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Turbine Potsdam v VfL Wolfsburg  - Women's DFB Cup Final
Martina Müller (2.v.r.) erzielte im Pokalfinale gegen Turbine Potsdam zwei Treffer für den VfL Wolfsburg © Getty Images

Der Deutsche Meister VfL Wolfsburg gewinnt im DFB-Pokalfinale das Prestigeduell gegen Turbine Potsdam. Martina Müller beschert sich ein perfektes vorzeitiges Abschiedsgeschenk.

Die Titelsammlerinnen des VfL Wolfsburg haben wieder zugeschlagen: Angeführt von Doppeltorschützin Martina Müller (13./61. Foulelfmeter) gewann der Deutsche Meister das Prestigeduell im DFB-Pokalfinale mit Turbine Potsdam 3:0 (1:0) und schnappte sich die sechste Trophäe binnen zwei Jahren.

"Es ist natürlich grandios. Wir haben letzte Woche die Champions League verspielt, heute waren wir wieder fokussiert und konzentriert. Wir werden in einem angemessenen Rahmen feiern, es genießen und uns ab morgen wieder auf die Meisterschaft konzentrieren", sagte Matchwinnerin Müller in der ARD.

Potsdams Tabea Kemme trauerte dem verpassten Titel hinterher: "Wir hatten unsere Chancen, aber wir waren nicht so konsequent wie Wolfsburg."

In ihrem vorletzten Spiel nach zehn Jahren im Verein bescherte das 35 Jahre alte Urgestein dem VfL beim zweiten Pokal-Triumph nach 2013 das perfekte vorzeitige Abschiedsgeschenk. Den dritten Treffer erzielte Alexandra Popp (70.).

Während Wolfsburg nach dem Halbfinal-K.o. in der Champions League am kommenden Wochenende noch die Chance aufs nationale Double hat, geht der Traditionsverein aus Potsdam indes wie in den vergangenen beiden Spielzeiten komplett leer aus.

Müller nutzt erste Chance

19.204 Zuschauer in Köln, darunter DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Bundestrainerin Silvia Neid, sahen zunächst eine ausgeglichene Begegnung, in der Müller die erste Torchance zur Führung nutzte. Einen weiten Ball von Nilla Fischer verlängerte Turbines Johanna Elsig unglücklich in Richtung des eigenen Strafraums, Ex-Nationalspielerin Müller nutzte die Gunst der Stunde und bewies aus elf Metern ihre Qualitäten als Torjägerin.

Potsdam fand nach und nach besser in die Partie, entwickelte aber erst nach 30 Minuten Torgefahr. Tabea Kemme (35.) prüfte VfL-Torhüterin Almuth Schult mit einem 40-Meter-Schuss, Lidija Kulis (39.) verfehlte aus kurzer Distanz nur knapp.

Neid, die 36 Tage vor der WM sieben Kanada-Kandidatinnen auf dem Feld beobachtete, hatte vor der Partie Wolfsburg in der Favoritenrolle gesehen: "Sie haben in dieser Saison den schönsten und besten Fußball gespielt. Sie stehen hinten sicher und spielen sehr gut nach vorne."

Potsdam, das dem VfL in der Liga die bislang einzige Niederlage beigebracht hatte, wird in der Liga nach einer durchwachsenen Saison nur Tabellenvierter.

Sarholz hält Potsdam im Spiel

Verena Faißt hatte direkt nach Wiederbeginn das 2:0 auf dem Fuß, doch Turbine-Torhüterin Anna-Felicitas Sarholz parierte. Beide Teams schenkten sich in einer körperbetonten Partie nichts, verstrickten sich aber häufig in Zweikämpfe.

Nach einem Foul im Strafraum von Nina Frausing Pedersen an Popp baute Müller mit einem platziert geschossenen Strafstoß die Führung aus. Popps Treffer aus spitzem Winkel sorgte für klare Verhältnisse, ehe ein Flitzer im Wolfsburger Jubel aufs Spielfeld stürmte.

Halb leere Ränge sorgen für Unmut

Am Tag vor dem Endspiel hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verkündet, dass das Frauen-Endspiel bis mindestens 2018 in der Rhein-Metropole bleibt. Angesichts von nicht einmal halb gefüllten Rängen stieß der Entschluss nicht auf ungeteilte Zustimmung.

"Wir fühlen uns in Köln wohl, aber wer das Spiel im TV anschaut, sieht ein halb volles Stadion. Da könnte man überlegen, in ein kleineres Stadion zu gehen", sagte Turbine-Coach Bernd Schröder. Sein Wolfsburger Gegenüber Ralf Kellermann ergänzte: "Eine Größe von 25.000 bis 30.000 und ein ausverkauftes Stadion wären wünschenswert."

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