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Arturo Vidal (rechts) ist über das Ergebnis des Videobeweises erbost
Arturo Vidal (rechts) ist über das Ergebnis des Videobeweises erbost © Getty Images

Der Videobeweis macht sich beim Confed Cup erst bewährt, dann sorgt er für Irritationen. IFAB-Boss Brud zeigt sich von der Premiere begeistert.

Trotz einiger Unklarheiten und Diskussionen ist IFAB-Geschäftsführer Lukas Brud von der Premiere des Videobeweises auf internationaler Bühne begeistert.

"Das Fazit fällt zu 100 Prozent positiv aus, da die Video-Schiedsrichter immer die richtigen Entscheidungen getroffen haben.", sagte der Boss des für Regeln zuständigen International Football Association Boards am Montag, merkte aber auch an: "Es gibt noch Bedarf bei der Kommunikation."

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Chiles Tor sorgt für Aufregung

Genau die war beim Confed Cup im Spiel zwischen Kamerun und Chile (0:2) am Sonntag nämlich das Problem gewesen. Bei einem vermeintlichen Treffer der Südamerikaner, der zu Recht aberkannt worden war, ließen die gezeigten Bilder Raum für Spekulationen.

Erst als lange Zeit später die Auflösung durch ein zusätzlich eingezeichnetes Linienraster erfolgte, war die Situation geklärt.  "Ich hoffe, dass das Verständnis für die Videobeweis-Entscheidungen wachsen wird", sagte Brud: "Es ist ein sehr komplexes Thema, und wir sind noch am Anfang. Der Confed Cup bietet aber die wunderbare Möglichkeit, es weiter zu testen."

Brud verteidigt revolutionäre Vorschläge

Zudem entgegnete Brud den zahlreichen Kritikern, die das IFAB auch wegen einer möglichen Verkürzung der Spielzeit auf zweimal 30 Minuten als zu revolutionär betrachten.

"Revolutionieren wollen wir das Spiel nicht, wir reagieren nur auf Anfragen aus den diversen Bereichen", sagte Brud. Das Spiel habe sich in den vergangenen Jahrzehnten eben entwickelt, "und manche Dinge sind schlichtweg nicht mehr up-to-date."

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