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Moderator Oliver Welke (l.) mit Rudi Völler (M.) und Oliver Kahn im ZDF-Studio
Moderator Oliver Welke (l.) mit Rudi Völler (M.) und Oliver Kahn im ZDF-Studio © ZDF

Nach dem Ausscheiden von Bayer Leverkusen sind sich Sportdirektor Rudi Völler und TV-Experte Oliver Kahn im ZDF-Studio nicht grün. Kahn kritisiert das Team, Völler stichelt.

Nach dem 1:1 von Bayer Leverkusen gegen den FC Barcelona und dem damit verbundenen Ausscheiden der Werkself aus der Königsklasse haben sich Bayer-Sportdirektor Rudi Völler und ZDF-Experte Oliver Kahn einen Disput geliefert.

Schon bevor Völler ins Studio kam, hatte Kahn den Gastgebern Emotionslosigkeit attestiert.

Seitenhieb gegen Kahn

Völler leistete sich dann in seiner ersten Analyse einen Seitenhieb auf den ehemaligen Welttorhüter Kahn. Mit Blick auf die vielen gehaltenen Bälle von Barca-Keeper Marc-Andre ter Stegen sagte der frühere Bundestrainer: "Olli kennt das: Dann wirst du auch noch permanent angeschossen als Torwart. Ohne dass du was dafür kannst."

Danach führte Kahn nochmal seinen Hauptkritikpunkt aus: Fehlende Emotionalität.

"Es ist schon wichtig, dass in solchen Phasen auch der ein oder andere dabei ist, der ein paar Impulse setzt, der auch den Funken nochmal zünden kann, das Publikum nochmal reinholt. Die Spielertypen sind alle sehr gleich. Das läuft alles so ab wie in so einem Uhrwerk", sagte der Ex-Bayern-Torwart.

"Nenene, das sehe ich komplett anders"

Danach ergab sich folgender Dialog zwischen Völler und Kahn:

Völler: "Das sehe ich komplett anders. Olli! Olli! Nenene, das sehe ich komplett anders. Wir haben alles dafür getan, dass wir das Spiel gewinnen. Wir haben 25 Torschüsse gehabt."

Kahn: "Das habe ich ja nicht bestritten."

Völler: "Aber Olli, wir sind doch nicht zu emotionslos gewesen. Das stimmt doch nicht."

Kahn: "Es gibt: 'Ich will ein Spiel gewinnen'. Und dann gibt es nochmal ein Stück darüber."

Völler: "Es hat einfach das Tor gefehlt. Wir haben das Tor nicht gemacht."

Kahn: "Aber Rudi! Wie oft passiert es denn bei Bayer Leverkusen - immer wieder im gleichen Rhythmus - dass ihr euch Torchancen um Torchancen herausspielt und trotzdem letztendlich scheitert."

Völler: "Aber das hat nichts mit Emotionen zu tun. Natürlich muss man vor dem Tor kaltblütiger sein. Aber das hat doch nichts mit Emotionslosigkeit zu tun."

Richtig einig wurden sich beide danach nicht mehr. Was auch damit zu tun hatte, dass die Sendezeit langsam zu neige ging. Eines kann man den beiden deutschen Fußball-Legenden zumindest nicht vorwerfen: Fehlende Emotionalität.

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