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Tobias Werner
Tobias Werner trug nach nach einem Zusammenprall einen Kopfverband © imago

Elversberg - Dank dreier Jokertore und eines starken Tobias Werner hat Augsburg eine erneute Erstrunden-Blamage im DFB-Pokal gerade noch verhindert. Millionen-Mann Baba bleibt blass.

Nachdem Markus Weinzierl drei Asse aus dem Ärmel gezogen hatte, beantwortete der Trainer des FC Augsburg die Frage nach seinem "goldenen Händchen" mit einem vielsagenden Lausbuben-Lächeln im Gesicht.

Schließlich wusste der Coach des Bundesligisten spätestens im Anschluss an das 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim SV Elversberg, dass er dem bevorstehenden Millionen-Transfer seines bisherigen Trumphs Abdul Rahman Baba entspannt entgegensehen kann.

Erinnerungen an das Pokal-Aus im Vorjahr

"Du kannst nur so gut einwechseln, wie es die Spieler auf der Bank hergeben - und wir haben einen guten Kader. Insofern war ich nicht überrascht, dass es so gut geklappt hat", kommentierte Weinzierl mit einem schelmischen Grinsen seine äußerst erfolgreichen personellen Eingriffe in das Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim saarländischen Viertligisten.

Raul Bobadilla, Sascha Mölders und Tobias Werner - die allesamt von der Band kamen - drehten das Spiel für den FCA und wendeten eine erneute Pleite in der ersten Pokalrunde ab. "Nach dem 0:1 habe ich zwischenzeitlich an das Pokal-Aus in Magdeburg im Vorjahr gedacht, doch diesmal konnten wir zum Schluss noch nachlegen", sagte Torschütze Werner nach dem Abpfiff.

"Turban-Torjäger" schlägt wieder zu

Werner, der nach einem Zusammenprall kurz vor Schluss einen Kopfverband trug, avancierte wegen seines Treffers und seiner Vorbereitung zum Tor von Mölders zum Matchwinner. Bereits vor zwei Jahren hatte er als "Turban-Torjäger" beim 3:0-Sieg in der zweiten Pokalrunde gegen Preußen Münster mit einem Doppelpack für Furore gesorgt.

Spielmacher Daniel Baier, der den Gegentreffer verschuldet hatte, zeigte sich nach den 120 Minuten selbstkritisch: "Wenn man gegen einen Viertligisten in die Verlängerung muss, dann ist klar, dass man sich schwer getan hat."

Baba nicht bei der Sache

Richtig schwer tat sich auch Baba. Der 21 Jahre alte Nationalspieler Ghanas, für den der englische Meister FC Chelsea angeblich 25 Millionen Euro an die bayrischen Schwaben überweisen will, schien nicht bei der Sache zu sein. Der Linksverteidiger wirkte unkonzentriert, seine Flanken landeten zumeist im Niemandsland.

Nach dieser Vorstellung Babas, für den die Augsburger bereits Philipp Max für knapp vier Millionen Euro vom Zweitligisten Karlsruher SC als Ersatz verpflichtet haben, dürfte Weinzierl der Abschied von seinem bisherigen Ass etwas leichter fallen.

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