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Bei Arjen Robbens emotionaler Rückkehr nach Eindhoven geht es für den Bayern-Star auch um seine Zukunft. Zurückhalten will er sich gegen seinen Ex-Klub nicht.

Arjen Robben musste Spott über sich ergehen lassen - und das von seinen eigenen Teamkollegen.

Weil der Star des FC Bayern München zu spät zum Abschlusstraining erschienen war, lachte der Rest der Truppe und klatschte höhnischen Beifall.

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Doch der Niederländer hatte einen guten Grund für seine Verspätung: Robben vertrat die Münchner bei der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel bei der PSV Eindhoven (ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Reise in die Vergangenheit

Der 32-Jährige wird dabei besonders im Mittelpunkt stehen - und anders als von seiner Mannschaft, wird er in der Eindhovener Arena herzlich empfangen werden.

Für Robben wird der Abend eine Reise in die Vergangenheit. "Ich freue mich wahnsinnig. Es ist schon etwas Besonderes. Es ist ein bisschen wie Zuhause. Ich kenne viele Leute", betonte der Flügelspieler.

Arjen Robben stand bis 2004 bei der PSV Eindhoven unter Vertrag © Getty Images

Nachdem er seine ersten Spiele als Profi für den FC Groningen bestritten hatte, stürmte Robben von 2002 bis 2004 im PSV-Trikot. Er erzielte 17 Tore in 56 Spielen, ehe er für 18 Millionen Euro zum FC Chelsea verkauft wurde.

"Es waren zwei schöne Jahre. Die Zeit war wichtig für meine Karriere", sagte der Offensivspieler vor dem Abflug des Rekordmeisters am Montagvormittag.

Zwölf Jahre nach seinem Abgang kehrt er als Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft und als Superstar des FC Bayern nach Eindhoven zurück - mit einem Wunsch: "Ich will den Abend genießen."

Robben will bei Toren jubeln

Für den maximalen Genuss sollen bei Bayerns Tempodribbler im Idealfall auch Tore sorgen, da kann und will Robben - egal gegen welchen Gegner - nicht aus seiner Haut.

"Ich spiele jetzt für Bayern München, und wenn ich ein Tor schieße, bin ich glücklich und werde jubeln", stellte der Linksfuß klar: "Das hat nichts mit dem Respekt gegenüber den Fans oder PSV zu tun. Wenn du kein Tor schießen willst, dann brauchst du gar nicht erst zu spielen."

Neben dem vorrangigen Ziel der Bayern, im Rennen um den ersten Platz in der Gruppe D gegenüber Atletico Madrid nicht vorentscheidend ins Hintertreffen zu geraten, geht es für Robben schließlich auch um seine ganz persönliche Zukunft.

Verhandlungen mit Bayern stehen bevor

Der aktuelle Vertrag des schon seit 2009 in München wirbelnden Niederländers läuft am Saisonende aus, Verhandlungen über eine weitere Verlängerung sollen in den nächsten Wochen, womöglich sogar schon in den kommenden Tagen aufgenommen werden.

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Ablenken lassen will sich Robben aber auch davon nicht. "Es gibt nichts Neues", erklärte er am Montag, "ich konzentriere mich nur auf das Spiel und will Spaß auf dem Platz haben. Alles andere kommt dann oder nicht."

Karriereende in den Niederlanden?

Eine Alternative, so viel deutete Robben mit Blick auf das näher rückende Karriereende schon einmal an, ist irgendwann auch eine Rückkehr in die niederländische Heimat.

"Man muss immer vorsichtig sein, was man im Fußball sagt", meinte Robben, Groningen und PSV seien aber "schöne Stationen" in seiner Karriere gewesen.

Angesichts von acht Torbeteiligungen in seinen ersten sieben Einsätzen in der aktuellen Spielzeit bleibt es auf absehbare Zeit aber wohl bei der kurzen Stippvisite in dieser Woche.

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