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Manchester City FC v VfL Borussia Moenchengladbach - UEFA Champions League
Yann Sommer sprach nach der Partie in Manchester von einer Lehrstunde für Gladbach © Getty Images

München - Ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage: Die Auftritte der deutschen Teams zum Champions-League-Auftakt haben alles zu bieten. Dementsprechend äußern sich die Akteure.

Der Champions-League-Abend ist für die drei deutschen Teams äußerst unterschiedlich verlaufen. Borussia Mönchengladbach ging im vom Dienstag nachgeholten Spiel bei Manchester City mit 0:4 unter.

Borussia Dortmund hingegen feierte bei Legia Warschau eine 6:0-Gala. Bayer Leverkusen musste trotz eines 2:0-Vorsprungs mit einem Unentschieden leben. Dementsprechend gingen die Gemütslagen der Akteure auseinander.

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SPORT1 fasst die Reaktionen von Sky und im ZDF zu den deutschen Champions-League-Partien zusammen. 

Mario Götze (Borussia Dortmund): "Wir sind gut in die Champions League gestartet. Es war wichtig, dass wir die frühe Führung machen. Es war ein Tor für die Mannschaft, den Verein und die Champions League. Ich kann viele Positionen spielen, fühle mich im Zentrum aber am wohlsten. Ich fühle mich gut."

Julian Weigl (Borussia Dortmund): "Wir haben uns heute gut gefühlt, wir haben eine gute Energie in der Mannschaft. Die ganze Mannschaft hat alles gegeben. Wir haben viel Ballbesitz gehabt und uns viele Torchancen herausgespielt. Es ist ein top Ergebnis, es hätte sogar noch höher ausgehen können. Es war wichtig, dass wir zu null gespielt haben. Wir wollten nach Leipzig den Hebel umlegen. Die Gruppe ist nicht leicht, es war wichtig, gut zu starten. Es war ein Hochgenuss für mich. Als die Hymne ertönt ist, war das für mich ein besonderes Gefühl. Davon träumt man als Junge."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht und in der zweiten Hälfte effektiv zu Ende gespielt. Was uns heute ausgezeichnet hat, war eine Gier, die wir in den letzten beiden Bundesliga-Spielen nicht hatten.

über den Gesundheitszustand von Marco Reus: Momentan sehe ich Marco Reus wenig, weil er noch nicht bei der Mannschaft ist. Er ist in der Reha und auf dem Weg in die Wiedereingliederung. Er bekommt alle Zeit, auch um unterbewusst Druck herauszunehmen. Ich hoffe, es geht schneller, als es gerade den Anschein macht."

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Das war heute definitiv eine Lehrstunde. Wir kamen nie in die Zweikämpfe. Sie haben uns komplett auseinandergerissen, sie hatten in der Mitte viel Platz. Wir waren zu wenig kompakt. Wir konnten uns nicht entscheiden, ob wir vorne angreifen und Pressing spielen sollen. Dann waren die Räume viel zu groß und dann wird es gegen so eine Mannschaft natürlich schwierig. Sie haben uns in allen Belangen geschlagen. Sie waren stabiler und aggressiver. Uns hat vielleicht am Anfang ein bisschen der Mut gefehlt. So kannst du ein Spiel nicht gewinnen. Das Wetter wollte nicht und dann mussten wir uns anpassen. Das war sicher nicht der Grund."

Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Das hat nichts mit zu viel Respekt zu tun. Athletisch und mit Ball war Manchester City viel stärker als wir. Auch im Eins gegen Eins waren wir unterlegen. Wir waren der Stärke des Gegners nicht gewachsen. ManCity ist mit hoher Intensität angelaufen. Wenn sie mit Ruhe und gezielt in die Tiefe spielen können, wird es schwierig für uns. In Sachen Pressing, Athletik und Tempo war es eine Lehrstunde. Außerdem haben wir zu leicht das Zentrum freigegeben."

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach): "Um uns ist in der letzten Zeit sehr viel Euphorie entbrannt. Wir sahen letztes Jahr gegen Manchester City gut aus, heute haben wir gegen eine Mannschaft gespielt, die wahrscheinlich um den Titel mitspielt. Sie sind zwei, drei Schritte weiter."

Ilkay Gündogan (Manchester City): "Es war sehr anstrengend, aber schön. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat sehr viel Spaß gemacht. Es kam sehr überraschend, nach so langer Verletzung gleich wieder zu spielen. Wir haben sehr dominant gespielt und die Räume genutzt."

Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Ich bin sehr glücklich. Wir haben dominiert und sowohl mit als auch ohne Ball sehr aggressiv gespielt. Heute war das wichtigste Spiel der Saison. Wir haben sehr, sehr gut gespielt. Die Spieler haben ein hohes Niveau."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir haben sehr leichtfertig das Spiel aus der Hand gegeben. Ein Spiel ist nicht nach 35 Minuten vorbei. Uns hat die Demut gefehlt."

Leonid Slutski (Trainer ZSKA Moskau): "Wir haben leider zwei schnelle Gegentore kassiert, danach haben wir umgestellt und sehr viel Qualität gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis."

Julian Brandt (Bayer Leverkusen): "Die Stimmung ist erdrückend und sehr enttäuscht. Wie es passiert ist, ist einfach bitter, dass man so ein Spiel nicht gewinnt. Aber wir haben nicht lange Zeit, enttäuscht zu sein, am Samstag geht es schon weiter. Wir spielen unsere Chancen nicht so gut aus, kriegen zwei dämliche Gegentore. Wir waren als Mannschaft nicht mehr kompakt und hatten es am Ende nicht verdient zu gewinnen."

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