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London - Jose Mourinho kämpft um seinen Job beim FC Chelsea. Vor dem Champions-League-Spiel gegen Kiew stärken ihm seine Spieler demonstrativ den Rücken.

Der "Silent One" hat seine Sprache wiedergefunden. Klar, Jose Mourinho und der FC Chelsea spielen am Mittwoch ja nicht in der Premier League – und in der Champions League sieht es für den Krisenklub ein wenig besser aus.

Mit vier Punkten belegt Chelsea in der Gruppe G zwar gerade Platz drei - doch mit einem Sieg im Duell gegen Dynamo Kiew am Mittwoch (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) würden die Londoner den Klub aus der Ukraine überholen.  "Ich denke, wir werden Erster in unserer Gruppe. Und wenn wir nicht Erster werden, dann werden wir Zweiter. Ich bin vollkommen überzeugt, dass wir uns qualifizieren werden", sagte Mourinho.

Mou will nicht zum "Gone One" werden

Ob er den Winter aber wirklich noch erlebt in London, hängt von den nächsten zwei Spielen ab. Mourinho braucht dringend Siege, um nicht zum "Gone One" zu werden.

Nach der 1:3-Niederlage gegen Liverpool mit Jürgen Klopp am vergangenen Samstag in der Liga hatte er in einem Fernsehinterview auf fast ein Dutzend Fragen des Journalisten die Antwort verweigert. "I have nothing zu say", war seine Standard-Replik auf so gut wie jede Frage. ´

Der "Special One" war zum "Silent One" geschrumpft. Am Dienstag bezog Mourinho endlich Stellung - natürlich in seiner ihm eigenen Art. "Ich versuche jeden Tag ein besserer Trainer zu werden. Ich analysiere jedes Detail meiner Arbeit", sagte der Portugiese. Deshalb sei er auch "a Good One".

Rückendeckung von der Mannschaft

Von seiner Mannschaft erhielt Mourinho, der zudem noch Ärger wegen des Rauswurfs der Teamärztin hat und von der Liga mal wieder für ein Spiel gesperrt wurde, demonstrativ Rückendeckung. "Es gibt vielleicht einige Personen, die von außen versuchen, den Verein zu destabilisieren", sagte Mittelfeldspieler Cesc Fabregas: "Aber ich glaube fest daran, dass wir zurück zu alter Stärke finden."

Über seinen Twitter-Account wehrte sich der spanische Nationalspieler außerdem gegen die Berichte mehrerer englischer Medien, die ihn als Anführer einer vermeintlichen Spieler-Revolte gegen Mourinho ausgemacht hatten. "Ich bin sehr glücklich bei Chelsea und habe ein ausgezeichnetes Verhältnis zum Teammanager", schrieb Fabregas. Die BBC hatte zuvor einen anonymen Chelsea-Spieler mit den Worten "Ich würde lieber verlieren, als für Mourinho zu gewinnen" zitiert.

Neben Fabregas schlugen sich auch weitere Akteure auf die Seite des streitbaren Portugiesen, der nach dem Absturz auf Platz 15 in der Premier League stark unter Druck steht. "Wir stehen voll und ganz hinter dem Trainer, daran gibt es keinen Zweifel", betonte der Brasilianer Willian und Jon Obi Mikel erklärte: "Wir geben 100 Prozent, wir spielen für den Trainer, wir stehen zu ihm." Und Kapitän John Terry ergänzte: "Er ist der beste Manager."

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