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Nordtveit (l.) gegen Russ:  In der Bundesliga setzte sich letzte Saison zweimal Gladbach durch

Der Gladbacher Trainer schwört seine Borussia auf Frankfurt ein. Schaaf muss ohne seinen Torgaranten auskommen.

Frankfurt - Am Sonntag überzeugte Borussia Mönchengladbach in der Rolle des "Bayern-Jägers", seit 15 Pflichtspielen ist die Mannschaft von Trainer Lucien Favre mittlerweile ungeschlagen.

Der Traditionsklub ist derzeit stark wie lange nicht mehr.

Trainer Lucien Favre warnt vor dem DFB-Pokalspiel am Mittwoch bei Eintracht Frankfurt (ab 20 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) dennoch vor Übermut.

"Das wird wieder ein ganz anderes Spiel - und wir haben nur wenig Zeit, um uns zu erholen, vor allem mental", erklärte der Schweizer, der ohne seinen Landsmann Granit Xhaka (Bänder- und Kapselriss im Sprunggelenk) auskommen muss.

Borussia klarer Favorit

In der klaren Favoritenrolle befindet sich die Fohlen-Elf dennoch (DATENCENTER: DFB-Pokal).

"Wir wollen diese Phase mitnehmen. An das Nicht-Verlieren kann man sich gewöhnen", sagte Weltmeister Christoph Kramer, während Andre Hahn meint: "Ausgerechnet in Frankfurt die erste Niederlage zu kassieren, wäre sehr unglücklich, weil es ein Alles-oder-Nichts-Spiel ist." (Christoph Kramer: Ein Kandidat für den Walk of Fame?)

Auszuschließen ist dies freilich nicht, aber zumindest unwahrscheinlich - wenn man den Aussagen des Gegners Glauben schenkt.

Respekt bei der Eintracht

Eintracht-Profi Stefan Aigner beispielsweise ist sogar davon überzeugt, dass Gladbach "derzeit wohl den besten Fußball der Liga" spielt.

Und außerdem "haben wir genug eigene Probleme zu lösen", sagte Trainer Thomas Schaaf.

Meier fällt aus

Schaaf muss auf Torgarant Alexander Meier verzichten . Der 31-Jährige laboriert an muskulären Problemen.

"Es sieht nicht gut aus, es macht keinen Sinn", sagte Schaaf.

Schaaf kritisiert Fandel

Außerdem ärgerte sich Schaaf über die Schiedsrichterentscheidungen der letzten Wochen und machte den Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel für die Fehler bei Handspielen sowie Abseitsentscheidungen verantwortlich.

"Das Problem ist grundlegend. Ob Abseits oder Hand - die Herren wissen untereinander nicht, was los ist", sagte der Coach vor dem Spiel am Mittwoch : "Aber wenn wir sehen, wie diese Situationen schöngeredet und die offensichtlichen Fehler gerechtfertigt werden, wissen wir, wo das Problem liegt."

Schaaf bezog sich mit seiner Kritik auf eine Aussage Fandels im "kicker". Dabei ging es um das 4:5 der Frankfurter im Punktspiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart.

Fandel hatte Schiedsrichter Christian Dingert für seine Entscheidung gegen einen Abseitspfiff vor dem 1:1 des VfB durch Martin Harnik (34.) gelobt.

"Wenn Fandel mir wirklich erklären will, dass dies eine kontrollierte Handlung meines Spielers gewesen sei, als er den Ball abfälschte, sage ich, er hätte besser nichts gesagt", kommentierte Schaaf die Äußerungen Fandels.

"Genug eigene Probleme"

Ursprünglich wollte Schaaf gar nichts zu der Schiedsrichter-Thematik sagen, die volle Konzentration soll dem Pokalduell mit der Borussia gelten.

Den starken Auftritt der Gladbacher beim torlosen Remis gegen Bayern München am Sonntagabend verfolgte der 53jährige vor dem Fernseher.

Seine Eintracht sieht Schaaf nicht chancenlos, der Trainer weiß aber, dass die Mannschaft nur mit einer Topleistung eine Chancen haben wird.

"Wir können zeigen, dass wir schnell lernen. Wir müssen möglichst wenige Fehler machen - am besten gar keine", sagte Schaaf.

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