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VfL Borussia Moenchengladbach v Manchester City FC - UEFA Champions League
Leroy Sane kommt bei Manchester City nicht über eine Reservistenrolle hinaus © Getty Images

Mönchengladbach - Wie beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach ist Leroy Sane im Team von Manchester City zumeist nur Bankdrücker. Bei SPORT1 macht Ilkay Gündogan seinem Kollegen Mut.

Leroy Sane durfte sich warmlaufen. Mehr nicht. Mal wieder. Der 50-Millionen-Mann kam am fünften Spieltag der Champions League beim 1:1 bei Borussia Mönchengladbach erneut nicht zum Einsatz.

Die Bilanz des Ex-Schalkers seit seinem Wechsel zu Manchester City ist bescheiden: Fünf Einsätze in der Premier League, einer in der Königsklasse, insgesamt zwei Torvorlagen. Zuletzt stand er in der Liga zweimal gar nicht erst im Kader.

Anpassungsschwierigkeiten bei City

Momentan muss der aktuelle U21-Nationalspieler also eine Menge Geduld mitbringen. Sein Trainer Pep Guardiola hat zwar Großes mit ihm vor, doch bei allem Talent muss sich der 20-Jährige an das neue Niveau noch gewöhnen, durchlebt die für einen jungen Spieler üblichen Anpassungsprobleme ohne die gewohnte Umgebung und die Familie.

Sein Teamkollege Ilkay Gündogan steht ihm in den ersten Monaten mit Rat und Tat zur Seite, dazu gehe Sane "professionell" mit der Situation um, "wie es ein 20-Jähriger auch machen sollte", verriet Gündogan SPORT1.

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"Er hat eine Mega-Ablöse gekostet, und da erwarten viele Leute natürlich auch extrem viel. Es ist eine völlig normale Entwicklung", sagte Gündogan, der vor der Saison für rund 25 Millionen Euro ebenfalls auf die Insel gewechselt war.

Auf SPORT1-Nachfrage erinnerte sich der 26-Jährige, wie er 2011 vom 1. FC Nürnberg den Sprung zum damaligen Meister BVB gewagt hatte. Und wie es zunächst nicht lief, er sogar bereits als Fehleinkauf abgestempelt wurde. Und dann doch durchstartete.

"Ich hatte in den ersten sechs Monaten auch große Probleme. Man ist ein bisschen eingeschüchtert. Die Erwartungshaltung war riesig, ich bin in große Fußstapfen getreten", sagte Gündogan. Bei Sane sei das ähnlich, bei ihm komme aber noch die hohe Ablöse hinzu, die aber auch sein Potenzial zeige, so Gündogan.

"Sane wird seinen Weg machen"

Deshalb macht der Nationalspieler Sane auch Mut für die kommenden Monate.

"Das Wichtigste ist, dass er weiter an sich arbeitet und Vollgas gibt. Er ist motiviert und ich bin mir sehr sicher, dass er seinen Weg machen wird. Der Junge hat eine Menge auf dem Kasten. Wenn er weiter geduldig bleibt und die Ruhe behält, wird er mal ein Großer", so Gündogan, der natürlich immer noch ein Auge auf seinen Ex-Klub wirft.

Deshalb hatte Gündogan das "Rekordspiel" des BVB gegen Legia Warschau am Dienstag und damit auch das Comeback von Marco Reus verfolgt. Reus hatte bei dem 8:4 nach langer Leidenszeit bei seinem ersten Einsatz gleich drei Treffer erzielt. Von Gündogan gab es noch am Abend eine Glückwunsch-SMS.

"Ich freue mich sehr für ihn, denn ich weiß, was für ein toller Typ und Fußballer er ist, und er gehört auf den Platz. Ich hoffe, dass er fit bleibt und noch einmal voll durchstartet", so Gündogan.

Vom Traum-Comeback seines Ex-Kollegen Neven Subotic hatte der Mittelfeldmann noch nichts mitbekommen. Nach 251 Tagen Verletzungspause hatte der Abwehrmann am Mittwochabend in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund den 1:0-Siegtreffer erzielt.

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England für Subotic eine Option

"Wahnsinn. Manchmal schreibt der Fußball echt schöne Geschichten", meinte Gündogan. Als neuer England-Experte kann sich Gündogan auch durchaus vorstellen, dass Subotic möglicherweise auf der Insel einen Neuanfang wagen könnte.

"Das glaube ich schon. Er ist definitiv in der Lage, dort problemlos Fuß zu fassen, wenn er noch einmal eine neue Herausforderung sucht", so Gündogan. Ein Wechsel des Serben nach England hatte sich aufgrund einer Rippenverletzung, die operativ behandelt werden musste, im Sommer noch zerschlagen.

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