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Hertha BSC v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Rudi Völler war bereits als Spieler für Bayer Leverkusen © Getty Images

Nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus gegen Werder Bremen kritisiert Bayer-Sportchef die Einstellung seines Teams. BVB-Coach Tuchel findet nur einen Kritikpunkt.

Nach dem überraschenden Auswärtssieg bei Bayer Leverkusen bejubelt Werder Bremen den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Ganz anders dagegen die Gefühlslage beim unterlegenen Favoriten. Sportchef Rudi Völler bemängelte die Einstellung seines Teams, das nach der Roten Karte für Wendell lange in Unterzahl spielen musste.

Auch im zweiten Viertelfinale gewannen die Gäste. Borussia Dortmunds Trainer Thomas Tuchel sprach von einem "perfekten Spiel" seiner Mannschaft beim VfB Stuttgart.

SPORT1 fasst die Stimmen von ARD und Sky zusammen.

Bayer Leverkusen - Werder Bremen 1:3

Claudio Pizarro (Werder Bremen):

"Wir standen defensiv sehr gut, obwohl wir in der ersten Halbzeit ein Tor bekommen haben. Aber die Mannschaft hat sofort reagiert und gezeigt, dass wir eine Einheit sind."

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen):

"Es ist angenehm, wieder zu gewinnen. Ich habe immer gesagt, dass diese Mannschaft Fußball spielen kann. Es muss nur alles passen. Heute hat alles gepasst. Wir hatten auch schwache Phasen, vor allem, weil Leverkusen starke Spieler im Ballbesitz hat. Aber wenn du zusammenhältst, kannst du auch ein Riesen-Niveau erreichen."

Rudi Völler (Sportchef Bayer Leverkusen):

"Normalerweise bin ich jemand, der auch mal kritisch mit den Schiedsrichtern umgeht. Aber heute muss ich sagen, dass die eine oder andere Entscheidung sicherlich nicht zu unseren Gunsten war, aber daran lag es nicht. Wir haben es einfach schlecht gemacht. Nach dem 1:0 haben wir zu überheblich gespielt, wir waren uns zu sicher, dass wir das gegen Werder irgendwie über die Bühne schaukeln. Wir haben auch mit Zehn gegen Elf das Spiel bestimmt, die klaren Torchancen hatten wir trotzdem nicht. Wir haben aber alles versucht. Der Fehler war in der ersten Halbzeit, da haben wir es verschlafen."

Thomas Eichin (Geschäftsführer Werder Bremen):

"Für die Mannschaft ist es etwas ganz Anderes. Im Abstiegskampf hast du viel negativen Druck. In so ein Viertelfinale gehst du ganz anders in das Spiel. Wir alle haben uns auf diese Partie gefreut. In Leverkusen hast du nicht viel zu verlieren, und so haben wir auch gespielt."

Bernd Leno (Bayer Leverkusen):

"Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir hatten alle den Traum, ins Pokalfinale zu kommen. Aber dann musst du Werder Bremen zu Hause schlagen. Der Trainer hat darauf hingewiesen, dass wir schon öfter zurück ins Spiel gekommen sind - egal ob in Unterzahl oder in Rückstand. In der zweiten Halbzeit haben alle Mann eine ganz andere Körpersprache gezeigt. Der Ausgleich war möglich, aber mit dem 1:3 war das Thema durch."

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 1:3

Marco Reus (Borussia Dortmund):

"Wir wussten, dass es ein intensives Spiel wird. Stuttgart hat eine extrem gute Mannschaft, die nach vorne sehr, sehr viel Tempo gemacht. Wir haben versucht, Außen die Lücken zu schließen, damit sie die Konter nicht fahren können. In der zweiten Halbzeit ist uns das nicht immer gut gelungen. (über das Wiedersehen mit Kevin Großkreutz) Es ist etwas Besonderes. Der Junge hat jahrelang beim BVB gespielt. Es war auch bestimmt nicht einfach, aber er hat eine gute Partie abgeliefert."

Mats Hummels (Borussia Dortmund):

"Die frühe Führung hätte uns noch etwas mehr in die Karten spielen können, aber das kann vorkommen. Wir haben sehr viel Lust auf einen Titel. Wir haben seit 2012 jedes Jahr ein Finale gehabt, wir wollen uns einige Optionen offen halten."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund):

"Wir hatten am Anfang der zweiten Halbzeit mindestens drei herausragende Kontermöglichkeiten, die zu keiner einzigen Torchance führten. Das ist einfach fahrlässig. Das müssen wir besser machen. Wir müssen das Spiel einfach früher entscheiden. Aber für die Bedingungen, diesen Gegner und diesen Zeitpunkt haben wir ein perfektes Spiel gemacht mit einem perfekten Ergebnis."

Michael Zorc (Borussia Dortmund):

"Wir waren sehr ballsicher und sind früh in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit hätten wir das Spiel früher entscheiden können. Wir hatten richtig gute Konterchancen. Ich denke, dass der Sieg insgesamt verdient war. Für Kevin Großkreutz freut es mich, dass er wieder den Weg zurück in die Bundesliga gefunden hat. Bei Galatasaray wäre es auf Dauer nicht das Richtige gewesen. Wir sind ja nicht im Unfrieden gegangen. Er hat bei uns eben nur zu wenig Spieleinsätze bekommen."

Christian Gentner (VfB Stuttgart):

"Wir haben einen Pokalfight abgeliefert, aber der entscheidende Tick hat gefehlt. Wir wollten die Dortmunder früh attackieren, das hat gut funktioniert. Aber wir haben es nicht geschafft, den Ausgleich zu erzielen."

Kevin Großkreutz (VfB Stuttgart):

"Marco hat leider ein Tor gemacht und uns dafür bestraft, dass wir doofe Fehler gemacht haben. Aber es war schön, alle wiederzusehen. Es hat Spaß gemacht, vor allem, weil auch mehr drin war. Ich freue mich, dass ich hier bin. Das sieht man auch auf dem Platz und außerhalb. Der Verein hat mich gut aufgenommen, und das möchte ich zurückzahlen."

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