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Damir Kreilach FC St. Pauli v 1. FC Union Berlin - 2. Bundesliga
Damir Kreilach schoss gegen Viktoria Köln einen Elfmeter und scheiterte mit Union Berlin in der 1. Runde des DFB-Pokals © Getty Images

Viertligist Viktoria Köln verstärkt Unions Pokaltrauma: Trotz Führung und Elfer scheitert Berlin schon wieder in Runde 1. Fürth verliert in einer Hitzeschlacht gegen Absteiger Erzgebirge Aue.

Die ambitionierten Zweitligisten Union Berlin und SpVgg Greuther Fürth sind im DFB-Pokal schon in der 1. Runde ausgeschieden.

Aufstiegs-Geheimfavorit Union verlor beim ambitionierten Viertligisten Viktoria Köln mit 1:2 (1: 0) und scheiterten zum siebten Mal bei den letzten neun Teilnahmen bereits in der ersten Runde.

Für Fürth war die Auftaktrunde des DFB-Pokals ebenfalls Endstation. Beim Drittligisten Erzgebirge Aue verloren die Franken mit 0:1 (0:0). Simon Skarlatidis (68.) erzielte den entscheidenden Treffer für den aktuellen Tabellen-Vierten der Dritten Liga.

Berlin verliert trotz Führung und Elfer 

Neuzugang Collin Quaner hatte Union in Führung gebracht (41.). Nachdem Damir Kreilach einen Foulelfmeter neben das Tor geschossen hatte (48.), glich Kapitän Mike Wunderlich für Köln aus (68.). Jules Reimerink (74.) machte die Überraschung perfekt.

Der vom erst 30 Jahre alten Tomasz Kaczmarek trainierte Außenseiter hielt gegen uninspirierte Gäste lange gut mit.

Die Führung der Berliner, die mit einem Punkt aus zwei Spielen einen sehr mäßigen Zweitliga-Start hingelegt hatten, war auch eher ein Zufallsprodukt: Nach einer Hereingabe von Sören Brandy verpassten zahlreiche Spieler beider Seiten den Ball, Quaner drückte ihn aus zwei Metern über die Linie.

Nach der Pause machte es Berlin dann noch einmal unnötig spannend und wurde prompt bestraft. 

Die Viktoria überstand bei ihrer vierten Teilnahme am DFB-Pokal zum zweiten Mal die Auftaktrunde. 1992 hatten die Kölner sogar das Achtelfinale erreicht, im Vorjahr waren sie mit 2:4 an Unions Stadtrivale Hertha BSC gescheitert.

Fürth verzweifelt in Hitzeschlacht

In Aue sahen die 6000 Zuschauer eine niveauarme Begegnung ohne Höhepunkte. Beide Mannschaften schien die Hitze schwer zu schaffen zu machen. Zudem wurde der Spielfluss mehrfach durch Verletzungen und auch Trinkpausen unterbrochen. Wenn in der Partie Hektik aufkam, dann zumeist nach teilweise ungestümen Zweikämpfen.

Die erste ganz große Chance der Begegnung wurde durch den Fürther Veton Berisha (56.) registriert, doch der Norweger scheiterte freistehend an Aues Keeper Martin Männel.

Mit zunehmender Spieldauer zeigten sich auch die Gastgeber verstärkt in der gegnerischen Hälfte. Ein Klassenunterschied war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auszumachen.

Der Schuss von Björn Kluft aus spitzem Winkel, den der bereits in der 13. Minute für den verletzten Mark Flekken gekommene Fürther Torhüter Sebastian Mielitz parierte, wirkte offenbar wie ein Weckruf.

Denn wenige Minuten später belohnte sich Zweitliga-Absteiger Aue mit dem Treffer von Skarlatidis aus kurzer Distanz. Anschließend vergab Simon Handle (73.) die große Möglichkeit zum vorentscheidenden 2:0.

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