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München - Nach Cristiano Ronaldos denkwürdigem Auftritt in Rom verrät Ex-Mitspieler Rio Ferdinand Details aus ihrer gemeinsamen Zeit in Manchester. Er zeigt auch Verständnis.

Rio Ferdinand war doch etwas erstaunt über die Aussagen seines ehemaligen Mitspielers Cristiano Ronaldo.

Auf einer denkwürdigen Pressekonferenz hatte der Superstar von Real Madrid am Dienstagabend vor dem Champions-League-Achtelfinale beim AS Rom (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) erklärt, er habe mit Manchester United 2008 die Champions League gewonnen, "ohne mit Ferdinand, (Ryan) Giggs oder (Paul) Scholes zu sprechen."

Er und seine United-Kollegen hätten sich "Guten Tag gesagt, mehr nicht", hatte der Portugiese erklärt.

"Unglaublich! Wir haben nebeneinander gewohnt", sagte Ferdinand als Experte des TV-Senders BT Sport und scherzte weiter: "Ich habe ihn in der Umkleidekabine immer wegen seiner engen Jeans aufgezogen."

Derby County v Manchester United - FA Cup 5th Round
Cristiano Ronaldo und Rio Ferdinand (M.) spielten von 2003 bis 2009 zusammen bei Manchester United © Getty Images

Er und die anderen United-Profis hätten Ronaldo damals "fertiggemacht, aber er hat es nicht geschnallt", berichtete Ferdinand mit einem Grinsen. Der ehemalige Abwehrchef spielte von 2003 bis 2009 mit Ronaldo bei den Red Devils, 2008 gewannen sie zusammen die Champions League.

Auf die Szene angesprochen, in der Ronaldo die Pressekonferenz verließ, meinte Ferdinand: "Das zeigt nur, welche Emotionen in ihm stecken und dass er wieder an die Spitze will."

Im Moment spreche jeder über Barcelona, "damit ist er nicht glücklich. Das stachelt seinen Ehrgeiz an", glaubt der ehemalige englische Nationalspieler. In dieser Saison kommt Ronaldo bisher auf 32 Pflichtspieltore, in der Gruppenphase der Champions League stellte er mit elf Treffern einen Rekord auf.

Ronaldo wirkte am Dienstag genervt von vielen Fragen zu Barca und deren Stars Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar.

Als ein Journalist über das besonders gute Verhältnis innerhalb des Sturm-Trios sprechen wollte, konterte er: "Woher wissen wir denn, dass ihr Verhältnis so ist?" und betonte, er müsse seine Teamkollegen Karim Benzema oder Gareth Bale nicht nach Hause einladen oder mit ihnen zum Essen gehen: "Wir müssen uns auf dem Platz verstehen. Ich brauche keine Umarmungen oder Küsschen."

Küsschen dürfte er von Rio Ferdiand wohl auch nie bekommen haben.

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