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München und Barcelona - Nach dem Zittersieg des FC Bayern gegen Benfica appelliert Thomas Müller an seine Teamkollegen. Robert Lewandowski hadert mit einer Großchance. Reaktionen.

Der FC Bayern München rettet nach seinem Blitzstart im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League den 1:0-Sieg gegen Benfica Lissabon.

Im zweiten Spiel des Dienstags dreht der FC Barcelona einen ruppigen Fight mit Atletico Madrid noch zum Erfolg um. (DATENCENTER: Das Viertelfinale der Champions League)

SPORT1 fasst die Stimmen zu den Spielen bei Sky und in der Mixedzone zusammen.

Manuel Neuer (FC Bayern): "Das war ein ähnliches Spiel wie gegen Frankfurt, wir hatten nicht sehr viele Chancen. Benfica hat das sehr gut gemacht. Wir haben sie jetzt vorne nicht sehr unter Bedrängnis gebracht. Ihre Viererkette funktioniert sehr gut. Wir hatten zum Schluss noch einmal die eine oder andere Möglichkeit, da hat das zweite Tor einfach gefehlt. Wir mussten über viele Pässe gehen und versuchen, dass Benfica sich verschiebt. Direkt am Anfang haben wir es ganz gut gemacht mit den Diagonalbällen. Benfica wusste natürlich, was wir vorhatten. Man kann sich dann darauf einstellen. Sie haben es gut verteidigt. Wir können trotzdem mit dem Ergebnis zufrieden sein, weil wir hinten die Null gehalten haben, das war das Wichtigste. Es muss auch mal ein 1:0 reichen. Wir fahren jetzt mit diesem Ergebnis nach Lissabon und wissen, dass es eine enge Kiste wird, aber wir wollen auf jeden Fall ins Halbfinale."

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Thomas Müller (FC Bayern): "Benfica ist ein gute Mannschaft, die mit ihren kopfballstarken und körperlich robusten Spielern gut in der Abwehr steht. Anfangs waren sie überrascht, dann haben sie sich besser auf das Spiel eingestellt. Wir haben eine gute Einstellung gehabt und gut gefightet. Aber wir hatten nicht so viele Torchancen. 1:0 ist ein gutes Heimergebnis. Es war daher nicht nötig, dass wir zu viel riskieren. Wir müssen jetzt nochmal die gleiche konzentrierte Leistung abrufen, vielleicht mit ein bisschen mehr Feingeist und Esprit"

Robert Lewandowski (FC Bayern): "Ich habe gemerkt, dass Philipp (Lahm, d. Red.) alleine ist und wenn ich einen guten Pass gespielt hätte, wäre es sicher ein Tor gewesen. Ich weiß nicht, ob ich es auch selbst hätte versuchen können. Ich habe bei Philipp viel Platz gesehen, aber vielleicht hätte ich egoistischer sein sollen."

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David Alaba (FC Bayern): "Wir wollten uns auf die Defensive konzentrieren, weil sie mit zwei Stürmern agiert haben und weil ihr Torwart weite Bälle nach vorne schlagen kann. Für Joshua (Kimmich, d. Red.) und mich - wir sind ja beide nicht die größten – ist es nicht einfach zu verteidigen, wenn man als Gegenspieler solche Brocken hat. Wir haben aber alle zusammen defensiv sehr gut agiert. Wir haben zu Null gespielt, das war in der Defensive unser Ziel. Wir wollten das Spiel heute gewinnen, sodass wir im Rückspiel eine gute Ausgangsposition haben – und das ist uns gelungen. (…) Wir haben uns heute mehrere Chancen herausgespielt, die wir leider liegen gelassen haben. Es wäre sicher angenehmer gewesen, wenn wir ein zweites oder drittes geschossen hätten, aber das ist uns leider nicht gelungen."

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Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Wir hatten eine wahnsinnige Organisation in der Defensive. Wir haben genug Torchancen für ein zweites oder drittes Tor kreiert, aber ich bin zufrieden. Wir kennen Benfica jetzt besser, und nächste Woche fliegen wir nach Lissabon, um uns für das Halbfinale zu qualifizieren."

zu Siegtorschütze Arturo Vidal: "Arturo ist sehr, sehr wichtig für uns. Er hat es die letzten Monate sehr gut gemacht, hat eine große Persönlichkeit und große Erfahrung. Das Tor war sehr wichtig für uns, wichtig für ihn."

Rui Vitoria (Trainer Benfica Lissabon): "Die Spieler haben unsere Strategie sehr gut umgesetzt, ich bin sehr stolz, weil wir hier eine sehr große Leistung abgerufen haben. Das ist nicht einfach, die meisten Mannschaften haben hier sehr große Schwierigkeiten. Ich bin sehr, sehr glücklich mit der Art, wie wir gespielt haben. Noch ist alles offen, wir werden um jeden Zentimeter kämpfen in Lissabon."

Luis Enrique (Trainer FC Barcelona): "Ich habe Leidenschaft bei meinen Spielern gesehen, aber auch kühle Köpfe und Kontrolle. Mit dieser Einstellung und diesen Spielern werden wir bis ans Ende der Welt gehen."

Luis Suarez (FC Barcelona): "Wir wussten ja, wie Atletico spielen wird. Nach dem Tor mussten wir natürlich alles versuchen, um das Spiel zu drehen. Wir hätten auch ein paar Tore mehr schießen müssen, aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Jetzt muss Atletico im Rückspiel mindestens ein Tor erzielen."

Fernando Torres (Atletico Madrid): "Das ist einer der schlimmsten Tage meiner Fußballkarriere. Ich übernehme die Verantwortung für unsere Niederlage, aber lasst uns mehr als je zuvor im Calderon das Comeback anstreben."

Antoine Griezmann (Atletico Madrid): "Es war sehr bitter für uns, dass Torres nach seinem Treffer runter musste. Dass der Schiedsrichter bei dem Foul an der Mittellinie auf Gelb-Rot entscheidet, muss man nicht unbedingt verstehen. Wir haben versucht, das Ergebnis zu halten, aber das ist uns leider nicht gelungen."

Javier Mascherano (FC Barcelona): "In der zweiten Halbzeit haben wir wie ein Team gespielt: mit Herz und Leidenschaft. Gegen Atletico ist es nie einfach."

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