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Bochums Keeper Manuel Riemann parierte im Spiel gegen Bayern einen Elfer von Thomas Müller © Getty Images

Die Bochumer regen sich über Robbens Verhalten nach einem Foul auf. Hertha BSC siegt trotz eines Blackouts beim 1. FC Heidenheim, den Trainer Pal Dardai schnell abhakt.

Arjen Robben polarisierte mal wieder.

Nach einer Berührung von Bochums Jan Simunek hob der Flügelflitzer des FC Bayern im Strafraum ab. Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte auf den Punkt, gab dem Innenverteidiger Rot - und die Münchner gewannen am Ende 3:0.

Während die Bochumer über diese Aktion des Niederländers wüteten, verteidigte dieser sich.

Beim 3:2-Sieg der Hertha beim 1. FC Heidenheim sah sich Doppeltorschütze Vedad Ibisevic dennoch nicht als Mann des Tages. FCH-Trainer Frank Schmidt räumte eine verdiente Niederlage ein.

SPORT1 fasst die Stimmen von ARD und Sky zusammen.

VfL Bochum - FC Bayern 0:3

Gertjan Verbeek (Trainer VfL Bochum): "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und hätten in Führung gehen können. Wir haben Mut gezeigt und hart gearbeitet. Mit einem Mann weniger war das aber enorm schwierig. Teilweise haben wir das auch in der zweiten Halbzeit gut gemacht mit einer guten Organisation. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen"

Über das Foul von Simunek an Robben: "Das war eine Schwalbe. Da war vielleicht ein bisschen Kontakt. Aber wir kennen das bei Robben. Er sucht den Kontakt. Das ist eine Schwalbe."

Tim Hoogland (VfL Bochum): "Die Enttäuschung überwiegt, weil wir vor allem in  der ersten Halbzeit vieles gut gemacht haben. Bayern hatte Probleme und wir hätten sogar in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen. Mit zehn Mann wird’s dann natürlich doppelt oder sogar dreifach schwer. Ich kann uns deshalb nur ein Kompliment aussprechen, weil wir sehr gut dagegen gehalten haben."

Manuel Riemann (VfL Bochum): "Das geht mir auf die Eier.  Robben lag 90 Minuten eigentlich nur am Boden. Der wartet nur auf den Kontakt. Dass er sich jedes Mal wieder hinlegt und auf den Pfiff wartet, das hat er gar nicht nötig, er ist so ein guter Spieler. Deswegen mögen ihn auch einige Fans nicht. Bis zum Platzverweis haben wir das Spiel gut von unserem Tor weggehalten. Aus einer Chance machen sie das Tor. Der gehaltene Elfmeter hat uns zwar nochmal Hoffnung gegeben, aber die Rote Karte…"

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Du kannst nicht 90 Minuten ohne Torchance des Gegners bleiben. Es war nicht einfach. Sie hatten eine gute Organisation. Wir haben es aber insgesamt gut gemacht. Wir sind da, wo wir letztes Jahr waren. Aber ich hoffe, dass wir noch einen Schritt weiter kommen."

Manuel Neuer (FC Bayern): "Wir haben gewusst, dass es nicht leicht werden würde. Wir haben uns die Vorbereitungsspiele vom VfL angesehen. Sie haben Gladbach und Leverkusen geschlagen und haben auch gegen Freiburg verdient mit 2:0 gewonnen. Sie sind zweikampfstark, spielen hohes Pressing. Und bei diesem Wetter kann man natürlich nicht zaubern."

Arjen Robben (FC Bayern): "Es war erwartet schwer gegen eine sehr gute Mannschaft. Kompliment. Ich könnte mir vorstellen, dass sie vielleicht in die Bundesliga aufsteigen. Ich wünsche mir das für sie.

Über das Foul von Simunek: "Für mich war es ein Elfmeter und eine Rote Karte. Ich bin schon lange genug im Fußballgeschäft, um die Enttäuschung bei den Spielern und dem Trainer zu verstehen, aber das sind die Regeln. Darüber gibt es keine Diskussion. Es war 100 Prozent Elfmeter."

Robert Lewandowski (FC Bayern): "Bis zur Führung war es nicht so einfach für uns. Man muss ehrlich sagen, dass Bochum gut gespielt und gekämpft hat. Im Pokal ist es immer gefährlich, gerade wenn es 0:0 steht. Nach der Roten Karte hatten wir es ein bisschen leichter, nach dem 2:0 war dann alles klar. Es war nicht unser bestes Spiel, aber das lag auch an den Bedingungen und an der guten Leistung von Bochum. Wir sind zufrieden, denn wir stehen im Halbfinale."

FC Heidenheim - Hertha BSC 2:3

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): ""Das war für unseren Traum eine kleine Station, bis jetzt die schwierigste. Wir freuen uns, dass wir weiter sind. Natürlich wollen wir ins Finale, aber wir behalten unsere Ruhe. Wir waren gut vorbereitet, wir suchen immer die Schwachstellen der Gegner. Das Tor von Genki Haraguchi war ein schöner Treffer, Genki macht solche Tore oft im Training. Es freut mich, dass es jetzt mal im Spiel geklappt hat. Wir haben schöne Tore gemacht, wir müssen aber lernen, nach dem 3:1 das vierte Tor zu machen. Dann müssen wir nicht mehr so kämpfen."

Über das Gegentor: "Ein Torhüter muss ab und zu so ein Tor kassieren, dann wird er wieder konzentrierter. Es ist nicht schlimm, das gehört dazu. Die Mannschaft hat es ja ausgebügelt. Ein guter Torwart macht Fehler, wenn die Mannschaft gewinnt."

Mitchell Weiser (Hertha BSC): "Wir sind der Rolle des Favoriten sehr gut gerecht geworden. Nach dem 1:0 und bis zum 3:2-Gegentreffer haben wir ein überragendes Spiel gemacht. Wir haben dominiert, Heidenheim hatte keine Chance. So eine Sache wie bei dem Strafstoß, den ich verursacht habe, darf mir nicht passieren. Das ist ein dummer Fehler."

Vedad Ibisevic (Hertha BSC): "Ich bin einfach glücklich, dass wir gewonnen haben. Ich fühle mich nicht als Mann des Tages. Ich freue mich in erster Linie für die Mannschaft. Der Traum vom Finale zuhause ist sehr groß. Wir wissen, was das für die Fans bedeutet."

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): ""Man wünscht sich so einen Start. Aber leider hat uns das nicht diese Sicherheit gegeben, wie wir es gewohnt sind und gebraucht hätten. Das 1:1 kam zu schnell, das 1:2 bekommen wir zu billg. Die Hertha war gut, war ballsicherer und hat verdient gewonnen. Wir haben heute auf eine Gelegenheit gehofft, um weiterzukommen. Aber das 3:1 hat uns die Hoffnungen genommen. Danach war es unglaublich schwer zurückzukommen. Es gab zwei oder drei Situationen, in denen wir das Spiel noch mal hätten drehen können. Aber wir konnten nicht maximales Risiko gehen, weil Hertha sehr guten Ballbesitz-Fußball spielt. Man braucht auch Glück, das sollte heute nicht sein."

Mark Schnatterer (Kapitän 1. FC Heidenheim): "Wir haben lange Paroli geboten, aber heute war nicht mehr drin, Hertha war die Klasse besser. Die beiden Tore von Ibisevic sind bitter. Er hat Qualität im Strafraum. Das ist für uns blöd gelaufen."

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