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Cristiano Ronaldo erzielt sein 12. Tor in der aktuellen Champions-League-Saison © Getty Images

Die Madrilenen gewinnen dank Ronaldo nach langer Zeit wieder in Italien. Bei Wolfsburg vertritt ein Youngster den fehlenden Abwehrchef glänzend. Daten zur Champions League.

Der VfL Wolfsburg hat sich bei seinem Debüt in der K.o.-Phase der Königsklasse fast noch um den Lohn einer lange Zeit tadellosen Arbeit gebracht.

Nach dem 3:2 beim belgischen Meister KAA Gent, bei dem vor allem Doppeltorschütze Julian Draxler herausragte, ist die Ausgangslage für das Rückspiel dennoch vielversprechend. Real Madrid konnte sich indes wieder auf seinen Torjäger vom Dienst verlassen und setzte durch das 2:0 beim AS Rom einer langen Negativserie ein Ende.

SPORT1 hat die Top-Facts der beiden Partien zusammengefasst:

AS Rom - Real Madrid

- Für die erfolgsverwöhnten Madrilenen waren die Partien in Italien zuletzt keine Reise wert. Keine der letzten acht Auswärtspartien konnten die Königlichen für sich entscheiden (4 Remis, 4 Niederlagen). In der Vorsaison scheiterten Kroos und Co. im Halbfinale durch ein 1:2 bei Juventus. Diese Statistik gehört nun der Vergangenheit an.

- Cristiano Ronaldo ist in der Champions League weiter nicht zu bremsen. Der Portugiese erzielte in Rom sein 12. Tor in der aktuellen Saison und baute seinen Vorsprung auf Bayerns Robert Lewandowski (7) weiter aus. Sollte CR7 weiter so rege treffen, ist sogar sein eigener Tor-Rekord aus der Saison 2013/14 (17) im Bereich des Möglichen. Insgesamt kommt Ronaldo nun in der ewigen Torjägerliste der Königsklasse auf 89 Treffer.

-  In der ersten Halbzeit war von der torhungrigsten Offensive der Königsklasse (Real nun mit 20 Toren in sieben Spielen) gänzlich wenig zu sehen. Erstmals seit Mai 2011 gelang den Madrilenen vor der Pause kein einziger Schuss aufs Tor.

-Der ehemalige Weltfußballer wahrte auch bei seinem Trainer-Debüt in der Königsklasse seine makellose Bilanz. Im 7. Spiel unter der Regie des Franzosen gelang Real der siebte Sieg bei einer fulminaten Bilanz von 26:5 Toren.

- Nicht nur offensiv läuft der königliche Motor auf Hochtouren, auch defensiv kann sich die jüngste Statistik sehen lassen: In 13 der letzten 17 Champions-League-Spiele blieb Madrid ohne Gegentor.

- Toni Kroos ist bei Real endgültig auf dem Weg zurück zur Topform und glänzt im Stadio Olympico an diesem Abend wieder einmal als Pass-Maschine. 106 seiner 110 Pässe landeten beim Mitspieler - Bestwert.

- Der Ex-Wolfsburger Edin Dzeko hat offenbar das Toreschießen verlernt. Gegen Real durfte der Bosnier als Joker immerhin knapp 30 Minuten ran, ein Treffer gelang ihm aber wie auch in den zehn Partien zuvor nicht.

© SPORT1

KAA Gent - VfL Wolfsburg

- Nationalspieler Julian Draxler drückte der Partie mit seinem Doppelpack seinen Stempel auf. Beide Tore des Weltmeisters - die Tore sechs und sieben im 29. Champions-League-Spiel - entsprangen schönen Kombinationen. Bei seinem zweiten Treffer in der 54. Minute überlüpfte er Gents Keeper sehenswert.

- Die Niedersachsen kamen zu Beginn der Königsklasse schwer in die Gänge, schalteten dann aber mehr als einen Gang hoch. Erst durch Siege in den letzten beiden Partien sicherten sich die Wölfe überhaupt das Premieren-Ticket fürs Achtelfinale. Durch den dritten Sieg in Folge winkt nun sogar das Viertelfinale.

© SPORT1

-  Das Fehlen des gelbgesperrten Abwehrchefs Naldo , der bisher alle 30 Pflichtspiele über die komplette Distanz absolviert hatte, machte sich erst in der Schlussphase bemerkbar, als die Wölfe durch die beiden Gegentore leichtfertig eine noch bessere Ausgangslage aus der Hand gaben. Vor allem der junge Robin Knoche hielt lange den Laden dicht (72 % gewonnene Zweikämpfe).

- Die Wölfe retteten auch die makellose deutsche Bilanz gegen belgische Teams am Ende über die Zeit. In den 15. Duellen zwischen Mannschaften aus den Nachbarländern feierten die Bundesliga-Teams elf Siege, vier Partien endeten remis.

- Gents Khalifa Coulibaly stach bereits zum zweiten Mal in dieser Saison als Joker par excellence heraus. Nach seiner Einwechslung in der 80. Minute erhöhte er mit seinem Treffer in der 89. Minute die Chancen seines Teams auf das Weiterkommen. In der Gruppenphase hatte der Stürmer aus Mali beim 2:1 in Lyon nach seiner Einwechslung in der 90. Minute in der Nachspielzeit noch zum Sieg getroffen.

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