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Ibrahima Traore von Borussias Mönchengladbach bejubelt sein Tor im DFB-Pokal bei Eintracht Frankfurt
Ibrahima Traore war der überragende Mann bei Mönchengladbachs Pokalerfolg in Frankfurt © Getty Images

Die Borussia schont in Frankfurt einige Spieler, kommt aber weiter. Auch Hoffenheims "1b" ist erfolgreich. Die Wölfe siegen locker.

München - Borussia Mönchengladbach hat sich ins Achtelfinale des DFB-Pokals rotiert. Trotz fünf Veränderungen in der Startelf gewann der Bundesliga-Zweite beim Ligarivalen Eintracht Frankfurt völlig verdient 2:1 (1:0).

Der dreimalige Cup-Sieger, der im 16. Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage blieb, steht erstmals seit drei Jahren in der Runde der letzten 16.

Auch Hoffenheim zog durch ein 5:1 gegen den FSV Frankfurt souverän ins Achtelfinale ein, der VfL Wolfsburg setzte sich gegen Heidenheim mit 4:1 durch.

Das Team von Trainer Lucien Favre brauchte nach dem kraftraubenden 0:0 gegen Rekordmeister Bayern München am Sonntag gut 15 Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen - dann brachte der Führungstreffer des Belgiers Thorgan Hazard (17.) die nötige Sicherheit.

Vier Tage vor dem nächsten Liga-Spitzenspiel gegen 1899 Hoffenheim hätten die "Fohlen" bereits zur Pause deutlicher führen müssen. Ibrahima Traore erhöhte in der 67. Minute auf 2:0, bevor Vaclav Kadlec (89.) noch der Anschlusstreffer gelang.

Die Frankfurter, die in der Liga zuletzt acht Gegentore in zwei Spielen hinnehmen mussten, hatten vor 46.500 Zuschauern dem schnellen Kombinationsspiel der Gäste so gut wie nichtsentgegenzusetzen. (

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Nach der Viertelfinal-Teilnahme im vergangenen Jahr war somit für den viermaligen DFB-Pokalsieger bereits in der zweiten Runde Schluss.

Favre setzte im vierten Spiel binnen elf Tagen wie erwartet auf Rotation - wenn auch nicht ganz freiwillig. Der in der Liga bislang so starke Granit Xhaka hatte im Bayern-Spiel einen Bänder- und Kapselriss im Sprunggelenk erlitten und wurde durch Havard Nordtveit ersetzt.

Im 16. Pflichtspiel schickte Favre damit die 16. Startelf auf den Rasen. Eintracht-Coach Thomas Schaaf tauschte nach dem spektakulären 4:5 gegen den VfB Stuttgart drei Spieler aus - Torjäger Alex Meier musste mit muskulären Problemen passen.

Dafür sorgte Haris Seferovic gleich nach fünf Minuten für das erste Ausrufezeichen. Der Schweizer Nationalspieler nahm den Ball am Strafraum stark mit, setzte seinen Schuss aber ein Stück zu weit nach rechts.

Die Gäste versuchten es in der Anfangsphase zunächst mit Konterspiel - waren gegen die aggressiv pressende Eintracht aber zunächst zu passiv. In der 15. Minute tauchte Nationalspieler Max Kruse als erster Gladbacher aussichtsreich vor dem Frankfurter Tor auf, Eintracht-Keeper Felix Wiedwald war aber auf dem Posten.

Zwei Minuten später machte es Hazard besser. Branimir Hrgota (27.), Weltmeister Christoph Kramer (29.) und wieder Hazard (33.) scheiterten zudem an Wiedwald.

Neun Minuten nach Wiederanpfiff rettete allerdings Borussia-Torwart Yann Sommer stark gegen den eingewechselten Kadlec. Auf der Gegenseite scheiterte Kramer per Gewaltschuss (62.).

Währenddessen hat der VfL Wolfsburg seine Erfolgsserie fortgesetzt und ist souverän ins Achtelfinale eingezogen. Der Tabellendritte der Bundesliga besiegte den Zweitligisten 1. FC Heidenheim hochverdient mit 4:1 (2:1) und blieb im elften Heimspiel in Folge ohne Niederlage.

Die Tore für die Grün-Weißen erzielten Daniel Caligiuri (28.), Bas Dost (43.) und Luiz Gustavo (65./78.). Kapitän Marc Schnatterer (12.) hatte den Außenseiter in Führung gebracht.

Die Gäste aus Heidenheim agierten unterm Strich zu defensiv und verpassten am Ende folgerichtig die erste Achtelfinal-Teilnahme der Klubgeschichte.

Für den Tabellen-Sechsten der Zweiten Liga war es bereits das zweite Duell mit Wolfsburg im DFB-Pokal. Bei seiner Cup-Premiere 2008 hatte Heidenheim in der 1. Runde mit 0:3 das Nachsehen.

Erfolgreich war auch die "1b" von 1899 Hoffenheim. Am Wochenende soll die erste Elf um Topscorer Roberto Firmino Borussia Mönchengladbach schlagen, am Mittwoch gelang auch ohne fünf geschonte Stammspieler der Einzug in Achtelfinale. (Firmino ein Kandidat für den Walk of Fame?)

Der Bundesligist setzte sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals klar mit 5:1 (2:0) gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt durch.

Nach dem elften Pflichtspiel ohne Niederlage geht der Tabellenvierte mit breiter Brust in das Spitzenspiel am Sonntag im punktgleichen Zweiten.

Sven Schipplock (23.), Jannik Vestergaard (45.+3), Firmino (57. und 90.) und Anthony Modeste (72.) trafen für den Viertelfinalisten des Vorjahres. Der erstmals in die brasilianische Nationalmannschaft berufene Firmino bereitete zudem die ersten beiden Tore vor.

Den Ehrentreffer des Zweitligisten erzielte Andre Schembri (80.).

Die Freude wurde allerdings durch eine Verletzung von Torwart Jens Grahl getrübt. Grahl war mit seinem Verteidiger Niklas Süle zusammengeprallt und musste ausgewechselt werden.

Für Grahl, der zur Untersuchung seiner Kopfverletzung in die Uniklinik Heidelberg musste, kam Stammtorwart Oliver Baumann. Die Hoffenheimer Ärzte gingen nach einer ersten Untersuchung Grahls von keiner allzu schweren Verletzung aus.

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