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VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga
Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer verbittet sich Kritik an der Mannschaftsleistung des FC Bayern © Getty Images

München - Nach dem 1:0 im Hinspiel braucht der FC Bayern München bei Benfica Lissabon eine konzentrierte Leistung. Sportvorstand Matthias Sammer will keine Arroganz sehen.

Der FC Bayern München hat kurzfristig zu einem Mediengespräch vor dem Rückspiel im Viertelfinale der Champions League bei Benfica Lissabon (Mittwoch, ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) geladen.

Sportvorstand Matthias Sammer und der genesene Abwehrchef Javi Martinez standen dabei den Reportern Rede und Antwort.

Hier noch einmal die Gesprächsrunden zum Nachlesen:

+++ Zur erwarteten Atmosphäre +++

"In der Champions League ist die Atmosphäre immer toll. Ich mag es, wenn es laut zugeht."

+++ Martinez: Alle Benfica-Spieler gefährlich +++

Über Benfica: "Es wird ein sehr schweres Spiel, sie haben eine der besten Verteidigungen in Europa, das haben wir zu Hause gesehen. Bayern München will das Finale erreichen, also müssen wir alles gewinnen. Mentalität von Bayern ist: Immer gewinnen. Aber Benfica ist stark. Auch wenn ihnen Jonas fehlt: Alle Spieler von Benfica sind gefährlich."

+++ Javi ist ein Phänomen +++

Sammer ist allgemein gut drauf heute, beantwortet jede Frage mit einem Lächeln, von Anspannung keine Spur. Und den Mahner hat er auch zu Hause gelassen. Zu Javi Martinez sagt er jetzt: "Es ist für eine Mannschaft Gold wert, wenn du solche Typen wie Javi in deiner Mannschaft hast, ein absoluter Teamplayer. Javi ist ein Phänomen, er würde auch nur mit einem Bein auflaufen."

+++ Sammer verteidigt Vidal erneut +++

Zu Vidal: "Vidal ist, wie er ist. Er ist ein total liebenswerter Junge. Er hat sich für die Mannschaft geopfert. Das ist überhaupt kein Problem. Wir haben ihn verpflichtet und wussten, dass er direkt von einem langen Turnier kam und kaum trainieren konnte. Wir haben viel gesprochen miteinander, so ein Spieler wie er tut jeder Mannschaft gut."

+++ Sammer versteht Tasci +++

Zu Tasci, der seine Unzufriedenheit über seine Rolle geäußert hat: "Das ist so im Fußball. Es hat sich so ergeben. Total verständlich, dass er unzufrieden ist, er ist ehrlich, aber er lässt kein bisschen nach. Ich habe ihn als guten, jungen Mann kennengelernt. Er trainiert gut, ist gut integriert, kein negativer Geist. Und: Die Saison ist noch nicht zu Ende, wir brauchen jeden."

+++ Keine Prognose bei Robben +++

zu Robbens Verletzung: "Keine extrem schwere Geschichte, aber nicht absehbar, wie lang es dauern wird. Er ist auf einem sehr, sehr guten Weg, das kann man sagen."

+++ Sammer drückt auch Dortmund die Daumen +++

Zu Wolfsburg: "Es wird ein heißer Tanz. Chancen stehen 50:50, würde ich sagen." Zu Dortmund, das am Donnerstag in der Europa League gegen Liverpool ranmuss, sagt er: "Natürlich drücke ich auch Dortmund die Daumen. Es ist immer gut, wenn viele deutsche Mannschaften lange dabei sind. Wir wollen zu dritt bleiben."

+++ Lob für Benfica +++

"Benfica hat nicht groß taktiert, hat seine Spielidee durchgezogen. Im Gegensatz zu vielen anderen Gegnern."

+++ Hoeneß wieder dabei +++

"Selbstverständlich ist das für uns fantastisch, wenn Uli Hoeneß uns begleitet, er ist herzlich willkommen. Er ist nicht in der Verfassung, dass er uns von Anfang an helfen kann, hat ein wenig Trainingsrückstand." Guter Witz.

+++ Sammer will keine Arroganz sehen +++

"Es ist noch nicht entschieden. Wir wollen dort gewinnen, selbstbewusst, aber dürfen nicht arrogant auftreten."

+++ Springt Bayern nur so hoch wie es muss? +++

Sammer: "Bin ein bisschen bei Ihnen, wenn man das Bild der Mannschaft anschaut. Man muss aber auch immer darüber nachdenken, in welchem Zeitpunkt der Saison man sich befindet. Ich sehe das aber positiv. Wenn man sich in der Welt umschaut, sind auch viele Top-Mannschaften dabei, die die Ergebnisse derzeit nicht erzielen. Wie Real Madrid in Wolfsburg oder Barcelona in der Liga."

"Es darf nicht den Hauch an Kritik an der Mannschaft geben, das hat sie nicht verdient. Freude und Begeisterung, nicht darüber nachzudenken, was negativ passieren kann, sondern darüber, was passieren kann. Es gab ein paar Spiele, die unheimlich schwer zu spielen waren. Taktisch, aber in Stuttgart kam auch das Geläuf dazu. Es gibt ein paar Dinge, die die Mannschaft besser hätte machen können, aber es gilt die Freude auf das, was sie erreichen kann, zu konservieren."

"Der ein oder andere ist fantastisch drauf, der andere könnte ein bisschen mehr. Aber es ist immer besser, durch Begeisterung eine Gruppendynamik zu entwickeln."

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