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Klaus Allofs rechnet sich - auch wegen Julian Draxlers Formkurve - gegen Real Madrid durchaus Chancen aus © SPORT1 Grafik: Getty Images

München - Klaus Allofs, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, spricht mit SPORT1 über den harten Brocken im Champions League-Viertelfinale und die Trumpfkarte Julian Draxler.

Klaus Allofs hat es zurzeit nicht leicht. Nach dem Ärger um Stürmer Max Kruse und der Freistellung von Angreifer Nicklas Bendtner bleiben auch sportliche Probleme. 

Der zarte Aufschwung des VfL Wolfsburg im Anschluss des Viertelfinaleinzugs in der Champions League wurde durch das herbe 0:3 bei Bayer Leverkusen jäh gestoppt.

Die Verpflichtung von Stuttgarts Spielmacher Daniel Didavi allerdings hebt die Laune des VfL-Geschäftsführers vor dem Heimspielkracher gegen Real Madrid (ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER). 

Dort ist die Favoritenrolle klar vergeben. Das sieht auch Allofs so. "Gegen Real sind fast alle Vorzeichen so, dass es eine Aufgabe ist, die sehr schwierig zu lösen ist", sagt er zu SPORT1.

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Bewusst bezeichnet er sie aber "nicht als unlösbar". "Wir haben schon einige Male in der Champions League gezeigt, dass wir an unsere Grenzen gehen können."

"Fast normale Entwicklung"

Die schon überwunden geglaubte Bundesliga-Krise ist für Allofs dabei kein Gegenargument. "Wir sind nicht davon ausgegangen, dass wir von Titel zu Titel marschieren werden", erklärt er.

"Wir wussten, dass das Bestätigen des zweiten Platzes sehr schwierig werden wird. Es gibt Gründe dafür. Für uns ist das keine komplette Überraschung, auch wenn die Enttäuschung im Umfeld  natürlich da war."

Das Ziel, sich dauerhaft unter Deutschlands Topteams festzusetzen, sei eben erst erreicht, wenn eine Spitzenplatzierung "zwei, drei, vier Mal hintereinander gelingt und auf dem Weg sind wir noch."

Allofs sieht Entwicklung bei Draxler

Den soll Didavi künftig mitbestimmen. Und verstärkt auch Julian Draxler. "Ich bin sehr erfreut über seine jüngste Entwicklung", sagt Allofs. "Er hat sehr großes Potenzial, davon gibt es in Deutschland nicht viele."

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In den Spielen gegen Gent und auch im DFB-Trikot gegen Italien habe der Ex-Schalker "gezeigt, in welche Richtung sich das entwickeln kann. Für uns war die Leistung keine Überraschung. Aber wir wissen, dass er noch einen Weg vor sich hat. Er steht noch am Anfang seiner Karriere."

Draxler kein Heilsbringer

Deshalb ist Allofs auch davon entfernt, Draxler in der Champions League verstärkt in die Pflicht zu nehmen. "Es wäre falsch, Julian für die Spiele gegen Real Madrid als Heilsbringer oder Faustpfand zu bezeichnen. Er ist aber jemand, der diese besondere Note hat", meint der 59-Jährige.

Draxler könne bei den Niedersachsen "eine spielbestimmende Figur" werden, "aber die Verantwortung komplett auf ihn abzuwälzen, wäre falsch. Er wird gegen Real seinen Beitrag schon leisten, da bin ich mir sicher."

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