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Hakan Calhanoglu spielt seit 2014 für Bayer Leverkusen
Hakan Calhanoglu spielt seit 2014 für Bayer Leverkusen © Imago

Leverkusen - Der türkische Nationalspieler will seinen ersten Titel mit Bayer Leverkusen gewinnen. Beim mühevollen Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern sorgt Stefan Kießling für Aufregung.

Erst zauberte Hakan Calhanoglu, dann träumte der türkische Nationalspieler von Berlin. "Jetzt wollen wir auch ins Finale und den Pokal gewinnen", sagte der Kunstschütze, der mit einem Geniestreich den 2:0 (0:0)-Erfolg von Bayer Leverkusen nach Verlängerung im Pokal-Achtelfinale gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern eingeleitet hatte.

Hakan Calhanoglu gegen Kaiserslautern
Hakan Calhanoglu trifft per Freistoß zum 1:0 © Getty images

"Ich wollte den Ball genau dahin haben", sagte Calhanoglu zu seinem herrlichen Freistoßtreffer in der 102. Minute, mit dem er den starken Roten Teufeln den Zahn gezogen hatte. "Er hat wieder mal seine Klasse gezeigt", lobte Bayer-Trainer Roger Schmidt seinen Freistoßspezialisten, der bereits eine Woche zuvor im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atletico Madrid den 1:0-Siegtreffer erzielt hatte.

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Calhanoglu hat Großes vor

Der 21-Jährige hat aber nicht nur im DFB-Pokal, sondern auch in der Königsklasse und der Meisterschaft noch Großes vor: "Wir sind noch in allen Wettbewerben gut im Rennen und wollen den größtmöglichen Erfolg."

Die größten Erfolgsaussichten hat Bayer im DFB-Pokal, wie auch Geschäftsführer Michael Schade betonte: "Noch zwei Siege, und wir sind in Berlin. Das muss unser Ziel sein."

Drei Heimsiege in sieben Tagen

Sportchef Rudi Völler sieht Bayer nach der Schwächephase in den ersten Wochen der Bundesliga-Rückrunde nach den drei Heimsiegen innerhalb einer Woche gegen Madrid, den SC Freiburg und Lautern wieder auf Kurs: "Die Mannschaft hat sich von den negativen Ergebnissen nicht aus der Bahn werfen lassen und mischt überall weiter gut mit."

Das sieht auch Torjäger Stefan Kießling so, der mit seinem Abstaubertor zum Endstand (113.) letzte Zweifel am 14. Viertelfinaleinzug der Werkself beseitigt hatte. "Wir haben unsere Saisonziele noch alle im Blick. Im DFB-Pokal wollen wir ins Finale. Ich habe es 2009 schon einmal erlebt, und ich will da wieder hin", sagte der 31-Jährige, der zurzeit hinter Josip Drmic nur zweite Wahl ist.

Schwere Zeit für Kießling

Roger Schmidt und Stefan Kießling
Roger Schmidt sieht Kießling (r.) auf einem guten Weg © Getty Images

"Es ist gerade eine schwere Situation für mich. Aber jeder weiß, dass ich niemals aufgebe", sagte Kießling, der 79. Minuten auf der Bank geschmort hatte und sich kurz vor Ende der regulären Spielzeit ein Wortgefecht mit Karim Bellarabi geliefert hatte, dessen Inhalt aber unter der Decke blieb.

"Stefan wirkte frischer als zuletzt. Dass er den Fehler vorm 2:0 provoziert, zeichnet ihn aus. Er ist wieder auf gutem Weg", urteilte Schmidt und machte Kießling Hoffnung für das Punktspiel beim SC Paderborn am Sonntag.

Trotz der Niederlage überwog auch beim FCK, der im Vorjahr an selber Stelle Bayer im Viertelfinale (1:0 n.V.) rausgeworfen hatte, Zufriedenheit. "Wir fahren nicht mit ganz leeren Händen nach Hause", sagte Coach Kosta Runjaic angesichts der couragierten Vorstellung seiner Elf.

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