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München - Borussia Dortmund fegt mit sechs Toren über Legia Warschau hinweg. Mario Götze gelingt nicht nur der erste Treffer - er zeigt auch, auf welcher Position er zaubern kann.

"Im Fall von Mario Götze war es fast so, als wäre er nie weggewesen", hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke kürzlich über die Rückkehr des verlorenen Sohns aus München gesagt.

Beim 6:0-Sieg von Borussia Dortmund in der UEFA Champions League gegen Legia Warschau wurde Watzkes Ausspruch endlich auch sportlich wahr.

Genau 1250 Tage nach seinem letzten Pflichtspieltor für Dortmund traf Götze wieder für die Schwarz-Gelben.

Und wie! Ein Kopfballtor bei einer Körpergröße von (nur) 1,76 Metern war der Anfang. Das wichtige 1:0 gelang dem Mittelfeldspieler bereits in der 7. Minute.

"Normalerweise müsste man die gesamte Innenverteidigung entlassen, wenn Mario Götze ein Kopfballtor macht", witzelte ZDF-Experte Oliver Kahn.

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Viel Kritik ausgesetzt

Kahns Spruch war aber eher als Kritik an der polnischen Defensive gemeint, nicht als Verweis auf Götzes fehlende Kopfballstärke.

Kritiken musste sich Götze in der jüngsten Zeit genug anhören, als er beim FC Bayern nur selten zum Zug kam.

Mit seinem Treffer brachte der Weltmeister diese Kritiker erst einmal zum Schweigen - auch wenn er selbst das nicht so sehen wollte.

Tuchel hat entscheidende Rolle

"Ein Tor für die Mannschaft, ein Tor für den Verein, ein Tor für die Champions League. Das ist mir definitiv wichtiger", sagte Götze dazu im ZDF.

Den Trainer zählte Götze zwar nicht auf, aber Thomas Tuchel ist ein wichtiger Faktor im Heimkehrprozess von Götze.

"Für Mario freut es mich doppelt", sagte Tuchel nach dem Spiel über den Torschützen.

Zurück auf der Lieblingsposition

Tuchel ließ Götze im zentralen Mittelfeld ran - und nicht auf der falschen Neun wie im DFB-Team, oder gar auf einer Außenposition wie beim FC Bayern. Und diese Position kam dem 24-Jährigen gegen Warschau äußerst gelegen. 91 Prozent seiner Pässe brachte er zu seinen Mitspielern. So steuerte er spielfreudig die Offensive des BVB.

Und hatte selbst sichtlich Spaß dabei. Denn Götze weiß selbst genau, wo er spielen will. "Ich glaube, ich kann viele Positionen spielen. Das steht außer Frage. Natürlich fühle ich mich im Zentrum am wohlsten. Der Trainer vertraut mir auf der Position, hat mir gesagt, was er fordert. Ich versuche, das Bestmögliche dort umzusetzen", sagte Götze nach dem Spiel.

Götze zurück auf seiner Lieblingsposition, auch fußballerisch ist er nach Hause gekommen.

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