vergrößernverkleinern
Hannover 96 scheidet bereits in der zweiten Runde des Pokals aus

Hannovers Präsident Kind geht nach der Pokal-Schmach mit den Spielern hart ins Gericht. Herthas Profis fliehen wortlos.

München - Martin Kind war bedient. "Da hat jede Motivation und Einstellung gefehlt", ging der Präsident von Hannover 96 nach dem peinlichen Zweitrundenaus im DFB-Pokal mit den Spielern hart ins Gericht.

Auch Manager Dirk Dufner fand nach dem 0:2 beim Zweitligisten VfR Aalen deutliche Worte: "Alles, was wir uns vorgenommen haben, ist wie ein Kartenhaus zusammengestürzt. Wir haben uns den Schwung selbst wieder genommen."

Eigentlich hatte der 1:0-Sieg am Samstag bei Borussia Dortmund nach zuvor drei Niederlagen am Stück der Startschuss für die Wende sein sollen. Stattdessen folgte das blamable Aus im Pokal ().

Miserable Pokal-Bilanz

Trainer Tayfun Korkut sprach kleinlaut von einer "großen Enttäuschung".

Ceyhun Gülselam hatte mit einem Eigentor in der 24. Minute die Pleite eingeleitet. Als Michael Klauß (59.) für die engagierteren Aalener nachlegte, hatte sich die miserable Pokal-Bilanz von Hannover fortgesetzt. In den vergangenen neun Jahren erreichte der Pokalsieger von 1992 nur zweimal (2011/2012 und 2006/2007) das Achtelfinale.

In der Liga steht Hannover gegen Eintracht Frankfurt somit nun wieder umso mehr unter Zugzwang

Hertha-Profis im Fluchtmodus

Das jüngste Kapitel Berliner Pokal-Peinlichkeiten versetzte die Spieler von Hertha BSC reihenweise in den Fluchtmodus.

Kommentarlos verschwand der Großteil des Teams nach dem 2:4 im Elfmeterschießen bei Arminia Bielefeld in den Mannschaftsbus und wollte das bittere Aus in der zweiten Runde einfach nur hinter sich lassen.

Alle Jahre wieder träumt Berlin vom Endspiel im eigenen Wohnzimmer. Doch wenn am 30. Mai 2015das Finale im Olympiastadion steigt, müssen Herthas Anhänger die Ostkurve wieder den Fans anderer Vereine überlassen.

"Insgesamt ist das sehr enttäuschend und sehr frustrierend. Der Traum, mal weiterzukommen, ist nicht wie erhofft ausgegangen", sagte Trainer Jos Luhukay nach dem blutleeren Auftritt seiner Mannschaft.

In 120 Minuten hatte es die Alte Dame nicht geschafft, gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Gegner aus dem Spiel heraus auch nur eine echte Torchance zu kreieren.

Köln dankt Keeper Horn

Der 1. FC Köln durfte sich bei U21-Nationalspieler Timo Horn bedanken, dass er bei Drittligist MSV Duisburg mit dem blauen Auge davon kam.

Erst im Elfmeterschießen fiel die Entscheidung, Horn wurde mit zwei Paraden zum Matchwinner.

Horns Vorderleute äußerten sich selbstkritisch

"Indiskutabel" fand Kapitän Matthias Lehmann die Vorstellung.

Aufregung gab es - neben der Roten Karte für Slawomir Peszko für eine Tätlichkeit - auch abseits des Platzes: 40 Kölner stürmten einen Stadioneingang und gelangten unkontrolliert ins Stadion (News: Kölner Fans stürmen Stadion).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel