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Robert Lewandowski jubelt nach einem seiner Treffer gegen Eindhoven © Getty Images

Bayern-Stürmer Robert Lewandowski erzielt gegen Eindhoven zwei Treffer und ist auf dem Weg zur Bestform. Thomas Müller erklärt das Erfolgsgeheimnis des Polen.

Ein Abseitstor gegen den FC Bayern erregt normalerweise nach Schlusspfiff die Gemüter beim deutschen Rekordmeister. Normalerweise. Doch der vorzeitige Einzug ins Achtelfinale und die erneute Tor-Show von Bayern-Stürmer Robert Lewandowski stimmten die Gemüter milde.

Lewandowski sorgte mit seinen Pflichtspieltreffern 13 und 14 in dieser Saison für den Achtelfinaleinzug des FCB. Und es war sogar noch mehr drin: Zweimal landete ein Abschluss des Polen am Aluminium. Außerdem brachte ihn Schiedsrichter Gianluca Rocchi bereits vor seinem ersten Tor um einen Strafstoß, als er Hector Morenos Schwitzkasten gegen den Bayern-Angreifer übersah.

"Das war normal"

So blieb es bei seinen zwei Treffern. Die Torkrise ist damit endgültig passé. Zwischendurch waren schon erste Stimmen laut geworden, die am polnischen Weltklasse-Stürmer gezweifelt hatten.

Für Lewandowski nur halb so wild. "Das war normal, nach dieser kurzen Vorbereitung, dass da ein, zwei Wochen kommen, wo die Kraft fehlt", erklärte der 28-Jährige nach der Partie in Eindhoven SPORT1. "Jetzt fühle ich mich super." Die Pause im Pokalspiel gegen Augsburg habe ihm geholfen.

Davon kann auch Lewandowskis Gegenspieler bei Eindhoven, Ex-Bundesliga-Profi Daniel Schwaab, ein Lied singen. "Er hat eine brutale Qualität, er ist komplett. Du kannst nur versuchen, ihn irgendwie zu stören", sagte Schwaab, der im Sommer vom VfB Stuttgart zur PSV gewechselt war.

Müller erklärt Erfolgsgeheimnis

Für seine Gegner ist Lewandowski ein Albtraum, seine Teamkollegen schwärmen über die Qualitäten des Angreifers.

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"Er kann es einfach", meinte Sturmkollege Thomas Müller und erklärte das Zusammenspiel der beiden: "Ich versuche für ihn Räume zu schaffen und Anspiele zu geben. Im Strafraum präsent zu sein, dass er mehr Raum hat. Er macht das Gleiche auch für mich, nur muss ich mal wieder den Ball reinschießen", ergänzte Müller selbstkritisch.

Während Müller erst zwei Pflichtspieltreffer in dieser Saison erzielt hat und auf der Suche nach seiner Bestform ist, scheint Lewandowski sie wiedergefunden zu haben. Insgesamt hat der 28-Jährige in dieser Saison alle 92 Minuten einen Treffer erzielt. In der Bundesliga wird dieser Wert nur von Kölns Anthony Modeste übertrumpft, der bisher alle 74 Minuten eingenetzt hat.

Passend zur Rückkehr zur Höchstform steht Lewandowski kurz vor einer Einigung über die vorzeitige Verlängerung seines Vertrages. Verglichen mit einer Schwangerschaft seien die Verhandlungen "im siebten oder achten Monat", hatte der Pole nach dem Augsburg-Spiel erzählt. Drei Tage später in Eindhoven gab es dann auch noch keinen neuen Stand bei diesem Thema.

Aufstieg zum Topverdiener

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Nach SPORT1-Informationen soll die Vertragsverlängerung bei der Bayern-Jahreshauptversammlung am 25. November offiziell verkündet werden. Polnische Medien berichten, dass Lewandowski, der momentan zehn Millionen Euro verdient, zukünftig 15 Millionen Euro im Jahr kassieren soll. Damit wäre der Pole unter den europäischen Topverdienern, ganz sicher aber der bestbezahlte Spieler im Kader des FC Bayern.

Thomas Müller (13 Millionen Euro brutto im Jahr) dürfte also seinen Platz als Münchens Spitzenverdiener bald an Lewandowski verlieren.

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