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München - Bayern lässt in Wolfsburg einen Klassenunterschied erkennen. Düsseldorf kassiert die höchste Pokal-Pleite aller Zeiten. SPORT1 hat die Stimmen zur 2. Runde.

Beim Sieg der Bayern in Wolfsburg ist fast ein Klassenunterschied zu sehen. Der 1. FC Nürnberg schießt Fortuna Düsseldorf ab und feiert danach einen berauschenden Pokalabend. Aue und 1860 jubilieren, Eintracht-Coach Veh erklärt die Blamage. SPORT1 fasst die Stimmen der 2. Runde zusammen.

Klaus Allofs (VfL Wolfsburg): "Heute war es ein Klassenunterschied. Bayern hatte in der ersten Hälfte sechs, sieben, acht, vielleicht sogar noch mehr Torschancen. Wir wollten keine Zweikämpfe führen: Das geht gegen Bayern nicht."

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Ja, es war gut heute. Die Mannschaft hat es sehr gut gemacht und aggressiv gespielt. Wir wussten um die Gefahr durch Wolfsburg und wollten hoch verteidigen. Die erste Halbzeit war sehr überzeugend. Wir haben sehr gut mit dem Ball gespielt, mit wenig Ballverlusten. Wir sind sehr, sehr zufrieden."

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Über die erste Halbzeit müssen wir noch mal reden. So darf man nicht spielen. Wir wollten aggressiv spielen, aber das hat überhaupt nicht geklappt. Wir waren viel zu passiv. Wenn Bayern in der ersten Hälfte noch zwei Tore mehr macht, hätten wir uns nicht beschweren dürfen."

Philipp Lahm (FC Bayern): "Das war ein sehr, sehr gutes Spiel von uns - überragend im Positionsspiel. Wenn man unseren Fußball anschaut, sieht man die Handschrift des Trainers. Wir haben nicht gegen Blinde gespielt. Aber im Moment ist es schwer gegen uns zu bestehen."

"Keine Antwort gehabt"

Diego Benaglio (VfL Wolfsburg): "Zu Beginn der Partie hat uns Bayern ein bisschen überrollt."

Bas Dost (VfL Wolfsburg): "Wir hatten keine Antwort in der ersten Halbzeit. Das war frustrierend."

Thomas Müller (FC Bayern): "In dieser Form sind wir nicht zu schlagen. Man nimmt sich viel vor, aber man muss es erst mal auf den Platz bringen. Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war schon wie aus einem Guss. Wir hatten ganz, ganz wenige technische Fehler. Wir haben superschnell verlagert, die Tore supergut herausgespielt. Und Druck gemacht. So stellt man es sich vor. Douglas Costa hat einen super linken Fuß und einen klasse Antritt, das hat er heute gezeigt. Er stellt sich die Gegner hin, hat dann auf den ersten Metern einen Vorteil."

Matthias Sammer (Sportvorstand FC Bayern): "Uns war sehr wichtig ein Zeichen zu setzen: Dieses Auftreten, diese Ausstrahlung - das hat die Mannschaft sehr gut gemacht."

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Über die erste Halbzeit müssen wir intern nochmal reden. So kannst du gegen Bayern nicht spielen. Wenn wir ehrlich sind, schießen die Bayern noch zwei Tore mehr - darüber dürfen wir uns dann nicht beklagen."

Dirk Schuster (Trainer SV Darmstadt): "Es war das erwartet schwere Spiel auf Augenhöhe, beide Teams haben jeden Zweikampf angenommen. Wir haben in der 2. Halbzeit mit mehr Mut gespielt und sind in Führung gegangen. Nach dem Ausgleich hat die Mannschaft Moral bewiesen. Wir haben inzwischen das Selbstvertrauen und belohnen uns für den Aufwand, den wir betreiben."

