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Arsenal FC v FC Barcelona - UEFA Champions League Round of 16: First Leg
Lionel Messi erzielt in London seine Champions-League-Tore 81 und 82 © Getty Images

London - Ein mutiges Arsenal präsentiert sich gegen Barca lange auf Augenhöhe, ter Stegen muss sein ganzes Können aufbieten. Dann schlägt auf der anderen Seite Messi doppelt zu.

Der deutsche Nationaltorwart Marc-André ter Stegen darf mit dem FC Barcelona von einer erfolgreichen Titelverteidigung in der Champions League träumen. Der Topfavorit gewann dank der Genialität seines Superstars Lionel Messi das Achtelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal mit den beiden Weltmeistern Mesut Özil und Per Mertesacker 2:0 (0:0) und hat im Rückspiel am 16. März hervorragende Karten.

"Das Duell ist noch nicht entschieden. Wir wissen, wozu sie in der Lage sind", warnte Matchwinner Messi nach dem Spiel bei TV3, war mit dem Hinspiel aber vollauf zufrieden: "Wir haben ein großartiges Spiel gegen eine große Mannschaft gemacht."

Mertesacker beklagt Chancenwucher

Vor 55.889 Zuschauern im ausverkauften Emirates Stadium galt das vor allem für Messi selbst. Zunächst erzielte der Weltfußballer nach Vorarbeit von Neymar in der 71. Minute das 1:0 für die Gäste, ehe er in der 84. Minute per Foulelfmeter den Endstand besorgte. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Für Messi waren es die Treffer 81 und 82 in der Königsklasse. Luis Suarez traf zudem in der 78. Minute noch den Pfosten für den Favoriten, der sich lange Zeit schwer getan hatte. (SERVICE: Die Torjäger der Champions League)

"Wir hätten irgendwann ein Tor machen müssen - und deshalb haben wir auch nichts verdient. Man wird Barca nie über 90 Minuten stillhalten können", resümierte Mertesacker bei BT Sport und kündigte an: "In einem Monat spielen wir noch einmal gegen sie und wir haben immer noch eine Chance. Wir geben niemals auf."

Auch Arsenal-Coach Arsene Wenger trauerte nach einer ordentlichen Leistung seiner Mannschaft einer verpassten Gelegenheit hinterher: "Gerade als es aussah, als würden wir das Spiel dominieren, kassieren wir das Tor. Genauso naiv wie gegen Monaco in der vergangenen Saison - und das ist frustrierend."

Ter Stegen verhindert Rückstand vor der Pause

Die Gäste kontrollierten zwar von Anfang an das Geschehen, gegen das Abwehrbollwerk der Gunners fanden Messi und Co. zunächst aber kein Durchkommen. Obwohl der spanische Tabellenführer weit mehr Ballbesitz als der Gastgeber hatte, resultierten aus dieser optischen Überlegenheit nur wenige Torchancen.

Özil und Olivier Giroud zogen im Arsenal-Mittelfeld über weite Strecken geschickt die Fäden und inszenierten auch den einen oder anderen guten Angriff für den Tabellendritten der Premier League. (SERVICE: Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Die beste Gelegenheit vor der Pause hatte dann auch der 13-malige englische Meister: In der 22. Minute scheiterte Alexis Sánchez an ter Stegen, der sich in der Liga schweren Herzens mit der Reservistenrolle zufrieden geben muss.

Auf der Gegenseite war Arsenal-Keeper Petr Cech, der zuvor noch nie von Messi bezwungen worden war, bei den wenigen brenzligen Situationen in seinem Strafraum zur Stelle. Mertesacker und Co. räumten zudem vor ihrem Torwart bereits das Meiste ab. Lediglich kurz vor dem Pausenpfiff verbuchte Barca durch Suárez eine nennenswerte Chance.

Messi eiskalt per Konter und Elfmeter

Im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Barcelona drückte dem Spiel seinen Stempel auf, Arsenal reagierte größtenteils aus einer verstärkten Defensive und wartete auf Konter. Die Hausherren, bei denen unter anderem der Ex-Dortmunder Tomas Rosicky fehlte, stellten immer wieder geschickt die Wege zu und ließen Messi und Co. ins Leere laufen.

Die Katalanen, die im 33. Pflichtspiel in Folge unbesiegt blieben, versuchten es immer wieder mit hohen Bällen, was Mertesacker und Laurent Koscielny in der Innenverteidigung der Gastgeber in die Karten spielte. In der 49. Minute konnten sich die Abwehrspieler aber bei Cech bedanken, der mit einer Glanzparade gegen Neymar einen Rückstand seiner Mannschaft verhinderte.

Ter Stegen war auf der anderen Seite nach genau einer Stunde noch einmal gegen Giroud zur Stelle. Messi war dann in der Schlussphase eiskalt - auch beim Strafstoß, den Mathieu Flamini mit einem Foul am Argentinier verursacht hatte. Barcelona könnte in drei Wochen zum neunten Mal in Serie die Runde der letzten Acht erreichen.

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