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München - Vor dem Spiel der Bayern beim Hamburger SV spricht der frühere Profi Hasan Salihamidzic bei SPORT1 über das Duell seiner Ex-Klubs.

Hasan Salihamidzic lässt es sich gerade gut gehen.

Der 37-Jährige ist in Florida und genießt die Sonne. Doch "Brazzo" hat natürlich auch in diesen Tagen das aktuelle Fußball-Geschehen fest im Blick.

Und da vor allem seine Ex-Klubs, den Hamburger SV und den FCBayern.

Zwischen 1995 und 1998 absolvierte Salihamidzic für die Norddeutschen 72 Bundesligaspiele und von 1998 bis 2007 trug der Bosnier 234 Mal das Trikot des Rekordmeisters.

Vor dem Pokalspiel des HSV gegen die Bayern (ab 20 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) lässt ihn die aktuelle Situation bei den Hamburgern allerdings relativ kalt.

"Traurig, was der HSV durchmacht"

"Da gibt es nicht viel zu sagen. Es ist natürlich traurig, dass so ein großer Klub, so eine große Stadt solch eine schwierige Situation durchmacht. Dass es so drunter und drüber geht in dem Verein, das ist nicht schön", sagt Salihamidzic im Gespräch mit SPORT1.

Die Rothosen belegen in der Liga nach neun Spielen Platz 16 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Und nun geht es gegen den souveränen Tabellenführer.

Überraschendes Remis in der Liga

Vor wenigen Wochen konnten sich die Hamburger noch über ein achtbares 0:0 gegen den FCB freuen. Damals feierte Joe Zinnbauer sein Debüt als Chefcoach. Das Remis feierten die Norddeutschen wie einen Sieg.

Doch Salihamidzic glaubt nicht an ein Erfolgserlebnis für die Hanseaten. Bei Hamburg müsse "alles klappen und die Bayern müssen einen rabenschwarzen Tag erwischen. Da müssen Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen für den HSV", sagt der Ex-Profi.

"In einem Spiel ist alles möglich, aber ich glaube da nicht dran, dass in diesem Spiel irgendwas passiert, obwohl die Hamburger den Bayern meistens viel abverlangen."

Nichts zu holen für die Hamburger

Salihamidzic ist sich sicher: "Wenn der FCB einigermaßen Leistung bringt, dann ist für den HSV nichts zu holen. Das ist vielleicht auch gut so, weil dann eine zusätzliche Belastung weg fällt und die Hamburger sich auf die Bundesliga konzentrieren können."

Er würde es dem HSV auf jeden Fall gönnen, "dass sie in der Bundesliga nicht mehr gegen den Abstieg spielen."

Immer noch ein Roter

Dass ein Herz mehr für die Bayern als für den kriselnden HSV schlägt, daraus mach Salihamidzic kein Geheimnis.

"Ich bin ein Roter. Ich hatte natürlich eine super Zeit in Hamburg, aber ich lebe in München und habe neun Jahre für den FC Bayern gespielt."

Wenn er über die Münchner spricht, gerät der ehemalige Publikumsliebling ins Schwärmen: "Die Bayern sind genau das Gegenteil vom HSV, da klappt eben alles, da ist eben alles perfekt, da weiß jeder was er tun muss, da läuft alles so, wie es laufen muss."

Weltweiter Vorzeigeklub

Der FCB habe die "richtige Organisation und richtige Führung und ist einfach ein perfekter Vorzeigeklub, nicht nur in der Bundesliga, sondern in der Welt."

Die Deutsche Meisterschaft sei für den FC Bayern nurmehr eine Pflichterfüllung, findet Salihamidzic, "wichtiger ist, was international passiert. Die Champions League ist die einzige Herausforderung."

Salihamidzic wünscht bessere Zeiten

Von den Erfolgen der Münchner können die Hamburger momentan und wohl auch in den nächsten Jahren nur träumen. Doch natürlich wünscht Salihamidzic dem HSV bessere Zeiten.

"Ich habe viele Freunde in Hamburg. Ich würde mich freuen, wenn Hamburg mal in die Champions League kommen würde, aber so wie es derzeit aussieht, wird da so schnell nichts draus."

Er freue sich aber immer wieder "wenn Hamburg gewinnt" und drücke die Daumen, "dass es nach vorne geht."

Hamburg sei immerhin noch "ein Stück meines Herzens, weil ich da eine tolle Zeit hatte, sechs Jahre dort gespielt habe und sozusagen dort auch aufgewachsen bin. Ich bin dort mit 15 Jahren dorthin gegangen und mit 21 weggegangen - das war eine schöne Zeit."

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