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Bodo Illgner wurde 1998 Champions-League-Sieger mit Real Madrid © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann / Getty Images / Imago

München - Bodo Illgner spricht bei SPORT1 über das Champions-League-Finale. Er erwartet ein umkämpftes Spiel, lobt Atletico Madrid und das Niveau der spanischen Liga.

Bodo Illgner weiß wovon er spricht. Der ehemalige Real-Torhüter war Teil der legendären Mannschaft, die 1998 unter Jupp Heynckes den ersten Champions-League-Titel Real Madrids seit über 30 Jahren gewann.

Am Samstag (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER) hat sein ehemaliger Klub erneut die Chance auf den größten Titel im europäischen Vereinsfußball. Zum zweiten Mal in drei Jahren treffen im legendären Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand die Stadtrivalen Real und Atletico im Duell um Europas Krone aufeinander. 

Die Königlichen gehen als Favorit ins Spiel, doch Illgner glaubt, dass es "auch Real im Endspiel nicht leicht haben wird". "Atletico hat in dieser Saison bereits gegen Bayern und Barcelona bewiesen, dass sie ein schwierig zu knackender Gegner sind", zeigte sich der Weltmeister von 1990 im SPORT1-Interview voll des Lobes über die "Colchoneros". 

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Simeone festigt Atletico

Besonders von der Entwicklung unter Trainer Diego Simeone ist Illgner beeindruckt.

"Atletico war kein in sich gefestigter Verein. Seit Simeone da ist, ziehen Präsidium, die sportliche Leitung, der Trainer und die Mannschaft kontinuierlich und erfolgreich an einem Strang" so Illgner. Diese neue Mentalität im Verein manifestierte sich in den vergangenen Spielzeiten, als sich Atletico in der Primera Division enge Rennen mit Barcelona und Real lieferte und 2014 sogar Meister wurde.

Dem Vorwurf, dass Atletico "nicht schön und nur auf Ergebnis spielt und viel mauert" schließt sich Illgner zwar an. Er hat aber trotzdem "großen Respekt vor der Leistung des ganzen Vereins."

Spanier nehmen Europa League ernst

Illgner hebt neben den Spitzenteams auch das gesamte Niveau der Primera Division hervor. Inklusive des diesjährigen Champions-League-Finals gingen die letzten sechs europäischen Titel an spanische Teams. Einzig der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp verhinderte, dass an den Endspielen 2016 nur spanische Mannschaften teilnahmen.

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Der vierte Platz, der hinter dem Spitzentrio für die Qualifikation zur Champions League berechtigt, ist Jahr für Jahr hart umkämpft. Auch deshalb "hat der zusätzliche Champions-League-Startplatz für den Europa-League-Sieger einen besonderen Reiz", so Illgner weiter. Dies sei einer der Gründe, weshalb die spanischen Vereine die UEFA Europa League jedes Jahr sehr ernst nehmen.

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