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Jürgen Klopp und Hans-Joachim Watzke
Jürgen Klopp (l.) gewann mit Borussia Dortmund zwei Mal die deutsche Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal © Getty Images

Berlin - Borussia Dortmund feiert in Berlin trotz der Niederlage im Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg. Trainer Jürgen Klopp wird von allen Seiten gehuldigt.

Trotz der 1:3 (1:3)-Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg hat Borussia Dortmund die Saison und die Ära Jürgen Klopp mit einer großen Party ausklingen lassen. Im Berliner "Kraftwerk" feierte der BVB-Tross mit zahlreichen Fans, Sponsoren und prominenten Gästen wie Schauspieler Joachim Krol, Musiker Marius-Müller Westernhagen und Comedian Oliver Pocher bis in die frühen Morgenstunden.

Besondere Aufmerksamkeit lag dabei wie zuvor schon im Olympiastadion auf Trainer Klopp. Dem blieb der krönende Abschluss seiner siebenjährigen Amtszeit mit dem Pokaltriumph zwar verwehrt, den Lobesreden auf ihn und sein Trainerteam tat das aber keinen Abbruch. "Ich habe seit Wochen versucht, es zu verdrängen, aber jetzt ist es soweit", sagte ein sichtlich angefasster BVB-Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke. Was Klopp und sein Trainerteam seit 2008 für die Borussia geleistet habe sei "außergewöhnlich und das hat es so zuvor noch nie gegeben", schwärmte Watzke: "Du bist in einer schweren Zeit gekommen und hast uns das Lächeln zurückgebracht."

Klopp, mit dem auch seine Co-Trainer Zeljko Buvac und Peter Krawietz verabschiedet wurden, bedankte sich ebenfalls für die gemeinsame Zeit. "Es ist so viel passiert. Es war unglaublich lehrreich und wertvoll und es ist ein Wahnsinn, was wir hier erleben durften", sagte Klopp.

Nach dem Abpfiff des Pokalfinals habe der Abschiedsschmerz bei ihm erst so richtig eingesetzt. "Es ist nicht wichtig, was über einen gedacht wird, wenn man kommt. Es ist wichtig, was über einen gedacht wird, wenn man geht. Egal, wo es uns hin verschlägt, das hier werden wir nie vergessen", versicherte Klopp den lautstark applaudierenden Gästen.

Während Klopp mit einem Abbild des Dortmunder Stadions und drei Dauerkarten die Bühne verließ, mischten sich seine Profis unter das Publikum. "Alkohol ist heute das magische Mittel", hatte Neven Subotic schon auf dem Roten Teppich angekündigt. Auch für einige Spieler hieß es nach dem Finale von Berlin Abschied nehmen. Sebastian Kehl wurde nach 13 Jahren im Verein ebenfalls unter großem Applaus gehuldigt. Ilkay Gündogan wird den Verein im Sommer wohl verlassen.

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