Michael Frontzeck (Trainer Hannover 96): "Ich denke, es war mehr drin. Schade, dass eine Standardsituation das Spiel entscheidet. Das ist aber eine Stärke von Darmstadt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Der Pokal-Traum geht weiter, aber ich bin nicht zufrieden. Bei allem Respekt, wir haben gegen ein Zweitligateam zu viel zugelassen. Wir brauchen nicht denken, dass wir eine große Mannschaft sind. Das muss viel besser werden, so haben wir keine Chance gegen Gladbach."

Rene Weiler (Trainer 1. FC Nürnberg): "Dem Verein und uns allen tut dieser Sieg sportlich wie finanziell gut. Es war ein hochverdienter Sieg. Wir haben zwei frühe Tore erzielt, die sicherlich wegweisend waren. Vor der Pause konnten wir noch zwei Treffer nachlegen, damit war das Spiel gelaufen. Der heutige Ausgang sollte uns Mumm geben und zeigen, dass wir auf einem guten und richtigen Weg sind."

Frank Kramer (Fortuna Düsseldorf): "Uns bleibt heute nur, uns bei unseren Fans zu entschuldigen für diese Vorstellung. Dafür kann man sich nur schämen, da braucht man nicht drumherum zu reden. Wir haben keine Zweikämpfe geführt, hatten nach vorne keine Ballsicherheit und haben nach hinten die Chancen selbst eingeleitet. Nürnberg hat es natürlich auch gut gemacht und deshalb haben wir heute ein Rutsche bekommen."

"Fans haben uns auf Händen getragen"

Niclas Füllkrug (1. FC Nürnberg): "Wir haben für jeden Meter geackert und uns voll reingeworfen. Wir sind gut aufgetreten und man wusste von Anfang an, wer hier gewinnen will. Die Fans haben uns nach den Toren wie auf Händen getragen. Das gibt dann nochmal extra Kraft."

"Glücklich aber verdient"

Pavel Dotchev (Trainer Aue): "Ich freue mich für die Mannschaft und über einen verdienten Sieg. Das haben sie sehr gut gemacht, die Jungs. Wir haben eine kleine Durststrecke gehabt, wo vieles in Frage gestellt wurde. Die Mannschaft hat die richtige Antwort gezeigt, deshalb kann ich stolz sein. Heute hatten wir keinen Druck, weil wir nicht in der Favoritenrolle waren."

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "In der ersten Halbzeit war Aue richtig gut im Spiel. Wir haben nicht gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Wie uns die Leidenschaft fehlen kann, verstehe ich nicht."

Marco Russ (Eintracht Frankfurt): "Egal ob Zweit, Dritt und Viertligist - alles was unter dir steht, darf kein Problem sein, sonst kann man von einer Blamage sprechen."

Martin Schmidt (Trainer FSV Mainz 05): "Wir machen zwei Fehler in der Defensive und durch die wird das Spiel entschieden. Das waren die einzigen Schüsse aufs Tor."

Kurt Kowarz (Interimstrainer 1860): "Ich bin sehr, sehr glücklich. Der Sieg war vielleicht ein bisschen glücklich, aber verdient. Wenn man gesehen hat, wie taktisch diszipliniert wir gespielt haben, das muss uns jetzt Selbstvertrauen geben. Wir müssen jetzt in der Liga den Bock umstoßen."

Claus Schromm (Trainer Unterhaching): "Was bei uns zusammengewachsen ist, spricht für sich. Was hier abgeht, ist einfach schön."

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Wir haben mit sieben Nationalspielern gespielt, darunter fünf U21-Nationalspielern. Wenn wir ihnen in so einem Spiel nicht die Chance geben, dann mache ich es gar nicht mehr. Wenn ich sehe, wie wir mit den Chancen umgegangen sind, würde ich es nicht mehr machen."

Konrad Fünfstück (Trainer FC Kaiserslautern): "Es passt im Moment etwas ins Bild, dass wir nicht vom Glück verfolgt sind."

Chris Loewe (Eigentorschütze Kaiserslautern): "Die Frage ist, ob Bochum ein Tor schießt, wenn ich ihn nicht selbst rein mache."

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