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Spektakulärer Auftritt von Cristiano Ronaldo: Er reagiert sauer auf Fragen zu Barcas Sturmtrio und Lionel Messis Trick-Elfer. Dann lässt er die Journalisten stehen.

Cristiano Ronaldo hat Zweifel an seiner Leistung scharf zurückgewiesen. "Ich würde diese Form gerne bis zum Ende der Saison durchhalten, die Sie als so schlecht bezeichnen", sagte der Portugiese zu einem Journalisten auf der Pressekonferenz vor dem Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals zwischen Real Madrid und dem AS Rom (Mittwoch, 20.45 Uhr im LIVETICKER).

Als ihn ein anderer Reporter auf seine Torflaute in Auswärtsspielen ansprach, entgegnete Ronaldo: "Nennen Sie mir einen Spieler, der mehr Auswärtstore geschossen hat als ich, seit ich in Spanien bin." Und nach einer kurzen Pause: "Das können Sie nicht. Weil es keinen gibt."

Zidane grinst über Ronaldos Auftritt

Stand auf und hinterließ seinen verdutzten Trainer Zinedine Zidane und den Dolmetscher auf dem Podium. Zidane reagierte mit einem breiten Grinsen.

In dieser Saison kommt Ronaldo auf bislang 32 Pflichtspiel-Tore, 21 zu Hause und 11 auswärts. Seit dem 29. November wartet er auf ein Auswärtstor. In der Gruppenphase der Champions League stellte er mit elf Treffern einen neuen Rekord auf.

Auch der irre Trick-Elfmeter seines Dauerkonkurrenten Lionel Messi am vergangenen Wochenende war ein Thema.

"Ich weiß, warum Leo das gemacht hat"

Ronaldo deutete geheimnisvoll an: "Ich weiß, warum Leo das gemacht hat. Mehr sage ich nicht. Denkt, was ihr wollt."

Ob er damit sein Missfallen über Luis Suarez' Position in der spanischen Torjägerliste ausdrücken - jetzt dank des Elfmeters auf Platz eins - oder Messi gar mangelnde Fairness vorwerfen wollte? Ronaldo ließ jedenfalls eine Menge Raum für Spekulationen offen.

Dafür sprach der dreifache Weltfußballer in Sachen Teamgeist Klartext. Anders als Barcas kongeniales "MSN"-Sturmtrio müsse er zu seinen Partnern Gareth Bale und Karim Benzema kein enges und freundschaftliches Verhältnis pflegen - jedenfalls nicht abseits des Rasens.

Keine Streicheleinheiten nötig

"Woher wissen wir denn, dass ihr Verhältnis so ist?", fragte er mit Blick auf Messi, Suarez und Neymar. "Nur von dem, was geschrieben wird."

Entscheidend sei, "was auf dem Platz geschieht", gab der 31-Jährige zu verstehen. Er habe mit Manchester United 2008 die Champions League gewonnen, "ohne mit (Rio) Ferdinand, (Ryan) Giggs oder (Paul) Scholes zu sprechen. Wir haben uns 'Guten Tag' gesagt, mehr nicht."

Und weiter: "Ich muss nicht mit Benzema zu Abend essen oder ihn zu mir nach Hause einladen. Wir müssen uns auf dem Platz verstehen. Ich brauche keine Umarmungen oder Küsschen."

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