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München - Felix Magath rügt BVB-Coach Tuchel für die Kritik an Mats Hummels nach dem Pokalfinale. Auch Thomas Strunz ist verwundert, gibt Tuchel aber zumindest teilweise Recht.

Felix Magath hat Dortmunds Trainer Thomas Tuchel im Volkswagen Doppelpass für dessen harte Worte gegen Mats Hummels nach dem verlorenen Pokalfinale kritisiert.

"Die ganze Mannschaft war nicht in der Verfassung, an ihre besten Leistungen anzuknüpfen. Insofern glaube ich nicht, dass es in Ordnung war, Mats Hummels jetzt hier herauszugreifen und ihn quasi für die Mannschaft verantwortlich zu machen", sagte Magath.

Tuchel hatte angesprochen auf Hummels' Auswechslung in der 78. Minute nach dem Spiel erklärt, der scheidende BVB-Kapitän habe darum gebeten. Bezüglich Hummels' Leistung schob der BVB-Coach hinterher: "Er kann es besser."

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Magath kam zu einem anderen Urteil. "Er hat seine Defensivaufgaben einwandfrei erfüllt. Ich würde eher sagen, er hat ein gutes Spiel gemacht", bewertete der ehemalige Bayern-Coach Hummels' Auftritt.

Zumindest in dieser Hinsicht war SPORT1-Experte Thomas Strunz etwas anderer Meinung.

Strunz: Tuchels Aussagen "nicht wirklich passend"

"Er hat schon bessere Spiele gemacht. Rein faktisch hatte Thomas Tuchel nicht unrecht", konstatierte der Europameister von 1996, der Tuchels Reaktion jedoch als "sehr persönlich" und als nach einem verlorenen Finale "nicht wirklich passend" empfand.

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SPORT1-Kommentator Hansi Küpper bezeichnete es gar als "nicht tragbar, dass ein Trainer zum Ende dieser Hummels-Ära in Dortmund den Vorwurf so halb in den Raum stellt, er wollte eigentlich vom Platz - womit er ja andeutet, vielleicht hätte er weiterspielen können."

Strunz vermutete hinter den Aussagen auch ein wenig Frust über den bevorstehenden Wechsel von Hummels zu den Münchnern.

"Ich glaube, dass mit Mats Hummels der Kapitän von Bord geht und sich für den FC Bayern entscheidet, dass das schon an Thomas Tuchel nagt", sagte Strunz, "dass er das vielleicht auch nicht versteht oder nicht nachvollziehen kann".

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