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München - Hertha BSC und Hannover 96 streichen im DFB-Pokal gegen unterklassige Gegner die Segel. Auch der Karlsruher SC enttäuscht.

Hertha BSC und Hannover 96 haben sich in der 2. Runde des DFB-Pokals nach Kräften blamiert und gegen tieferklassige Gegner den Einzug ins Achtelfinale verpasst.

Die Berliner mussten sich nach 120 torlosen Minuten mit 2:4 im Elfmeterschießen bei Drittligist Arminia Bielefeld geschlagen geben. Hannover zog mit 0:2 (0:1) bei Zweitligist VfR Aalen den Kürzeren.

Auch der Karlsruher SC ist in der Runde der letzten 16 Klubs nicht mehr mit dabei. Die Badener wurden auf dem Bieberer Berg von Regionalligist Kickers Offenbach mit 1:0 (0:0) in die Knie gezwungen. (DIASHOW: Die Bilder der zweiten Pokalrunde)

Auch Zweitligist VfL Bochum zog beim klassentieferen Dynamo Dresden mit 1:2 nach Verlängerung den Kürzeren.

Berliner Traum wieder geplatzt

Für Hertha platzte der Traum vom Finale im heimischen Olympiastadion wie in den vergangenen beiden Jahren noch vor dem Achtelfinale. Die ersatzgeschwächten Berliner schafften es gegen die kompakte Arminia-Defensive in der gesamten ersten Halbzeit nicht, eine Torchance herauszuspielen.

Bielefeld war bis zur Pause tonangebend, verpasste aber die verdiente Führung. Erst mit der Einwechslung von Ronny gewann das Team von Trainer Jos Luhukay zunehmend die Oberhand.

Doch auch die 30 Minuten Verlängerung brachten keine wirkliche Gefahr für das Bielefelder Gehäuse. So ging es ins Elfmeterschießen, in dem Arminen Torhüter Alexander Schwolow zum Helden des Tages avancierte. Er parierte die Versuche von Julian Schieber und Sandro Wagner. (Schwolow ein Kandidat für den Walk of Fame?)

Eigentor als Anfang vom Ende für Hannover

Ein Eigentor von Ceyhun Gülselam (24.) und der Treffer von Michael Klauß (59.) besiegelten die Niederlage von Hannover 96 in Aalen.

Die harmlosen Niedersachsen enttäuschten auf der ganzen Linie und zeigten eindrucksvoll, warum sie in der Bundesliga in dieser Saison auswärts bisher nur einen Treffer erzielt haben.

"Das war ein verdienter Sieg für Aalen. Wenn man unsere Leistung sieht, hat da jede Motivation und Einstellung gefehlt", bemängelte 96-Präsident Martin Kind.

Zweitliga-Schreck Offenbach

Die Partie zwischen den Kickers Offenbach und dem Karlsruher SC hatte aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens mit etwa 15 Minuten Verspätung begonnen. Das goldene Tor von Rico Pintol (63.) sicherte den Kickers den 1:0-Sieg und damit das Weiterkommen.

Der Tabellenführer der Regionalliga Südwest warf damit im aktuellen Wettbewerb nach Spitzenreiter FC Ingolstadt den zweiten Zweitligisten raus.

Der 1. FC Köln wendete derweil das Aus erst im Elfmeterschießen ab. Nach torlosen 120 Minuten gewannen die Domstädter am Ende mit 4:1.

Timo Horn wurde zum Matchwinner. Der FC-Schlussmann parierte die Elfmeter von Dennis Grote und Zlatko Janjic.

Die Kölner mussten ab der 71. Minute in Unterzahl agieren Da sah der kurz zuvor eingewechselte Slawomir Peszko aufgrund eines Trittes gegen Tim Albutat die Rote Karte.

Dresden dank Eilers weiter

Währenddessen zog Dynamo Dresden nach einjähriger Abstinenz im DFB-Pokal durch ein verdientes 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen den Zweitligisten VfL Bochum ins Achtelfinale ein, nachdem er zum Auftakt bereits Schalke 04 aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Wegen Fan-Ausschreitungen waren die Sachsen für den vergangenen Wettbewerb gesperrt worden.

Zunächst hatte Torjäger Simon Terodde (53.) die Bochumer mit 1:0 in Führung geschossen, bevor Justin Eilers mit einem Doppelpack (61. und 94.) die Wende gelang.

Eilers vergab in der 116. Minute das 3:1, als er aus 17 Metern das leere Tor verfehlte.

Erdmann rettet gegen Sestak

Die 28.500 Zuschauer in der ausverkauften Dresdner Arena sahen einen echten Pokal-Fight. Die Gäste aus Bochum erspielten sich die ersten vielversprechenden Chancen in einer umkämpften Begegnung, doch Dennis Erdmann konnte einen Schuss von Bochums Stanislav Sestak noch vor der Torlinie klären.

Insgesamt konnte der Tabellen-Dritte der Dritten Liga aus Sachsen die Partie weitgehend offen gestalten.

Als das Spiel der Dresdner ein wenig Fahrt aufnahm, konterten die Bochumer mit dem Treffer zum 1:0. Eine Flanke von Fabian Holthausen köpfte Simon Terodde ein. Zwei Minuten später hatte Danny Latza sogar den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Dynamo-Keeper Benjamin Kirsten.

Der Gegentreffer war gleichzeitig der Startschuss zu einem Powerplay der Gastgeber.

Turbulente Szenen spielten sich im und um den Strafraum der Westfalen ab. Der Doppelschlag von Eilers war die logische Folge.

Hofmann macht für Lautern alles klar

Im Duell der Zweitligisten setzte sich der 1. FC Kaiserslautern souverän mit 2:0 (2:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth durch.

Spieler des Spiels war Doppeltorschütze Philipp Hofmann.

Der U-21-Nationalspieler wurde zwei Mal von der rechten Außenbahn mustergültig bedient und verwertete diese eiskalt (12., 22.).

Die wenig inspirierten Fürther sorgten besonders nach der Pause durch eine nickelige Spielweise für eine hitzige Atmosphäre im Fritz-Walter-Stadion.

Spielerisch aber konnten die Franken den Pfälzern nie das Wasser reichen und kassierten eine verdiente Niederlage.

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