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Thiago ist seit seiner Rückkehr gleich wieder einer der Besten beim FC Bayern © SPORT1/Getty Images

Der FC Bayern kann gelassen auf die Auslosung blicken. Ein Duell mit Barca wäre am reizvollsten - auch reizvoller als ein Finale gegen Guardiolas Ex-Team.

So schnell kann ein Spiel alles ändern. Bis Dienstag hatte der FC Bayern in der Rückrunde noch kein wirklich überzeugendes Spiel auf höchstem Niveau gezeigt.

Entsprechend groß war bis in höchste Vereinskreise die Skepsis vor dem Rückspiel gegen Porto. Dann reichte eine Weltklasse-Halbzeit, um die Stimmung komplett zu drehen.

Nach der 6:1-Gala ist die Truppe von Pep Guardiola plötzlich wieder Favorit auf den Champions-League-Titel - zusammen mit dem seit Wochen überzeugenden FC Barcelona.

Dagegen gehen Real Madrid und Juventus Turin nach ihren höchst mühevollen und wenig ansehnlichen Erfolgen im Viertelfinale nur als Außenseiter in die Runde der besten Vier.

Nimmt man die Leistungsexplosion gegen Porto und die baldige Rückkehr zahlreicher Leistungsträger als Maßstab, kann der FC Bayern der Auslosung am Freitagmittag in Nyon gelassen entgegenblicken.

Einerseits, weil mit dem Halbfinal-Einzug und der sicheren Meisterschaft schon die wichtigsten Ziele erreicht worden sind. Andererseits, weil Juve und Real zumindest in der Verfassung vom Mittwoch keine große Gefahr für die Münchner darstellen.

Fast noch reizvoller als eine Revanche gegen die Königlichen für das demütigende K.o. im letzten Jahr wäre aber ein Duell mit dem FC Barcelona. Und das nicht nur wegen des Wiedersehens von Guardiola und Thiago mit ihrer alten Liebe.

Sondern, weil die Bayern zeigen könnten, ob sie tatsächlich besser als Barca sind. In zwei Spielen ist das schwieriger und ehrlicher als nur in einem Finale, wo auch schon mal das glücklichere Team gewinnt.

In jedem Fall ist es aus Sicht der Bayern ein gutes Zeichen, dass sie vor keinem Gegner Angst haben müssen - eher umgekehrt.

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