotschafter FC Bayern, bei Sky): "Es wäre unfair zu sagen, Real und Juve wären leichter gewesen. Wir wissen, dass wir im Halbfinale die Leistung der ersten Halbzeit vom Viertelfinal-Rückspiel gegen Porto in beiden Spielen abrufen müssen. Pep Guardiola wird schlicht und einfach mit dem FC Bayern gewinnen wollen. Bis zu den Spielen wird Pep genügend Zeit haben, die Emotionen zu verdrängen."

Jordi Mestre (Vizepräsident FC Barcelona): "Die Auslosung war keine Überraschung, aber die Bayern und die Tatsache, dass wir das Hinspiel zu Hause bestreiten, machen es richtig schwierig. Wir kennen Pep Guardiola gut, Luis Enrique und er kennen sich gut, was das Duell noch attraktiver macht. Guardiola hat uns als Trainer viel gegeben. Wenn er ins Camp Nou kommt, wird er so behandelt werden, wie er es verdient. Er ist ein großartiger Trainer und ein Barcelonista. Die Chancen stehen 50:50, die Bayern sind ein sehr harter Gegner."

Jean-Marie Pfaff (ehemaliger Torhüter des FC Bayern, bei SPORT1): "Das ist ein super Los, doch der FC Bayern kann es in zweimal 90 Minuten schaffen. Natürlich ist Barcelona ein großer Klub, aber wenn Bayern so spielt, wie sie jetzt gegen Porto gespielt haben, dann werden sie es schaffen. Vor allem wenn sie diese Konzentration und diesen Glauben haben. Bayern hat den besten Torwart der Welt, Manuel Neuer, und eine gute Abwehr. Bayern ist aus meiner Sicht kompletter als Barcelona."

Felix Neureuther (Skifahrer): "Barcelona habe ich mir nicht gewünscht. Real wäre besser gewesen. Suarez, Messi und Neymar sind derzeit in Superform. Aber es ist auf alle Fälle machbar. Ich glaube, dass Barca sogar noch mehr Angst hat vor Bayern als andersrum."

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