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Doppelpass am 22. Mai 2016
Für die Dopa-Experten hätte Franck Ribery im Pokalfinale die Rote Karte sehen müssen © SPORT1

München - Die Dopa-Experten wundern sich, warum Franck Ribery im Pokalfinale nicht vom Platz flog. Magath reagiert mit Sarkasmus, ein anderer vermutet einen Finalbonus.

Die Expertenrunde im Volkswagen Doppelpass hat sich verwundert über die Entscheidung von Schiedsrichter Marco Fritz gezeigt, Franck Ribery im Pokalfinale nicht vom Platz zu stellen.

"Für das Spiel wäre es natürlich schlecht gewesen, rein sportlich betrachtet. Für den neutralen Beobachter war es natürlich besser, aber ich finde, das ist eine Tätlichkeit und eine Rote Karte", sagte SPORT1-Experte Thomas Strunz.

Ribery hatte in der 38. Minute bei einer Rangelei seinem Gegenspieler Gonzalo Castro ins Gesicht gegriffen und ihm dabei mit einem Finger ins Auge gestochen. Beide Spieler hatten daraufhin die Gelbe Karte gesehen.

"Die Verhältnismäßigkeit, Castro kriegt ja auch die Gelbe Karte, passt für mich überhaupt nicht zusammen", kritisierte Strunz.

Für Verwunderung sorgte vor allem, dass der Vierte Offizielle Bastian Dankert, der noch versucht hatte, Castro und Ribery zu trennen, die Szene nicht gesehen haben sollte.

Der ehemalige Bayern-Coach Felix Magath konnte sich diesbezüglich einen Hauch Sarkasmus nicht verkneifen. "Indem er woanders hinguckt", sagte der 62-Jährige auf die Frage, wie Dankert den Vorfall nicht habe wahrnehmen können.

"Wenn er es gesehen hätte, dann hätte er natürlich auf Rot entscheiden müssen. Das ist ja klar. Wenn der Griff ins Gesicht des Gegners mit Rumstochern im Auge nicht Rot ist, dann reden wir über einen Sittenverfall", ereiferte sich SPORT1-Kommentator Hansi Küpper.

Autor und Herausgeber Oliver Wurm vermutete einen Finalbonus. Er habe das Gefühl, "dass in so einem großen Finale die Schiedsrichter darauf aus sind, die Leute möglichst auf dem Feld zu lassen. Ich glaube, dass er in einer normalen Bundesliga-Partie geflogen wäre."

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