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München - Bayerns Coach vermeidet vor dem Champions-League-Spiel beim FC Arsenal (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) ein Bekenntnis. Vorstandsboss Rummenigge kündigt klärende Gespräche an.

Am Ende des Tages konnte sich Pep Guardiola nicht zu einem klaren Bekenntnis durchringen.

Auf die SPORT1-Nachfrage zu seiner möglichen Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages antwortete der Trainer des FC Bayern vor der Aufgabe in der Königsklasse beim FC Arsenal (ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) mal wieder ausweichend.

"Der Verein weiß alles, wir sprechen, aber wir sind hier, um Champions League zu spielen", sagte Guardiola auf der Pressekonferenz in London: "Das Thema ist das Spiel. Wir sind hier, um zu gewinnen."

Rummenigge bleibt optimistisch

Mit einem Erfolg in London würden die Münchner ihre Serie auf 13 Pflichtspiel-Siege in Folge ausbauen. In der Bundesliga sind sie der Konkurrenz bereits weit einteilt, in der Königsklasse sieht es nach bislang zwei Siegen ebenfalls bestens aus.

Was den Bayern aber noch zu ihrem Glück fehlt, ist die Gewissheit über eine gemeinsame Zukunft.

"Wir sind durchaus optimistisch, dass Pep Guardiola am Ende des Tages in München bleibt", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Montag vor dem Abflug nach London.

Gespräch noch in diesem Jahr

"Es liegt viel pro Bayern München auf dem Tisch", ergänzte der 60-Jährige. "Aber es gibt wahrscheinlich auch andere Bräute, die gut aussehen." Dabei betonte Rummenigge, das Gespräch mit Guardiola werde "noch vor Jahresende geführt werden".

Gerüchte über Guardiolas Zukunft gibt es einige. Immer wieder wird der Katalane mit Manchester City in Verbindung gebracht, wo er im Sommer Manuel Pellegrini (Vertrag bis 2017) beerben könnte. Ganz nebenbei träfe er auf die Bosse Ferran Soriano und Txiki Begiristain, mit denen er schon beim FC Barcelona erfolgreich zusammengearbeitet hat.  

Rummenigge erklärte, er habe keine Kenntnis darüber, ob der FC Bayern Konkurrenten im Bemühen um Guardiolas Dienste habe. "Aber das interessiert mich auch nicht. Wir haben eine Saison zu spielen, und ich bin wie gesagt optimistisch, dass der Trainer am 1. Juli noch Pep Guardiola heißt. Ich glaube nicht, dass die Finanzen irgendeine Rolle spielen."

Guardiola nicht der Wenger-Typ

In London trifft Guardiola mit Arsene Wenger auf einen Trainer, der seit 19 Jahren die Geschicke des FC Arsenal leitet. Ganz gleich, wie viele Pokalsiege und Meisterschaften er mit den Gunners feierte: Er blieb dem Klub treu.

Er sei eine Ausnahme wie zuvor Sir Alex Ferguson, der sogar 27 Jahre für Manchester United tätig war. Wenger "ist auch Manager. Er hat das Spiel des Vereins verändert. Deshalb kann er eine längere Zeit bei einem Verein bleiben", sagt Guardiola.

Das respektiert der Katalane. Er selbst könne sich so etwas nicht vorstellen. "Ich bin mir sicher, 20 Jahre im gleichen Verein ist fast unmöglich", erklärte er. "Den Leuten wird es langweilig mit ihrem Trainer, also keine Chance."

Heißt das im Umkehrschluss, dass auch Rummenigge und Co. keine Chance haben?

Spätestens zum Jahresende werden die Bayern Gewissheit haben. Wenn sich Guardiola zu einer klaren Aussage durchringen muss.

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