Video

München - Bayern Münchens Trainer hat gegen Juventus Turin die Qual der Wahl. SPORT1 erklärt die Varianten im Mittelfeld und nennt eine voraussichtliche Aufstellung.

Um seinen Sturm braucht sich Pep Guardiola für das Rückspiel gegen Juventus Turin (Mittwoch, ab 20.30 im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) keine Gedanken zu machen.

Thomas Müller und Robert Lewandowski haben in der Saison 2015/16 bereits sensationelle 61 Tore erzielt. Zum Vergleich: Die gesamte Mannschaft von Juventus Turin hat gerade mal 69 Mal getroffen.

Das Angriffs-Duo des FC Bayern ist gesetzt, doch hinter den beiden bieten sich für den Bayern-Trainer zahlreiche Möglichkeiten. Wer spielt auf den Flügeln? Wer beackert das defensive Mittelfeld? Und wer sitzt auf der Bank?

SPORT1 erklärt die Varianten im Mittelfeld und nennt eine voraussichtliche Aufstellung.

Defensives Mittelfeld:

XABI ALONSO: Das große Plus des Spaniers ist seine Erfahrung. Der Routinier verteilt die Bälle auch in Drucksituationen souverän an seine Mitspieler. Alonsos lange Pässe sind eine Waffe, um das Spiel zu verlagern oder den Ball hinter die Defensivreihen des Gegners zu spielen. Mit seinem Überblick prägt er Tempo und Taktik.

Video

"Über Alonso läuft das Spiel der Bayern, er wird in der Startelf stehen", sagt SPORT1-Experte Thomas Strunz.

Alonsos Schwäche indes: die fehlende Schnelligkeit. Sollte Juventus auf eine Konter-Taktik setzen, wäre der 34-Jährige im Nachteil. 

ARTURO VIDAL: Der Chilene fiel lange Zeit eher neben dem Platz auf, seit dem Hinspiel in Turin hat sich der "Krieger" aber zu alter Stärke zurückgekämpft. Beim 0:0 gegen Borussia Dortmund stieß er immer wieder gefährlich vom Mittelfeld in den Angriff.

Vidal ergänzt den Taktiker Alonso mit seiner emotionalen, giftigen Spielart perfekt. "Er bringt die nötige Aggressivität ins Bayern-Spiel, das ist sein großer Vorteil", findet Strunz.

THIAGO ALCANTARA: Technisch überragt der Spanier seine Mittelfeld-Konkurrenten, auch sein Offensivdrang ist ausgeprägter, das bewies er gegen Werder Bremen, als er zwei Tore schoss.

Allerdings: Nach dem 2:2 im Hinspiel muss Bayern München zuhause nicht unbedingt gewinnen, käme auch mit einem 1:1 oder einer Nullnummer weiter. Mit den variablen Flügelspielern und dem Sturm-Duo Müller-Lewandowski wäre Thiago von Beginn an demnach vielleicht zu offensiv.

"Ob Thiago eingesetzt wird, hängt vom Spielverlauf ab. Bei einem Rückstand wäre er eine Option, mit der Guardiola reagieren könnte", sagt Strunz. 

Rechtsaußen:

ARJEN ROBBEN: Der Niederländer wurde gegen Bremen geschont. Gegen Juventus wird er ausgeruht in der Startelf stehen.

Video

"Er ist mit seiner Erfahrung in solchen Spielen ganz wichtig", erklärt Strunz. Robben liebt die Auftritte in der Königsklasse - vor allem, wenn es "Tod oder Gladiolen" heißt. Schon im Hinspiel glänzte Robben, vor allem als das Licht von Douglas Costa auf der anderen Seite erlosch.

Guardiola würde fast schon fahrlässig handeln, ließe er den Niederländer in einem solchen Spiel nicht von Anfang an auflaufen.

KINGSLEY COMAN: Der von Juventus an Bayern ausgeliehene junge Franzose dürfte besonders motiviert sein. Der schnelle Trickser ist in blendender Form, das zeigte er mit seinen drei Torvorlagen gegen Werder Bremen.

Auch sein Trainer ist von Coman begeistert. "Was dieser Junge in dieser Saison gemacht hat, ist überragend", sagte Guardiola. Doch für den Kracher fehlt dem 19-Jährigen noch die Erfahrung.

Vor allem im Vergleich mit Arjen Robben. Coman wird wohl zunächst auf der Bank sitzen, glaubt Strunz.

Linksaußen:

DOUGLAS COSTA: Der Mann, der schneller beschleunigt als sein eigener Schatten, hatte zuletzt nicht mehr für so viele "Ahs" und "Ohs" gesorgt wie in seinen ersten Spielen. Auch in Turin verzweifelte Costa nach starkem Beginn immer häufiger an der giftigen Juve-Abwehr.

Anfangen dürfte der Brasilianer am Mittwoch dennoch.

Findet Costa seinen Rhythmus, ist er kaum einzufangen. Sollte es bei dem Brasilianer nicht laufen, kann Guardiola mit Franck Ribery einen weiteren "Ah"-und-"Oh"-Kandidaten von der Bank bringen.

FRANCK RIBERY: Der französische Patient sprüht nach der Genesung von seinem Muskelbündelriss vor Spielfreude - fast wie bei seinem ersten Pflichtspiel für die Bayern im Jahr 2007.

Gegen Bremen stand Ribery sogar das erste Mal von Beginn an in der Startelf und scheiterte nur knapp an einem sehenswerten Volley-Treffer. Gegen Juventus wird er beim Anpfiff aber vermutlich wieder auf der Bank sitzen.

"Ribery könnte für Costa kommen, doch von Beginn an wird er nicht spielen", glaubt Strunz.

MARIO GÖTZE: Der Weltmeister stand zwar beim 5:0-Kantersieg über Werder Bremen nach langer Schaffenspause mal wieder in der Startelf. Doch die fehlende Spielpraxis war ihm anzumerken. Zudem zog er sich eine leichte Ellbogenblessur zu. Er ist für einen Einsatz von Beginn an gegen Juve noch nicht wieder in der nötigen Verfassung.  

So könnten die Bayern spielen:

Neuer - Lahm, Kimmich, Benatia, Alaba - Vidal, Alonso - Robben, Müller, Costa - Lewandowski  

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel