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Real Madrid zieht nach zwei Siegen gegen den AS Rom ins Viertelfinale der Champions League ein © Getty Images

Madrid - Real Madrid hat ein dickes Chancenplus, tut sich gegen den AS Rom aber schwer die richtigen Mittel zu finden. Mit einem schnellen Doppelpack machen die Spanier schonungslos alles klar.

Ohne königlichen Glanz ist Real Madrid mit Weltmeister Toni Kroos zum sechsten Mal in Folge ins Viertelfinale der Champions League eingezogen.

Die Spanier entschieden nach dem 2:0 im Hinspiel auch die zweite Partie gegen den AS Rom mit 2:0 (0:0) für sich.

Navas hält - Ronaldo trifft

Zum Retter wurde dabei zunächst Torhüter Keylor Navas, der einige Glanzparaden zeigte. Dann brach der dreimalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo (64.) den Bann und baute seinen Vorsprung auf Erzrivale Lionel Messi in der ewigen Torschützenliste der Königsklasse auf 90:82 aus. (Spielplan der Champions League)

Nach acht Champions-League-Spielen dieser Saison hat er bereits 13 Tore auf dem Konto. Kurz darauf legte James Rodriguez nach (67.).

Dilettantische Chancenauswertung

Die Italiener, die ohne den verletzten Nationalspieler Antonio Rüdiger antreten mussten, verpassten dadurch den ersten Viertelfinal-Einzug seit 2008. Damals hatten sie sich im Achtelfinale gegen Real durchgesetzt.

Auch am Dienstag zeigten sie gegen Madrid mit dem grippegeschwächten Kroos eine gute Leistung, die Niederlage im Hinspiel war jedoch eine zu große Hypothek und die Chancenauswertung zu dilettantisch. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Es war ein schwieriges Spiel, aber wir haben unser Ziel erreicht: Wir sind ohne Gegentor in die nächste Runde eingezogen. Wir träumen davon, etwas Großes in diesem Wettbewerb zu schaffen", sagte Real-Coach Zinedine Zidane nach Spielende.

Gefährlicher Dzeko

Die Statistik zur Halbzeit schien auf ein klar dominantes Spiel der Gastgeber hinzudeuten: 18:4 Torschüsse standen zu Buche, jeweils 63 Prozent Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe sowie 6:0 (von Kroos ausgeführte) Ecken. Doch vieles war brotlose Kunst. (Statistiken zum Spiel)

Da war die Roma sogar gefährlicher, gleich zweimal lag das 0:1 bei Zusammenspielen zwischen dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko und Mohamed Salah in der Luft. Zunächst bediente der Ägypter den Bosnier, der aus guter Position vorbeischoss (14.), dann traf Salah nach Zuspiel des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs alleine vor Navas das Außennetz (28.).

Rom kontert gefährlich

Roms Keeper Wojciech Szczesny wurde von den 18 Schüssen des ersten Durchgangs nur durch zwei ernsthaft geprüft, beide Male waren es tückische Aufsetzer von Luka Modric und Ronaldo. Zudem traf Marcelo das Außennetz (8.).

Nach dem Wechsel dasselbe Bild: Real ließ Ball und Gegner laufen, die Roma konterte gefährlich - und vergab die nächste sich bietende Großchance fahrlässig. Diesmal wieder durch Salah, der aus zehn Metern alleine vor Navas neben das Tor schoss (50.). Und sieben Minuten später scheiterte der Grieche Kostas Manolas am starken Navas.

Die Strafe durch Ronaldo folgte auf dem Fuße, die Moral der Italiener war damit gebrochen.

"Wir haben hier eine riesige Chance weggeworfen. Wir hätten es schaffen können", ärgerte sich Rom-Trainer Luciano Spalletti in Anbetracht der zahlreichen Gelegenheiten. "Danke Navas - und danke Salah", titelte die spanische Sportzeitung Marca auf ihrer Webpräsenz.

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