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F91 Düdelingen feiert gegen Red Bull Salzburg
Die Mutter aller Red-Bull-Blamagen: Das Aus gegen F91 Düdelingen im Jahr 2012 © Imago

München - Red Bull Salzburg will im neunten Anlauf endlich den Sprung in die Gruppenphase der Königsklasse schaffen. Der nächste Quali-Gegner weckt jedoch böse Erinnerungen.

Red Bull Salzburg und die Champions League, das ist bislang die Geschichte eines Scheiterns in acht Akten.

Neben durchaus bekannten Namen wie dem FC Valencia, Schachtjor Donezk und Fenerbahce erwiesen sich seit der Übernahme des Klubs durch den Brausehersteller im Jahr 2005 auch deutlich kleinere Fische als zu hohe Hürde auf dem Weg in die Königsklasse: Maccabi Haifa, Hapoel Tel Aviv und zuletzt zwei Mal Malmö FF.

Der Tiefpunkt aber war sicherlich 2012 das Aus gegen den luxemburgischen Klub F91 Düdelingen in der 2. Qualifikationsrunde - damals verzweifelte auf der Salzburger Bank übrigens der heutige Leverkusener Trainer Roger Schmidt.

Red Bull Salzburg trainiert bei FK Partizani Tirana
Königsklasse im Wohngebiet: Salzburg beim Training im Stadion von FK Partizani in Tirana © Imago

Nun ist der österreichische Meister immerhin schon eine Runde weiter, im Kampf um den Einzug in die Playoffs wartet mit dem FK Partizani am Dienstag (ab 20 Uhr im LIVETICKER) allerdings ein international ähnlich unbeschriebenes Blatt wie seinerzeit Düdelingen.

Bezwinger von Dolls Ferencvaros

Der Klub aus der albanischen Hauptstadt Tirana darf im Kampf um die erstmalige Teilnahme an der Königsklasse überhaupt erst mitmischen, weil Titelträger FK Skenderbeu wegen angeblicher Spielmanipulationen aus allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen wurde.

Und der FK Partizani setzte bereits ein erstes Ausrufezeichen: In der vorherigen Quali-Runde eliminierten die Albaner den ungarischen Meister Ferencvaros Budapest um Trainer Thomas Doll. (Die 3. Qualifikationsrunde im Überblick)

"Jede Mannschaft, die es so weit schafft, hat entsprechende Qualität und ist ein gefährlicher Gegner", redete Salzburgs Trainer Oscar Garcia den Kontrahenten stark.

Nach dem mit 1:3 gegen Sturm Graz verpatzten Saisonstart sind die "Roten Bullen" derzeit auch nicht in der Position, große Töne zu spucken.

Verpatzter Start als "Wachrüttler"

"Das war für uns ein Wachrüttler zum richtigen Zeitpunkt", glaubt Mittelfeldspieler Konrad Laimer.

Hellwach wollen sich die Salzburger in der Elbasan Arena eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel erarbeiten, um dem von Mäzen Dietrich Mateschitz seit Jahren ersehnten Wunschziel  Königsklasse ein Stückchen näher zu kommen. Mithelfen könnte dabei auch der ehemalige St.-Pauli-Profi Marc Rzatkowski, der nach überstandenen Adduktorenproblemen wieder fit ist.

Die Hoffnungen ruhen aber allen voran auf dem gegen Graz geschonten Jonatan Soriano. "Es ist ein kleiner Vorteil, dass wir das so wichtige zweite Match daheim spielen können", sagte der Kapitän: "Voraussetzung dafür ist allerdings ein gutes Resultat in Albanien."

Andernfalls wäre die Geschichte des Scheiterns um ein unrühmliches neuntes Kapitel reicher.

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