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Ajax v Rapid Vienna - UEFA Champions League: Third Qualifying Round 2nd Leg
Christopher Dibon (l.) und Mario Sonnleitner (r) feiern das Weiterkommen Rapid Wiens © Getty Images

Der österreichische Vize-Meister entscheidet ein spannende Begegnung gegen den niederländischen Topklub für sich. Auch Monaco setzt sich durch, in Molde wird es turbulent.

Tausende Fans am Flughafen Wien-Schwechat sangen um halb drei Uhr in der Nacht selig "Rapid Wien, Lebenssinn", und die zurückgekehrten Helden von Amsterdam schwärmten siegestrunken von ihrer "Sternstunde": Nach dem Einzug in die Playoffs zur Champions League mit dem 3:2 (2:0)-Erfolg beim viermaligen Sieger Ajax Amsterdam tobte in Wien der "Wahnsinn in Grün-Weiß" (Kronen-Zeitung).

"Es wird noch ein, zwei Nächte dauern, das zu realisieren", sagte Louis Schaub, der das "Wunder von Amsterdam" (Wiener Zeitung) mit seinen beiden Treffern (39., 77.) maßgeblich mitgestaltet hatte. "Wir haben Unglaubliches erreicht", fügte der erst 20-Jährige an, "viele haben uns das nicht zugetraut. Aber die Fans und wir selber haben an uns geglaubt."

"Eine teure Lektion"

Und wie! Nach dem 2:2 im Hinspiel wähnte sich Ajax bereits eine Runde weiter. Doch Rapid ging schnell durch Robert Beric (12.) und eben Schaub mit 2:0 in Führung und ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich durch die Tore von Arkadiusz Milik (52. ) sowie Nemanja Gudelj (75.) nicht beirren. "Das ganze Spiel war für uns ein Desaster, eine teure Lektion", sagte Ajax-Coach Frank de Boer.

Rapid mit dem deutschen Kapitän Steffen Hofmann (34) winkt nach der "Sternstunde" in der Amsterdam-Arena (Krone) nun ein Playoff-Duell mit Manchester United, dem FC Valencia oder Bayer Leverkusen.

Zudem hat der österreichische Rekordchampion bereits 5,7 Millionen Euro an Einnahmen sicher; bei einem Scheitern in den Playoffs zöge der Klub, der 1997 und 2006 in der Gruppenphase der Königsklasse antrat, in die Vorrunde der Europa League ein.

Fans und Profis träumen von mehr - zumal Trainer Zoran Barisic betonte, seine Jungs wüssten gar nicht, "wie gut sie sind. Es ist noch Luft nach oben."

Fernziel Gruppenphase

So viel, dass Rapid schaffen könnte, was Serienmeister RB Salzburg seit Jahren vergeblich versucht und zuletzt Lokalrivale Austria 2013 glückte - Österreich in der Vorrunde der Champions League zu vertreten. Salzburgs "Bullen" konnten am Mittwochabend aber gegen Malmö FF (Hinspiel 2:0) zumindest noch in die Playoffs nachziehen.

Der diesjährige Viertelfinalist Monaco ließ keine Zweifel an seiner Klasse und gewann am Dienstag gegen die Young Boys Bern 4:0. Bereits das Hinspiel hatten die Monegassen mit 3:1 für sich entschieden.

Drama pur in Norwegen

Nikosia, Meister Zyperns, reichte am Dienstag nach dem 2:1 im Hinspiel beim dänischen Meister FC Midtjylland ein 0:1 zu Hause, um es in die Playoffs am 18./19. und 25./26. August zu schaffen.

Das turbulenteste Spiel erlebten jedoch die Zuschauer in Norwegen. Der Landesmeister Molde FK lag gegen Zagreb nach dem 1:1 im Hinspiel 0:3 zurück, verschoss zwei Elfmeter, glich zum 3:3 aus und hatte aufgrund der Auswärtstoreregel doch das Nachsehen.

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