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Barcelona - Die Ausrichtung des FC Bayern wird der Schlüssel, um die geballte Offensivkraft des FC Barcelona zu stoppen. Die Taktik von Juventus Turin könnte dabei als Vorbild dienen.

Spielen wie die Italiener - das könnte die Marschroute für den FC Bayern in Barcelona sein.

Juventus Turin lieferte bei seinem 2:1-Sieg über Real Madrid Anschauungsmaterial auf höchstem Niveau, das die Bayern für ihren Showdown beim FC Barcelona (Mittwoch, ab 20.15 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) nutzen könnten.

Dabei kauften die Italiener dem Favoriten keineswegs defensiv, sondern mit der Flucht nach vorne den Schneid ab.

Mittelfeld-Quartett als Schlüssel

So könnte es auch für Bayern im Camp Nou klappen.

Mit Xabi Alonso, Thiago, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm verfügt der alte und neue Deutsche Meister nach wie vor über ein ebenso aggressives wie ballsicheres Mittelfeldherz - Ausfälle hin oder her.

Vorne heißen die Stürmer immer noch Thomas Müller, die Unberechenbarkeit in Person, und Robert Lewandowski, auch wenn sich dessen Einsatz erst kurzfristig entscheidet.

So werden die Bayern wohl im Camp Nou starten © SPORT1

Barcelona früh zu schocken, würde die vor Spielbeginn klar verteilten Rollen ins Wanken bringen.

Pep Guardiola stieß ins selbe Horn. "Wir müssen probieren, anzugreifen. Wenn wir nur unser Tor verteidigen, werden wir uns nicht durchsetzen", sagte er. "Es wird nicht reichen, nur beim Rückspiel in München anzugreifen. Ich will gewinnen!"

Experten raten zur Fünferkette

Zahlreiche Experten raten Trainer Pep Guardiola dagegen zu einer defensiven Ausrichtung. Thomas Strunz favorisiert gar eine Fünferkette mit Xabi Alonso im Zentrum.

Aber Guardiola wäre nicht Guardiola, wenn er für dieses spezielle Spiel nicht einen speziellen Plan ausgetüftelt hätte.

Als Beispiel für die andere Richtung dient der 1:0-Sieg der Münchner in Dortmund. Auch damals passte sich Guardiola den Gegebenheiten an und mauerte sich mit einer noch viel dünneren Personaldecke zum Erfolg, überließ dem in diesem Jahr offensiv oft ideenlosen BVB den Ball.

Wer verteidigt gegen Messi?

Klar ist aber auch, dass eine Juventus-ähnliche Taktik gewisse Risiken bergen würde. Platz zum Kontern für Messi, Suarez und Neymar endet meist mit Gegentoren.

Dabei ist noch nicht einmal klar, wer auf Messi treffen wird. Rafinha oder Benatia - einer wird den Argentinier auf der linken Defensivseite in Empfang nehmen.

Doch wie Messis ehemaliger Lehrmeister Guardiola selbst sagte: "Es gibt keinen Trainer oder kein Defensivsystem, das Messi stoppen kann. Solch ein Talent ist nicht zu stoppen."

Barcelona mag offensiv übermächtig sein, gerade wegen Messi. Doch Barcelona ist wie Real hinten verwundbar. Spanien-Experte Bodo Illgner machte bei SPORT1 Gerard Piqué und Daniel Alves als Schwachpunkte aus. Diese gilt es möglichst früh zu nutzen.

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