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Madrid - Real Madrid droht der nächste Titelträger zu werden, der seinen Triumph nicht wiederholen kann. Für Coach Ancelotti, der auch die Meisterschaft verspielt hat, geht es gegen Juve um alles.

21 Jahre, 21 Fehlversuche.

Der Traum aller europäischen Top-Klubs, einen Champions-League-Titel zu verteidigen, bleibt wohl auch in der 22. Auflage des prestigeträchtigsten Klubwettbewerbs der Welt ein Traum.

Vorjahressieger Real Madrid ist nach dem blutleeren Auftritt und der verdienten 1:2-Pleite bei Juventus Turin auf dem besten Weg, der 22. Champion zu sein, der seinen Titel prompt wieder verliert. Und nicht nur diesen - es droht eine Saison ohne Titel. Und Carlo Ancelotti, im Vorjahr noch der große Triumphator der "Decima", das Aus. Das Rückspiel (Mittwoch, ab 20:15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im im LIVETICKER) entscheidet über seine Zukunft.

"Decima"-Bonus aufgebraucht

Im Vorjahr rettete der Final-Triumph über Atletico Ancelotti den Job. Wie so viele Real-Trainer vor ihm steht er weiterhin permanent in Frage. Nur bei Real reicht selbst der Champions-League-Titel manchmal nicht, Jupp Heynckes musste 1998 als König von Europa seinen Hut nehmen.

Das Selbstverständnis des Klubs schreit "Triple" oder zumindest "Double". Und eben auch, dass der Rekordchampion endlich auch den Fluch des Titelverteidigers bricht.

Meisterschaft verspielt

Die spanische Meisterschaft kann Ancelotti praktisch abschreiben. Durch das Remis gegen Valencia am Wochenende ist Erzrivale FC Barcelona der Titel kaum mehr zu nehmen.

Dabei hatte Ancelotti alles versucht, brachte bis auf die Außenverteidiger Marcelo und Daniel Carvajal seine erste Kapelle. Vergeblich.

Gegner Juventus, in Italien längst unangefochtener "Scudetto"-Sieger, schonte derweil neun Stammkräfte. Carlos Tevez und Andrea Pirlo sahen von der Tribüne aus, wie Mittelfeld-Juwel Paul Pogba sein Comeback mit einem Tor krönte. Der Franzose hat gute Chancen auf einen Startelfeinsatz in Madrid.

Die Hoffnung heißt BBC

Auch bei den "Blancos" ruhen die Hoffnungen auf einem Rückkehrer aus Frankreich.

Der zuletzt verletzte Karim Benzema wird laut Ancelotti auflaufen können und die "BBC", Reals offensive Star-Formation um Weltfußballer Cristiano Ronaldo und Gareth Bale, wieder "so, wie nur er es kann" (Marca), vereinen.

Auch Weltmeister Toni Kroos, gegen Valencia noch angeschlagen ausgewechselt, gab Entwarnung. Doch weder Kroos, noch Benzema können die Lücke füllen, die der verletzte Stratege Luka Modric im Mittelfeld hinterlassen hat. Genausowenig Abwehrrecke Sergio Ramos, der in Turin auf dieser Position unterging.

Kommt Klopp?

Zuletzt schied Real sieben Mal in Folge in der K.o.-Phase gegen italienische Klubs aus. Ergeht es Ancelotti gegen seinen Ex-Klub genauso, darf es im nächsten Jahr wohl ein anderer versuchen, die unermüdliche Titelgier Reals zu sättigen.

Auf dem Markt wäre zum Beispiel Jürgen Klopp.

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