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Kosta Runjaic ist Trainer des 1. FC Kaiserslautern
Trainer Kosta Runjaic kam im September 2013 als Nachfolger von Franco Foda zum 1. FC Kaiserslautern

München - Vor dem Pokalspiel des 1. FC Kaiserslautern bei Bayer Leverkusen denken die Pfälzer gerne zurück an die Sensation vor einem Jahr. FCK-Coach Kosta Runjaic spricht bei SPORT1.

Viel sagen muss Kosta Runjaic nicht.

Vor dem Pokal-Achtelfinale zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern (ab 18.45 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) ist die Stimmung beim Trainer der „Roten Teufel“ und seinem Team ohnehin gut - und die Motivation hoch.

Denn in der Liga läuft es, der FCK steht nach 23 Spieltagen auf Platz drei. Etwas anderes dürfte als zusätzlichen Anreiz für den gewünschten Erfolg dienen: Die Erinnerungen an das Spiels im vergangenen Jahr.

Da standen sich beide Mannschaften schon mal gegenüber, damals sogar im Viertelfinale. Und dem Zweitligisten gelang die Sensation, er siegte mit 1:0 nach Verlängerung durch einen Sonntagsschuss von Mittelfeldspieler Ruben Jenssen

Für die Nostalgiker unter den FCK-Fans gibt es jedoch schönere Auswärtsziele, denn positive Erinnerungen verbinden sie nicht mit Leverkusen. 1996 stieg der FCK ab, nach einem 1:1 gegen die Werkself.

Ruben Jenssen vom 1. FC Kaiserslautern jubelt
Jubelpose: Ruben Jenssen wechselte 2013 von Tromsø IL zum 1. FC Kaiserslautern.

Neuauflage von 2014

Am Dienstagabend kommt es zur Neuauflage des Duells. Und bei den Pfälzern ging im Vorfeld natürlich der Blick zurück. "Das war eine tolle Sache, über die wir uns alle sehr gefreut haben", sagt Lauterns Trainer Kosta Runjaic SPORT1.

Natürlich hofft er erneut auf einen Coup. Doch am Dienstag werden für ihn die Karten neu gemischt. "Es macht keinen Sinn, Vergleiche zu der Begegnung im letzten Jahr anzustellen."

Pokalspiele seien schließlich "einmalige Situationen", so Runjaic, "da greift das Gesetz der Serie nicht." Die Schlüssel zum Erfolg seien damals "viel Leidenschaft und eine geschlossene Mannschaftsleistung" gewesen.

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Jenssen mit Distanzschuss

Es war die 114. Spielminute, als sich Jenssen ein Herz fasste und den FCK mit einem Distanzschuss ins Halbfinale schoss.

Lauterns Boss Stefan Kuntz geizte hinterher nicht mit Lob: "Hut ab vor allen, die da heute auf dem Rasen waren."

In der Runde der letzten Vier war dann allerdings Endstation, denn der FCK ging beim FC Bayern sang- und klanglos mit 1:5 unter.

Kuntz hatte sich schon vor der Klatsche über die Auslosung echauffiert, als dem FCK ausgerechnet die Bayern zugelost wurden, und dann auch noch auswärts.

Er regte daraufhin an, dem jeweils unterklassigen Verein bis zum Finale stets Heimrecht zu gewähren. Ein Recht, das bislang nur Drittligisten und Amateuren vorbehalten ist.

Runjaic blickt nicht zurück

Doch das ist für Runjaic vor dem erneuten Spiel in Leverkusen kein Thema. "Ich beschäftige mich nicht damit, sondern bereite die Mannschaft ausschließlich auf die anstehende Partie vor. Wenn es gut läuft, hat im Pokal jeder gegen jeden eine Chance. Mit dieser Einstellung gehen wir das Spiel an", sagt der gebürtige Wiener.

Was lässt ihn an eine erneute Sensation glauben? In den ersten Spielen der Rückrunde schwächelte Bayer zwar in der Liga etwas, doch zuletzt gab es zwei 1:0-Heimsiege - international gegen Atletico Madrid und in der Liga gegen den SC Freiburg.

Bayer habe „einen absoluten Top-Kader", so Runjaic und sei "aktuell in der Champions League und in der Liga wieder in der Spur."

"Krasser Außenseiter"

Und weiter: "Auf dem Papier sind wir krasser Außenseiter. Aber deshalb können wir befreit aufspielen, der Druck ist zu 100 Prozent beim Gegner."

Runjaic begründet seine Gelassenheit auch: "Wir haben eine junge Truppe, die einfach Spaß am Fußball hat. Für die ist der Pokal keine Pflichtaufgabe, sondern ein Highlight, dem sie freudig entgegenfiebern."

Aufstieg oder Pokalgewinn? 

Auf die Frage, was er lieber nehmen würde, wenn er sich entscheiden müsste zwischen dem Aufstieg oder dem Pokalgewinn, meint Runjaic nur: "Ich bin Realist. Und da die Bayern im Aufstiegsrennen nicht mitspielen, haben wir da größere Chancen."

Doch eines hat der Coach auch dieses Mal mit in die Vorbereitung gepackt. "Das gute Gefühl, dass nichts unmöglich ist und man auch gegen Top-Teams aus der Ersten Liga gewinnen kann."

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